Rezension zu „Scherbenmond“ von Bettina Belitz

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 3 Nestgeflüster

Dieses Buch kann bisweilen Spoiler beinhalten! Für diejenigen die „Splitterherz“ noch nicht kennen, ist also Vorsicht beim weiterlesen geboten!

Scherbenmond

Die Autorin:

Bettina Belitz wurde 1973 an einem Spätsommertag in Heidelberg geboren. Schon früh faszinierte sie die Welt des geschriebenen Wortes. Und weil sie sich von Büchern und Geschichten wie magisch angezogen fühlte, genügte ihr das Lesen bald nicht mehr. So begann Bettina Belitz mit dem Schreiben. Später studierte sie Literaturwissenschaften, Geschichte und Medienwissenschaften, und arbeitete nach dem Abschluß als Freie Journalistin. Eines Tages wurde ihre Schreibleidenschaft über alle Maßen groß und sie widmete sich Vollzeit der Schriftstellerei. Bettina Belitz hat einige Jugendbücher veröffentlich. „Scherbenmond“ ist die Fortsetzung des erfolgreichen Romans „Splitterherz“. Frau Belitz lebt mit Mann und Sohn in einem kleiner Dorf im Westerwald.

 

 

 

Buchinhalt:

Hinter Elisabeth Sturm alias Ellie liegt ein harter Winter. Ewigkeiten scheint es her zu sein, dass ihre große Liebe Colin sie verlassen hat. Mit ihm ging für Ellie die Gewissheit über seine wahre Identität. Längst glaubt sie nicht mehr wirklich daran, dass Colin ein Mahr ist. Geschweige denn, je existiert hat. Und als ob das Loch in Ellies Herz nicht schon groß genug wäre, so muss sie sich seit Monaten auch schreckliche Sorgen um ihren Vater machen. Dieser ist ebenfalls spurlos verschwunden. So beschließt sie, dem Nichtstun ein Ende zu bereiten. Nachdem Ellie und ihre Mutter die einzige Nachricht vom Vater geöffnet und gelesen haben, beschließt Ellie zu handeln und dem Wunsch des Vaters nachzukommen. Sie packt ihre Habseligkeiten, verabschiedet sich von ihrer Mutter und reist nach Hamburg. Die Mission lautet Paul, Ellies Bruder, aufzusuchen und ihn Heim zu bringen. Doch kurz nach ihrer Ankunft bei Paul begreift Ellie, dass dieses Vorhaben schwierig werden könnte. Paul hat sich verändert. Sie erkennt ihn kaum wieder. Er wirkt befremdlich auf sie, vollkommen gereizt, antriebslos und erschöpft. Ellie fühlt sich oft unbehaglich in seiner Nähe. Die Freundeswahl ihres Bruder stimmt sie keineswegs milder. Hier stinkt etwas gewaltig. Doch was kann es sein? Ellie begibt sich auf  Wahrheitsfindung. Was sie entdeckt, erschüttert sie bis ins Mark. Und plötzlich steht ein „alter“ Bekannter vor ihr…

 

Persönliche Meinung:

Es ist ein Jahr her, seit der Veröffentlichung des 1. Bandes „Splitterherz“. Viele Leser fühlten, lachten und weinten mit Ellie und ihrer großen Liebe dem Mahr Colin mit. Und als es hieß, dass dem 1. Buch ein zweites und drittes Buch folgen soll, war man in froher Erwartung. Man wurde von der Autorin Bettina Belitz mit kleinen Häppchen versorgt. Ein Kapitelchen hier und da veröffentlichte sie auf ihrem eigenen Blog. Ich gehörte auch zu diesen Lesern, die alles mit verfolgte. Um ehrlich zu sein, hatte ich schon einige Erwartungen an den Folgeband „Scherbenmond“. Ich konnte es nicht mehr erwarten bis zu Ellies und Colins Wiedersehen. Schon bevor ich mein Exemplar in den Händen hielt, sah ich dann Reaktionen. Die Meinungen gingen weit auseinander. Von „super gelungene Fortsetzung“ bis „eher mau und enttäuschend“ las ich einiges. Doch ich wollte mir selbst ein Urteil bilden.

Es war klar, dass sich der Schauplatz ändern wird. Ellie kehrt bereits relativ früh dem Westerwald, der noch in „Splitterherz“ die Hauptkulisse war, den Rücken um nach Hamburg zu reisen. In ihr ist das verträumte, romantische Mädchen verschwunden. Man merkt, dass Ellie gezeichnet ist von dem schweren Winter, den sie getrennt von Colin und in Sorge um ihren Vater verbracht hat. Für ihren Bruder Paul entwickelt sich Ellie zu einem Quälgeist. Einerseits nachvollziehbar, andererseits auch wieder nicht. Das Ellie einen Dickkopf hat, kristallisierte sich ja schon in „Splitterherz“ heraus. Somit müsste man schon einiges gewohnt von ihr sein. Doch im zweiten Band toppte sie es einmal mehr mit ihrem Starrsinn und ihrer durchwegs schlechten Laune. Und das war für mich ein kleines Problem. Das „Scherbenmond“ düsterer sein würde, wußte ich. Ja, ich freute mich regelrecht darauf. Doch was für eine Entwicklung hatte nur Ellie angenommen? Gereift hätte sie doch sein müssen?! Ich war beim lesen oft sprachlos und schockiert…und ja, irgendwann wurde ich sauer. Man sollte doch Ellie als Hauptprotagonistin halbwegs mögen. Doch dies schien mir oft unmöglich.

Zum Inhalt muss ich sagen, dümpelt und schwappt die Handlungen vor sich her. Es zieht sich an manchen Stellen wie Kaugummi. Da schweiften sogar meine Gedanken schon mal ab vom Buch. :0/ Andererseits gab es auch spannende Handlungen, die mich wirklich mitrissen. Natürlich kann es nicht durchwegs spannend sein, um auch Raum für gefühlvolle Handlungen zu lassen. Ein Quäntchen mehr hätte es aber sein können. Einzelne Charaktere wie z. B. Tillmann, der wieder auftaucht, wuchsen mir mehr ans Herz. Die kleinen Frotzeleien zwischen ihm und Ellie haben für etwas Heiterkeit gesorgt. Im allgemeinen würde ich den 2. Band weder als gut aber auch nicht als schlecht beurteilen, sondern als Mittelmaß. Den 3. Band werde ich trotzdem lesen, weil ich wissen möchte wie es weitergeht in der Geschichte. Ich bin ja trotzdem noch neugierig und werde daher auch niemanden abraten „Scherbenmond“ zu lesen. Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden.

Zum Buchcover lässt sich abschließend nur sagen: T.R.A.U.M.H.A.F.T. S.C.H.Ö.N.! Bei der Gestaltung wurde wieder sichtlich viel Herzblut investiert. So liebevoll und mit wundervollen Details. Neue Kapitel bzw. Teile des Buches wurden mit schwungvollen Federn hervorgehoben. Ganz toll! 😀

 

Buchtitel: Scherbenmond

Seiten: 686 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Script5

ISBN: 978-3839001226

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    3 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Scherbenmond“ von Bettina Belitz”

    1. Miss Bookiverse am 14. Februar 2011 um 13:23 Uhr

      Ich bin ganz auf deiner Seite. Ellie hat mich zu Tode genervt! Durch das dritte Buch werde ich mich nicht mehr quälen, egal wie hübsch das Cover aussehen wird!

    2. Fabella am 5. Februar 2011 um 15:34 Uhr

      Immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich doch Geschmäcker sind. Ich mag Ellie super gern und war nicht einmal genervt von ihr *lol*

      Trotzdem gefällt mir vor allem Deine Zusammenfassung des Buches sehr gut!

      • Sandy am 5. Februar 2011 um 18:23 Uhr

        Eben. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack. Und glaub mir mal, ich bin total traurig, dass es mich nicht so umgehauen hat.

        Danke, bist lieb! 😉

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