Rezension zu „Der Junge aus dem Meer“ von Aimee Friedman

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 3 Nestgeflüster

 

 

 

Der Junge aus dem Meer

 

 

Die Autorin:

Aimee Friedman ist 1979 geboren und wuchs in Queens, New York auf. Ihr ganzes Leben war sie umgeben von Büchern. Sie studierte Englisch am Vassar College und schloss 2001 mit einem Bachelor ab. Ihren Debütroman »South Beach« veröffentlichte Sie 2005. Kurze Zeit später erklomm der Roman die Bestsellerliste der New York Times. Sechs weitere Romane folgten seither. “Der Junge aus dem Meer” ist ihr aktuellstes Werk. Die renommierte Jugendbuchautorin lebt, arbeitet und schreibt in Manhattan.

 

 

Buchinhalt:

Es ist Juli, als die 16-jährige Miranda Merchant aus New York City sich auf der Fähre nach Selkie Island, Georgia, befindet. Selkie Island, eine verschlafene mit Mythen umwobene Insel, war immer der Ort an dem Mirandas Großmutter Isadora ihre Sommer verbrachte. Bereits auf der Überfahrt zur Insel kommt Miranda durch einen Matrosen in zarte Berührungen mit den mysteriösen Geschichten rundum Meerjungfrauen und Wassermännern. Doch das Mädchen tut diese als eben einfache Legende ab, da sie sich eher für die Wissenschaft an sich interessiert und an Amenmärchen schwer glauben kann. Miranda erhofft sich auch Ablenkung von New York bevor sie dort ihr Praktikum im Museum of Natural History beginnen wird. Und sie möchte ihrer Mutter helfen. Sie wird ihr beim Packen und Ausmisten des „Alten Seemanns“ helfen. Der „Alte Seemann“ ist das auf Selkie Island liegende Sommerhaus ihrer Großmutter Isadora, welches Mirandas Mutter vererbt wurde. Doch bereits kurz nach der Ankunft kommt Miranda wieder in Berührung mit den Mythen. Im Arbeitszimmer des Hauses findet sie ein komisches Buch. In diesem ist die Rede von unheimlichen Nebel, Legenden von Bestien, Seeungeheuern und Wassermenschen. Für Zerstreuung sorgt kurze Zeit später eine Sommerparty. Zumindest ist das der Plan von Mirandas Mutter, die plötzlich wie ausgewechselt ist. Doch Miranda schleicht sich gelangweilt für einen abendlichen Spaziergang weg von der Party. Sie läuft hinunter zum Siren Beach und urplötzlich kommt wie aus dem Nichts ein Junge aus dem Meer. Er hat blonde Haare, wunderschöne Augen und benebelt irgendwie sofort Mirandas Sinne. Es reicht für ein paar Worte, bevor er wieder verschwindet. Wer war dieser Junge? Kam er aus dem Meer…etwa ein Meermann? Aber das ist ja vollkommener Humbuk! Miranda hält ihn fast für das Ergebnis ihrer neugewonnenen, wilden Fantasie. Bis er sich am nächsten Tag als Leo vorstellt, ihr Tourguide im Research Center von Selkie Island. Miranda, die sich sonst nur mit Chemie und physikalischen Formeln beschäftigt, ist auf einmal ganz verwirrt und kriegt den geheimnisvollen Jungen Leo einfach nicht mehr aus ihrem Kopf. Und während sich Miranda mehr und mehr in Leo und Selkie Island verliert, verfliegt auch die Zeit viel zu schnell…

 

„Wir sind uns am Strand begegnet – dem großen Gleichmacher. Am Strand ist alles ganz einfach….“

 

Persönliche Meinung:

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Miranda Merchant geschildert. Somit lesen sich die ersten Seiten sehr simple und pragmatisch, was sicherlich daran liegt, dass Miranda durch ihre Leidenschaft zur Wissenschaft eher pragmatisch veranlagt ist. So winkt sie auch lachend ab, als sie gleich bei der Schifffahrt zur Insel Selkie Island von einem älteren Matrosen kleine mystische Legenden erzählt bekommt. Da ist die Rede von Seeschlangen und Unterwasserwesen, die seit Inselbestehen dort leben. Von einem Mysterium ins nächste wird sie im alten Sommerhaus, dem „Alten Seemann“, ihrer Großmutter Isadora katapultiert. Isadora, vor kurzem verstorben, hat Mirandas Mutter das Haus vererbt. Diese verbindet jedoch nicht allzu viele schöne Erinnerungen mit dem Ort und möchte es schnellst möglich verkaufen. Beim Ausmisten stößt Miranda unter anderem auf ein altes Buch, in dem die Rede von uralten wahrgewordenen Mythen ist. Abwechslung und Zerstreuung versucht daraufhin Miranda am Siren Beach zu finden. Doch dort begegnet sie einem unheimlich gutaussehendem Jungen, Leo. Die beiden treffen einander während einer Tour im Research Center von Selkie Island wieder, wo Leo arbeitet. Leo der so ganz anders ist als sie. Er liebt das Meer und die Poesie. Und je näher sie sich kommen, um so verwirrter wird Miranda. Denn mit Liebe und Gefühlen konnte sie bisher weitaus weniger anfangen, wie mit der Wissenschaft. Es liegt etwas in der Luft und bald ist sich das Mädchen nicht mehr sicher. Was ist nun wirklich Legende und was ist davon wahr?

Zu Beginn der Geschichte ist der Schreibstil von Aimee Friedman mehr als einfach gehalten. Der Erzählstil wirkt fast…ja nüchtern. Das spiegelt ganz klar auch den Charakter der Protagonistin Miranda wider. Denn diese kennt sich nur mit wissenschaftlichen Formeln wirklich gut aus. Gefühle zeigen, Parties und Jungs schrecken sie eher ab. Doch dann erscheint Leo auf der Bildfläche und bringt ihr kleines Weltbild zum schwanken. Sie öffnet sich langsam ihren Gefühlen. Und Leo ist eine Junge, in den ich mich als 16-jährige absolut auch verliebt hätte. Hallo?? Einer der Shakespeare zitiert und ein Mädchen so leidenschaftlich lieben kann, ist einfach zum träumen schön.

Die Autorin Aimee Friedman hat mit „Der Junge aus dem Meer“ eine Geschichte niedergeschrieben, die einfach perfekt für zwischendurch ist. Das Buch ist nicht nur eine schöne Lektüre für den Strandurlaub. Es bietet auch sehr viel mysteriöse Ansätze und gewährt viele Einblicke in die Geschichten des Meeres. Viele Geheimnisse umgeben die Menschen und die Insel Selkie. Und die Liebesgeschichte um Miranda und Leo erweckte in mir Erinnerungen an meine ersten Gefühle für einen Jungen, das Kribbeln und den Liebeskummer.

Das abrupte Ende hat mich etwas verwirrt, denn es liest sich als ob die Autorin sich die Option auf eine Fortsetzung offen halten wollte. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und hoffe, man wird noch mehr von Aimee Friedman hören bzw. lesen.

Abschließend kann ich noch sagen, dass mir das Cover sehr gefällt. Die inprägnierten Blumenranken und das Türkis passen gut zur Geschichte.

 

 

Buchtitel: Der Junge aus dem Meer

Seiten: 288 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Aufbau

ISBN: 978-3351041311

 

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    3 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Der Junge aus dem Meer“ von Aimee Friedman”

    1. Sandy am 11. Mai 2011 um 21:38 Uhr

      @Marco: Vielen Dank für das Kompliment! Ich freu mich sehr, dass dir das Buch zusagt. Gerne schnupper ich mal auf deinen Blog rum. Bin ja auch immer so neugierig. 😉

      Herzliche Grüße

    2. Marco am 11. Mai 2011 um 17:11 Uhr

      Die Rezension finde ich echt klasse und irgendwie hast du mich neugierig gemacht =) Ich glaube ich werde das Buch mal auf meine Wunschliste setzen. Das Cover sieht auch echt toll aus, zudem finde ich es toll das du das Buch auch ohne Schutzumschlag mal gezeigt hast ;3 sehr interessant.

      Ich habe dich auf meinem Blog verlinkt, da ich deinen echt klasse finde! Über einen Rücklink würde ich mich sehr freuen, vill. lesen wir uns mal auf meinem Blog? :3

      LG Marco

    3. Fabella am 9. Mai 2011 um 04:52 Uhr

      Klingt ja sehr schön, das Buch, muß ich mir mal merken!

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