Rezension zu „Das Lied der Banshee“ von Janika Nowak

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Das Lied der Banshee

 

 

Die Autorin:

Janika Nowak lebt in Hamburg und arbeitet dort als freie Texterin. Sie interessierte sich schon als Kind für Mythologie und hat sich seitdem ein umfangreiches Wissen über die europäische und asiatische Sagenwelt angeeignet. Diese Kenntnisse lässt sie nun in ihrem ersten phantastischen Roman „Das Lied der Banshee“ einfließen. Derzeit arbeitet Janika bereits an der Fortsetzung.

 

Buchinhalt:

Die 17-jährige Aileen hatte es in ihrem noch jungen Leben nicht einfach. Ihre Mutter, die bei der Geburt von Aileen starb, fehlt ihr immer. Das Gefühl auf sich allein gestellt zu sein und niemanden zu haben, wurde durch die Alkoholsucht ihres Vaters verstärkt. Doch Aileen möchte trotz allem etwas erreichen. Seit kurzem macht sie eine Ausbildung in einer Berliner Tischlerei. Ein Glücksgriff für sie. Auch das Leben in einem Wohnheim lässt sie aufblühen. Dort teilt sie sich ein Zimmer mit der lebenslustigen Bettina. Doch nach einem Konzertabend mit ihrem Kumpel Thomas, wird Aileen auf dem Weg nach Hause von vier Männern überfallen und brutal zusammengeschlagen. Als sie wie durch ein Wunder wieder zu sich kommt, macht sie eine erschreckende Entdeckung. Verwirrt und voller Angst schafft sie es zurück zu ihrem Wohnheim. Doch schon kurze Zeit später geschieht ein weiterer Angriff. Komische Vögel attackieren Aileen und ihre Zimmergenossin auf brutalste Weise. Gerettet wird sie von einem mysteriösen Mann nahmens Macius, der ihr zuvor schon einmal begegnet war. In Sicherheit gebracht, erklärt Macius ihr, dass die Übergriffe keine Zufälle waren. Er will ihr tatsächlich weiß machen, dass sie die letzte Banshee auf der Welt ist und daher in höchster Gefahr schwebt. Diese Banshees sind Todesfeen, die mit ihrem Gesang den Tod der Menschen voraussagen und betrauern. Aileen ist überfordert. Doch weiß sie auch, dass sie nicht mehr sicher ist. Aileen flieht mit ihrem Freund Thomas, der Zeuge wurde, zunächst zu Macius und seinen Bekannten Pheme und Aiko. Diese entpuppen sich ebenfalls als Sagenwesen. Pheme ist eine Nymphe und Aiko eine Oni. Für alle ist klar, dass sie sich rüsten müssen gegen einen Götterkrieg, der seines Gleichen sucht. Zusammen fliehen sie aus Berlin. Und nebenher muss Aileen ja noch lernen mit ihrer neuen Gabe als Banshee umzugehen.

 

 

Persönliche Meinung:

Das Buch „Das Lied der Banshee“ beginnt mit einem Prolog, der einen Einblick in die Welt der Wächter gibt bzw. in die Auferstehung eines neuen Wächters. Ab dem ersten Kapitel wird man dann in die Welt von Aileen, einem 17-jährigen Teenagermädel, geführt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin geschrieben. Aileen erzählt wie sie sich nach einem langen, schweren Weg ohne Mutter und einem Alkoholkranken Vater, nun in ihre Ausbildung zur Tischlerin schmeisst. Sie erzählt von ihrem Alltag und ihrem zu Hause, dem Wohnheim, wo sie sich ein Zimmer mit Bettina teilt. Schon immer war sie scheuer als andere Mädchen in ihrem Alter. Zu ihrem Vater hat sie aufgrund der Umstände ein schwieriges Verhältnis. Neben Bettina ist Thomas, Geselle in der Tischlerei, für sie ein guter Freund mit dem sie auch oft privat etwas unternimmt. Innerlich hegt sie ein Schwäche für ihn, möchte jedoch Thomas als guten Freund nicht verlieren. Eines Tages gerät Aileens Welt aus den Fugen. Zunächst wird sie überfallen und schlimm zugerichtet. Doch wie durch ein Wunder heilen ihren Wunden so schnell, dass das junge Mädchen glaubt, sich die Verletzungen nur eingebildet zu haben. Kurze Zeit später folgt ein weiterer Angriff während sie im Wohnheim ist. Doch dieses Mal sind es nicht ein paar Männer, nein es sind komische gefiederte Monster (Harpyien). Ein Mann namens Macius eilt ihr zur Hilfe. Doch die Gefahr ist nicht gebannt. Sie, als eine Banshee (Todesfee) entdeckt, muss gemeinsam mit Thomas zu Macius fliehen. Dort begnegnet sie weiteren Sagenwesen. Der Nymphe Pheme und der Oni Aiko. Das Team flieht aus Berlin gen Osten. In Macius‘ (der sich als Wassermann entpuppt) Versteck, einem Brunnen, wird Aileen in ein Training eingeführt um ihre Kräfte zu entwickeln. Doch der Feind ist auf dem Weg, bereit sie und alle Götterkinder zu vernichten.

Die Autorin Janika Nowak hat mit diesem Roman ein schönes Debüt gegeben. Sie entführt den Leser in eine Fantasiewelt voller Sagengestalten wie Nymphen, Sirenen, Wassermännern, Onis, Gargoyles, Stayren und natürlich den Wächtern. „Das Lied der Banshee“ kann man als Urban Fantasy Roman betrachten. Man merkt auch, dass sich die Autorin mit den Mythologien beschäftigt hat. Durch die Schwärmereien der Hauptprotagonistin Aileen kommt auch das Thema Liebe nicht zu kurz. Ab und an wunderte ich mich jedoch, wie sehr sich Aileen doch aber zierte. Der Schreibstil ist sehr locker und einfach gehalten. Janika Nowaks Stil macht neugierig und man blättert sich somit behände durch die Handlungen. Bisweilen empfand ich einige Stellen jedoch als zu langatmig, was meine Begeisterung ein wenig schmälerte.  

 

Die Illustrationen:

Ein Highlight in diesem Buch sind die fantastischen Illustrationen von Nina Nowacki. Man bekommt durch diese Zeichnungen den Eindruck, dass jeden Moment die Wesen aus den Seiten klettern. Ich bin immernoch ganz begeistert und habe mir daher die Freiheit genommen, ein paar Fotos zu machen.

Die Illustration der Götter Statuen erinnerte mich total an das Orakel aus der Unendlichen Geschichte. 🙂

 

Fazit: Im Ganzen ist „Das Lied der Banshee“ ein gutes Debüt mit vielen spannenden Handlungssträngen. Da Frau Nowak bereits an der Fortsetzung schreibt, bin ich wirklich gespannt wie es weiter geht. Meiner Meinung nach, war aber eine Fortsetzung nicht unbedingt von Nöten. 😉

Ein riesen großes DANKESCHÖN geht an Droemer-Knaur und PAN für dieses Reziexemplar! 😀

http://www.pan-verlag.de/autoren/Janika+Nowak.6762781

 

 

Buchtitel: Das Lied der Banshee

Seiten: 480 (gebundene Ausgabe)

Verlag: PAN

ISBN: 978-3-426-28339-4

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    2 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Das Lied der Banshee“ von Janika Nowak”

    1. Fabella am 15. März 2011 um 21:59 Uhr

      Wow, da beneide ich Dich jetzt aber glühend, was ein tolles Buch! (sieht das im Handel auch so aus mit den Zeichnungen??= .. und auch der Inhalt klingt toll. Danach muß ich Ausschau halten!

      • Sandy am 16. März 2011 um 08:48 Uhr

        Hey Fabella,
        ja das Buch sieht im Handel genauso aus. Musst mich aber nicht beneiden. Du bekommst doch auch so tolle Bücher. 😉

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