Rezension zu „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ von Suzanne Collins

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 3 Nestgeflüster


Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele

Autorin: Suzanne Collins

Übersetzung: Sylke Hachmeister / Peter Klöss

Seiten: 414 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Friedrich Oetinger

ISBN: 978-3789132186

 

 

 

Die Autorin

Suzanne Collins‘ Karriere begann als Autorin für amerikanische Kinder-TV-Shows. Sie arbeitete unter anderem für den Sender Nickelodeon bevor sie sich der Schriftstellerei für Bücher widmete. Im Jahr 2003 erschien das erste Kinderbuch aus einer Reihe um die Abenteuer von George und seiner Schwester Boots. Im Jahr 2008 erschien in Amerika der 1. Panem-Band unter dem Titel „The Hunger Games“. Ein Jahr später erschien das Buch in Deutschland. „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ avancierte zum Bestseller und wurde unter anderem mit dem begehrten Deutschen Jugenliteraturpreis ausgezeichnet.

 

 

Buchinhalt

Nordamerika gibt es nicht mehr. Anstelle dessen steht dort nun Panem, aufgeteilt in 12 verschiedenen Bereichen namens Distrikte. Über diese steht eine erbarmungslose Regierung. Das Kapitol. Durch die wachende Hand des Kapitols verfügen leider nicht alle Distrikte über den gleichen Lebensstandard. Während einige Distrikte über teilweise hochentwickelte Techniken sowie über ein sicheres Zuhause verfügen, leben die Menschen in Distrikt 11 und 12 in hoher Armut. Sie müssen hart arbeiten um sich halbwegs ernähren zu können. Auch die 17jährige Katniss Everdeen gehört zu den Bewohnern von Distrikt 12. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer 12jährigen Schwester Prim in ärmlichen Verhältnissen. Doch durch ihre Willenskraft schafft sie es sich und ihre Familie gerade so durch zu bringen.

Jedes Jahr werden vom Kapitol die Hungerspiele veranstaltet, seit es zu einem tödlichen Aufstand der Distrikte vor vielen Jahren kam. Die Spiele sind grausam und ein einziges Gemetzel. Es werden in jedem Distrikt jeweils ein Junge und ein Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren ausgewählt. Nur einer darf aus diesem makabren Spielen als Gewinner hervorgehen. Und so ist es nicht zu vermeiden, dass sich die Kinder gegenseitig umbringen werden. Die Hungerspiele werden für alle Bewohner von Panem live übertragen. Die Message des Kapitols dahinter ist, dass die Menschen aus Panem so daran erinnert werden sollen, wer die wahre Macht über sie hat. Die Spiele entstehen aus der sogenannten Ernte. Die Ernte wird landesweit live übertragen, auch aus Distrikt 12 Katniss‘ Heimat. Und es geschieht das unglaubliche: Katniss‘ kleine Schwester Prim wird ausgelost. Doch Kat lässt dies nicht zu und meldet sich freiwillig dazu, für ihre Schwester in der Arena die „Hungespiele“ zu bestreiten. Zusammen mit dem jungen Bäckerssohn Peeta muss sie nun Abschied nehmen von ihrem Zuhause und ihrer Familie. Dort weshalb es nicht noch komplizierter machen?! Schon kurz nach der Begegnung mit Peeta wird Katniss klar, dass er sie einst rettete. Und nun soll sie ihn umbringen, um selbst nicht zu sterben.

 

 

Persönliche Meinung

Der 1. Band aus der Tribute-Trilogie hat mich unglaublich gefesselt. Es ist erschreckend wie grausam und brutal es in dieser Geschichte zugeht. Ich habe unentwegt mit der Hauptprotagonistin Katniss um ihr Leben gebangt. Aber auch für Peeta, dem männlichen Teilnehmer des Distrikt 12, fühlt/leidet man unerträglich mit. Es ist von der Autorin ein unglaubliches Katz- und Mausspiel inzeniert worden. Es werden von Suzanne Collins zum zerbersten fesselnde Momente aufgebaut, die sie in allen Einzelheiten dem Leser schonunglos darlegt. Man rennt mit Katniss und Peeta durch die Arena auf der Flucht vor Messern und Speeren ihrer Gegner. Man erlebt mit Katniss unerträgliche Zeiten des Hungers und Durstes, und der Einsamkeit. Hoffnung wird geschürt, nur um diese kurze Zeit später wieder zerplatzen zu lassen. Die Menschen werden vom Kapitol nicht besser behandelt, wie ein Stück Vieh.

Diese Reihe ist nicht nur zum „amusement“ für Liebhaber von Abenteuergeschichten gedacht. Für die Autorin Suzanne Collins steckt sicherlich auch eine ganz klare Botschaft dahinte: es soll aufgezeigt werden, wie stark zwischen Arm und Reich unterschieden werden kann. Es wird vor Augen geführt, was für Abgründe in einem Menschen schlummern können. Das Thema „Sensationslust“ wird aufgegriffen. Die Panem-Reihe kann als ein Aufruf an die Menschlichkeit, Nächstenliebe und Moral in jedem von uns gesehen werden. Mich hat dieser 1. Band gefesselt, aber auch geschockt und nachdenklich gemacht.

Für mich ist „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ ein grandioses, absolut empfehlenswertes Buchhighlight!

 

 

 

 

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    3 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ von Suzanne Collins”

    1. Nelly am 28. April 2015 um 15:41 Uhr

      Huhu, ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezi auf meinem Blog verlinkt habe

      Viele liebe Grüße
      Nelly von Nellys Leseecke

    2. Buch kiste Romana am 3. April 2011 um 19:55 Uhr

      Ich persönlich hab ja ewig gebraucht, bis ich mich endlich dazu durchgerungen habe mir auch die Tribute von Panem zuzulegen und auch zu lesen. Da aber mittlerweile fast jeder davon begeistert ist musste ich es dann doch auch probieren…. und ich muss sagen, ich habe es binnen kürzester Zeit gelesen und war echt begeistert. Ich finde es regt 1. zum Nachdenken und 2. liest es sich total spannend. Der Charakter der Katniss wird total gut beschrieben und sie ist eine richtige Kämpferin! Auch Peeta kommt total gut im Buch herüber, sowie die Zweifel die Katniss ihm gegenüber immer hat. Gegen Ende des Buches hab ich gemerkt dass ich immer schneller lese, da man es fast nicht abwarten kann das Ende zu erfahren. ….einfach ein geniales Buch! nun zähle ich ebenfalls zu der großen Menge der Panem Fans 🙂

    3. myriel am 4. Januar 2011 um 15:55 Uhr

      Hast du toll geschrieben! Ich bin schon gespannt, wie dir Band 2 gefällt. Meiner Meinung nach ist der fast (!) besser! 😉

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