Rezension zu „Tage wie diese“ von M. Johnson / J. Green / L. Myracle

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 1 Nestgeflüster

 

 

Tage wie diese

 

 

Die Autoren:

John Green wurde 1979 geboren. Er studierte Englisch und vergleichende Religionswissenschaften. Er arbeitete zunächst als freier Journalist für die Branchenzeitschrift Booklist. Neben Rezensionen schreibt John Green Bücher für Jugendliche. Für seinen Erstling ‘Eine wie Alaska’ erhielt er großes Lob der Kritik und gewann den Printz Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur. Heute lebt er mit seiner Frau in New York.

Maureen Johnson wurde während eines Schneesturms im Jahre 1973 geboren und ist in einem Vorort von Philadelphia aufgewachsen. Sie hat an der Columbia University Dramaturgie und Kreatives Schreiben studiert. Seitdem arbeitet sie in New York als freie Autorin.

Lauren Myracle wurde 1969 in Brevard, North Carolina, geboren und hat noch 5 Geschwister. Sie studierte Englisch und Psychologie und arbeitete einige Jahre als Lehrerin in den USA und Japan. Sie hat bereits mehrere hoch gelobte Jugendbücher geschrieben.

 

 

Buchinhalt:

„Tage wie diese“ beinhaltet drei Kurzgescheschichten von drei verschiedenen Autoren, die jeweils ca. 100 – 140 Seiten umfassen. In diesen Geschichten dreht sich alles um die (Ver)wirrungen der jungen Liebe während der Weihnachtszeit.

Geschichte Nr. 1 hat den Titel „Der Jubilee-Express“ und wurde geschrieben von Maureen Johnson. Für Protagonistin Jubilee steht Weihnachten unter keinem guten Stern, nachdem sie erfahren muss, dass ihre Eltern aufgrund eines kleinen „Flobie-Kampfes“ hinter schwedischen Gardinen sitzen. Aus dem Plan, den Vorweihnachtlichen Abend mit ihrem Freund zu verbringen, wird somit nichts. Anstelle dessen wird Jubilee in den nächsten Zug gesetzt, welcher sie zu den Großeltern nach Florida kutschieren soll. Dumm nur, dass sich das Wetter verschlechtert. Ein starker Schneesturm kommt auf und der Zug bleibt stecken. Da sitzt sie nun, 2 Stunden enfernt von zu Hause im Nirgendwo namens Gracetown. Die Sehnsucht nach Wärme und etwas zu Essen bringt Jubilee ins nahegelegene Waffelhaus. Dort trifft sie kurze Zeit später auf den charmanten Stuart. Dieser bietet ihr an, das Fest mit ihm und seiner Familie zu verbringen anstelle im ungemütlichen Waffelhaus. Ein verlockenes Angebot, wie sich kurze Zeit später herausstellt. Denn während Jubilee verzweifelt auf ein bisschen mehr (telefonische) Aufmerksamkeit von ihrem Freund hofft, entpuppt sich Stuart als äußerst netter Gastgeber…

Geschichte Nr. 2 trägt den Titel „Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder“, geschrieben von John Green. Protagonist dieser Geschichte ist Tobin. Auch ihn packt das unbarmherzige Schicksal bei den Hörnern, als seine Eltern im weit entfernten und verschneiten Boston festsitzen. Für sie ist kein Zurückkommen über Weihnachten möglich. Doch Tobin, nun allein im großen Haus, nimmt es leicht. Schließlich sind ja seine besten Freunde, Angie alias „der Herzog“ und JP, da. Es ist alles für einen gemütlichen James-Bond-Filmabend bereit, als plötzlich Kumpel Keun aus dem Waffelhaus anruft. Er überzeugt sie sich dem Schneegestöber zu stellen. Grund? Ein ganzer Haufen Cheerleader wartet dort bereits auf Tobin’s Twisterspiel. Doch der Weg zum Waffelhaus erweist sich als Tortur, nachdem auch das Auto von Tobin’s Eltern von einer Schneewehe verschluckt wird. Werden sie den Naturgewalten zum Trotz doch noch den Weg zum Ziel bewältigen können? Und ist Tobin wirklich noch so erpicht auf ein weiteres Fiasko mit einem Cheerleader?

Die finale 3. Geschichte trägt den Titel „Der Schutzheilige der Schweine“ und wurde geschrieben von Lauren Myracle. Protagonistin dieser Kurzgeschichte ist die junge Addie. Gerade hat sich ihr toller Freund Jeb von ihr getrennt, weil sie ja fremdknutschen musste. Total durch den Wind läßt sie sich die Haare abschnibbeln und Pink färben und schwört sich, ihr Zimmer nie mehr zu verlassen. Denn das Weihnachtsfest wäre auch für Addie und Jeb ihr Jubiläum gewesen. Doch es gibt Menschen, die das vor Selbstmitleid zerfließende Elend nicht mehr sehen können. Dorrie und Tegan, Addie’s beste Freundinnen, sind im Anflug und lesen ihr die Lewietten. Ein bisschen weniger Selbstbezogenheit würde Addie ganz gut tun. Deshalb legt Tegan die Obhut über ihr neues „Haustierchen“ Gabriel, in Addie’s Hände. Schafft Addie einmal auch an ihre Mitmenschen bzw. -tiere zu denken? Und könnte dies sie vielleicht auch Jeb wieder ein Stück näher bringen?

 

 

Persönliche Meinung:

„Tage wie diese“ umfasst drei zauberhafte, wahrlich schneeverwehte Geschichten rundum die Liebe und die Freundschaft. Kleine und große (?) Liebestragödien dreier Teenager verleihen dem Buch viel Wärme, Witz und Gefühl.

Jubilee, Tobin und Addie sind sehr verschiedene Charaktere und durchleben verschiedene Situationen. Jedoch haben sie eines gemeinsam: die Sehnsucht nach wahren Gefühlen und das Fest der Liebe mit den Menschen zu verbringen, die das wahre Ich in ihnen lieben und wertschätzen.

Obwohl die Geschichten um die Weihnachtszeit spielen, hatte ich keinerlei Probleme mich in das Buch hinein zu fühlen. Ich mußte nicht unbedingt einen Schneesturm vor meinem Fenster wüten sehen, um die Wärme und Geborgenheit zu spüren während ich das Buch las. Die drei Kurzgeschichten zerfließen im laufe des Buches auf gewisse Weise miteinander und bilden somit ein einheitliches Ganzes. Dennoch hat mir vorallem die 2. Geschichte, geschrieben von John Green, am meisten gefallen. Viel Humor, Zusammenhalt und zarte, aufkeimende Gefühle…einfach wundervoll!!

Auch die Verarbeitung des Buchcovers hat mir sehr gefallen, weil man an diesem alle drei Geschichten miteinander verschmelzen sieht.

„Tage wie diese“ ist (Bitter)süß, herzerwärmend, gefühl- und humorvoll mit dem gewissen „Seufz-Faktor“. 😀

 

 

Buchtitel: Tage wie diese

Seiten: ca. 400 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Arena

ISBN: 978-3401065441

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    1 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Tage wie diese“ von M. Johnson / J. Green / L. Myracle”

    1. Sabine am 1. Juni 2011 um 09:45 Uhr

      Eine sehr schöne Rezension!
      Wenn ich das Buch nicht schön kennen würde, hätte ich es nun gekauft/gelesen. 🙂

      LG, Sabine

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