Rezension zu „Göttlich verdammt“ von Josephine Angelini

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 6 Nestgeflüster

 

Göttlich verdammt_Angelini

Göttlich verdammt

Autorin: Josephine Angelini

Seiten: 494 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Dressler

Übersetzer: Simone Wiemken

ISBN: 978-3791526256

Empfohlenes Alter: ab 14 Jahre

 

 

Die Autorin…

Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie hat noch sechs ältere Schwestern und einen Bruder. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles. “Göttlich verdammt” (engl. Titel: Starcrossed) ist der Auftakt einer Trilogie.

 

 

 

Buchinhalt…

Das 16-jährige Mädchen Helen lebt mit ihrem Vater Jerry auf der Insel Nantucket. Helen ist sehr schüchtern, reagiert auf Aufmerksamkeit panisch und wird in ihrer High School schon längst als Streberin gesehen. Doch das Mädchen hat Träume. Ein Stipendium fernab von der Insel auf einem renommierten College ist für sie ein großer Traum und die Chance weg von der langweiligen Insel zu kommen. Claire, Helens beste Freundin, hofft auf ganz andere Zerstreuung. Sie wünscht sich Abwechslung in Form von tollen Jungs für sich und Helen. Und es scheint wahr zu werden. Denn plötzlich geraten die Bewohner von Nantucket in große Aufregung. Eine Großfamilie, die Delos, ist auf die Insel gezogen. Sie haben das lang leerstehende Anwesen ‘Sconset’ gekauft und die Inselleute sind ganz versessen darauf, einen ersten Blick auf die Familienmitglieder zu erhaschen. Denn es heißt, jeder von ihnen sei überirdisch schön und attraktiv. Der erste Schultag nach den Sommerferien ist herangebrochen und auch die Schule redet nur von den Delo Kids. Alle, nur Helen nicht. Im Gegenteil. Sie fühlt sich immer seltsamer und irgendwie…wütend. Zudem wird sie von drei gruseligen Frauen in schlimmen Albträumen heimgesucht, die erschreckend real wirken. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Kurz Zeit später steht sie in der Schule dem jungen Lucas Delo gegenüber. Noch nie ist sie ihm begegnet und trotzdem entfacht eine nie dagewesene Wut und Kraft in Helen. Doch auch Lucas scheint ähnlich zu empfinden. Wie kann das sein? Warum scheint es zwischen den beiden eine Verbindung zu geben, obwohl sie sich noch nie begegnet sind?

 

 

 

Persönliche Meinung…

Bei “Göttlich verdammt” hatte ich von Beginn an ein ganz besonderes Gefühl. Und zwar lange bevor es raus kam. Trotzdem gab es nicht den erhöhten Anspruch. Was sollte ich auch von einer Autorin erwarten, die noch keiner kannte/kennt? Es war eher so ein Impuls, dass Josephine Angelini mit diesem Buch was ganz besonderes schaffen kann. Josephine Angelini hat mit der Protagonistin Helen Hamilton ein (zunächst) eher unscheinbares Mädchen erschaffen. Helen lebt mit ihrem Vater Jerry zurückgezogen auf der kleinen Insel Nantucket. Ihre Mutter hat sie nie kennengelernt. Sie kommt gut mit Jerry aus, schreibt sehr gute Note in der Schule und wünscht sich nur eins: weg auf das Festland und die Welt sehen.

Kurz vor Schulbeginn gibt es ganz andere Aufregungen auf der Insel. Die Delos, eine Großfamilie, taucht überraschend auf Nantucket auf und nistet sich auf dem herrschaftlichsten Anwesen ein. Alle sind komplett aus dem Häuschen. Nur Helen hat ganz andere Sorgen. Sie plagt sich nicht nur mit schlimmen Albträumen in der Nacht rum, sondern entwickelt eine ungewohnte Gereiztheit ihren Mitmenschen gegenüber. Hauptsächlich wenn der Name der Großfamilie ins Spiel kommt. Und dann gerät Helen vollkommen außer Kontrolle. Ehe sich die 16-jähre versieht, steht sie in mitten eines Jahrtausend währenden Mythos.

Neben Helen ist da natürlich noch Lucas. Der geheimnisvolle, gutaussehende, aber doch angst einflößende Lucas. Er zieht mit seiner Familie, bestehend aus den Eltern, Geschwistern, Cousins sowie Tante und Onkel auf die Insel. Die Delos umgibt ein Geheimnis, welches sich ferner jeglicher Vorstellungskraft befindet. Und dann ist da Claire aka Giggles, die mich so hat ‘gigglen’ lassen. Sie bringt eine große Portion Gelächter mit in die Geschichte.

Nicht nur für die Buchcharaktere beginnt ein wahrhaftig göttliches Abenteuer. Denn die Autorin Josephine Angelini wird ihrem Nachnamen alle Ehre. Mit diesem Buch, welches gleichzeitig auch der Auftakt einer Trilogie ist, gelang ihr ein wahrhaftig göttliches Debüt. Ihr gelang es, dass meine Wohnung zu Helen’s Welt wurde. Sie lässt ihre Charaktere so unglaublich lebendig werden, dass ich glaube mitten im Geschehen zu stehen…neben Helen, Lucas & Co. Josephine zappelt nicht lang. Sie lässt den Leser nicht schmoren und erstmal 50 bis 100 Seiten lesen. Ab der ersten Seite bis zum Schluss ist “Göttlich verdammt” für mich ein unglaublicher Pageturner gewesen. Ich bekam das gesamt Paket. Liebe, die einen schier verrückt machen kann, Spannung, Abenteuer. Zudem gelang es der Autorin mir, dem ehemaligen Geschichtsmuffel, die griechische Mythologie verständlich (!) näher zu bringen.

Dieses Buch hatte für mich ALLES. Spannung, Liebe, Humor. Der Göttlich-Auftakt ist schon jetzt mein ganz großes Highlight in diesem Jahr. Absolutes MUST-READ!! Das einzig Negative ist, wir müssen SO lange auf die Fortsetzung warten.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass das Cover der Handlung einfach gerecht wird. Nicht nur der Schutzumschlag ist einfach wunderschön, sondern auch der Einband an sich (siehe oben).

 

 

„Helen, der Schützling der Göttin der Liebe, ging nach unten und kroch in ihr leeres Bett, während Lucas, der Sohn der Sonne, sich auf die Ellenbogen stützte und zusah, wie sein göttlicher Vater die Bretter des Witwenstegs erhellte.“

 

 

 

 

 

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    6 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Göttlich verdammt“ von Josephine Angelini”

    1. schlaukeks am 29. Juni 2011 um 14:05 Uhr

      My two cents:

      Ich glaube, ich bin auf „Göttlich verdammt“ durch meine Amazon-Empfehlungsseite aufmerksam geworden und da ich schon immer was für griechische Mythologie übrig hatte, kam es sofort auf meinen Wunschzettel. Am Erscheinungstag bin ich sogleich in die Buchhandlung gesaust, um diese Schönheit (was das Cover / den Umschlag betrifft) mit nach Hause zu nehmen.

      Zugegeben, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, aber teilweise las es sich wie eine „Twilight“-Fanfiction, in der Bella und Edward Halbgötter statt Vampire sind. „Fanfiction“ soll jetzt nicht abwertend klingen, denn ich finde vom Stil her ist Josephine Angelini Stepahnie Meyer weit überlegen.
      Dennoch fielen mir einige Parallelen zwischen den Charakteren, z.B. sind Bella und Helen beide „socially awkward“ (Sorry, mir fällt gerade kein passendes deutsches Wort dafür ein ^^) oder Edwards und Lucas‘ Familie auf. Ganz zu schweigen davon, dass sich beide (Edward und Lucas) nachts in die Zimmer ihrer Liebsten schleichen. Ich bin weiß Gott kein übermäßiger Twilight-Fan, aber beim Lesen von „Göttlich verdammt“ hatte ich teilweise immer dass Gefühl, dies und jenes schon zu kennen bzw. es war schonmal da.

      Einen weiteren Punkt Abzug gibt es von mir noch für die Mythologie, auf die ich mich erst so gefreut hatte. Leider wird die originale Sage von Helena und Paris so verzerrt und für die moderne Geschichte umkonstruiert, dass man eigentlich auch gleich Percy Jackson lesen kann. ^^

      Trotz der beiden Kritikpunkte, war es insgesamt ein tolles Buch und ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung.

    2. catbooks am 24. Mai 2011 um 12:32 Uhr

      Eigentlich sagt mir dieses Buch so gar nicht zu. Da ich es aber trotzdem bekommen habe, werde ich mich nach deiner und anderen begeisterten Meinungen doch dazu aufraffen dieses Buch zu lesen! 😉

    3. Sandy am 20. Mai 2011 um 09:20 Uhr

      @all: Oh, ich denke das wird euch gefallen!
      @Fabella: So wie ich dich kenne, hast du das Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen. Hätte ich die Zeit gehabt, wäre ich sehr viel schneller fertig geworden.

    4. Jessi am 20. Mai 2011 um 07:22 Uhr

      Ohh jetzt will ich dieses Buch auch endlich haben.
      Heut gehts in die Stadt und wehe das liegt das nirgends!
      Bin echt gespannt.

      LG Jessi

    5. Fabella am 20. Mai 2011 um 05:33 Uhr

      Auweh noch so eine tolle Rezi zu diesem Buch … jaja ich habs verstanden, ich brauch es unbedingt ;-)))

      Wirklich eine schöne Rezi!

    6. Stephie am 19. Mai 2011 um 22:00 Uhr

      Nach dieser begeisterten Rezension bin ich noch gespannter auf das Buch, ich freue mich schon sehr darauf

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