Rezension zu „Creepers – Der Fluch der Hexe“ von Joanne Dahme

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Creepers – Der Fluch der Hexe

 

 

 

Die Autorin:

Joanne Dahme studierte zunächst Ingenieurwesen und anschließend Journalismus. Während ihrer Zeit beim Philadelphia Water Department schrieb sie ebenfalls mehrere Kurzgeschichten und schrieb drei Jugendbücher. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Philadelphia.

 

„Als Erstes fiel mir der Efeu auf, nicht die von der Sonne ausgeblichenen Grabsteine, die in gebrochenem Weiss aus dem Friedhofsgelände aufragten wie alte Knochen…
Die Efeuranken waren einfach überall – sie krochen kreuz und quer über den Rasen und die gewundenen Kieswege, um sich auf den längst eingefallenen Hügeln im Schatten der Grabsteine auszuruhen.“

 

 

 

Buchinhalt:

Das junge Mädchen Courtney O‘ Brien zieht mit ihren Eltern in ein altes Haus am Rande der Kleinstadt Murmur in Massachusetts. Dieses Haus hat so seine Eigenarten. So ist es trotz des heißen Sommers nicht nur über und über mit Efeu bewachsen. Denn obwohl Courtneys Vater das wilde Unkraut immer wieder beseitigt, scheint es um so wilder nachzuwachsen. Als ob das nicht schon gruselig genug wäre, liegt das Grundstück der O‘ Briens auch noch an einem alten Friedhof, welcher ebenso mit Efeu überwuchert ist. Es ist wieder ein sehr heißer Sommertag an dem Courtney das erste Mal dem Friedhofführer Christian Geyer und seiner Tochter Margaret begegnet. Diese erzählen ihr kurz darauf während einer Führung, welche sie zu den unheimlich verzierten Gräbern führt, von Prudence. Das Mädchen war eine Vorfahrin der beiden und starb vor über 200 Jahren im jungen Kindsalter. Prudence lebte mit ihrem Vater, welcher Steinmetz war, auf dem Grundstück auf dem nun auch Courtney mit ihren Eltern wohnt. Margaret und Christian weihen Courtney Stück für Stück in ihr Familiengeheimnis ein. Diese ist fasziniert von den mythischen Geschichten der beiden und bietet ihre Hilfe an, ein Jahrhundert währenden Fluch zu brechen. Doch dieser schließt vorallem das Haus und den nicht nur außen spriessenden Efeu ein. Etwas geschieht auch IM Haus…

 

 

 
Persönliche Meinung:

Über dieses grüne Buch bin ich während eines Besuchs im SternVerlag gestolpert. Schon das Cover ist ein Eyecatcher, doch das „Innenleben“ dieses Buchs ist einfach umwerfend. Auch im Buch selbst ist die Farbe Grün sehr stark vertreten. Dies ist durchaus nachvollziehbar, denn das Gewächs Efeu spielt eine äußerst wichtige Rolle in dieser Geschichte. Einzelne Seiten sind mit Efeusträngen verziert. Die abgebildeten Bilder, Tagebuchnotizen und Zeitungsartikel verleihen dem ganzen Buch etwas ganz besonderes, und übermitteln dem Leser die Atmosphäre der Geschichte.

Der Erzählstil der Autorin ist sehr einfach und angenehm zu lesen. Joanne Dahme gelang es zudem durch den Spannungsaufbau eine wirklich knisternde Atmosphäre zu schaffen. Durch die Ich-Perspektive bekommt der Leser einen direkten Bezug zu der Protagonistin Courtney.

Neben Protagonistin Courtney, ihren Freunden dem Friedhofsführer Christian Geyer und seiner Tochter Margaret, sind ebenfalls Courtneys Eltern ein wichtiger Charakter der Geschichte. Christian und Margaret selbst umgibt über den gesamten Handlungsstrang etwas sehr geheimnisvolles. Der Ausgang des Buches bietet sicherlich keine große Überraschung, jedoch empfand ich dies als nicht wirklich dramatisch. Denn der Leser bekommt trotzdem ein paar kleine überraschende Geheimnis gelüftet. Es bleiben auch einige Frage unbeantwortet und verleihen der Geschichte das gewisse Etwas. „Creepers – Der Fluch der Hexe“ bietet geheimnisvolle, kleine gespenstische Elemente, ist aber nicht sehr gruselig. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch, an einem verregneten (Spät)Sommertag auf der Couch. 🙂

 

 

Buchtitel: Creepers – Der Fluch der Hexe

Seiten: 272 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Baumhaus (Bastei Lübbe)

ISBN: 978-3833938641

 

 

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