Rezension zu „Die dunklen Mächte: Seelennacht“ von K. Armstrong

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Achtung! Für alle die den ersten Teil “Die dunklen Mächte: Schattenstunde” nicht kennen, könnte diese Rezension Spoiler enthalten!!

Die dunklen Mächte: Seelennacht

Die Autorin:

Die kanadische Fantasy-Autorin Kelley Armstrong wurde 1968 in Sudbury, Ontario geboren. Sie hat noch drei jüngere Geschwister. Kelley studierte Psychologie und Informatik an der University of Western Ontario, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Zunächst wurde sie für ihre magischen Thriller, die sie für Erwachsene schrieb, bekannt. Mit der Erschaffung der Trilogie um die Nekromantin Chloe ist sie nun auch im Jugenbuchgenre angekommen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Ontario, Kanada.

Buchinhalt:

Für Chloe Saunders waren die letzten Wochen ein Albtraum. Zunächst wird ihr nach einem Zusammenbruch erzählt, sie wäre „psychisch Instabil“. Doch es stellt sich heraus, dass das Lyle House nicht nur ein Jugendwohnheim für psychisch kranke Jugendliche ist. Chloe findet heraus, dass sie nicht schizophren sondern eine Nekromantin ist. Durchgeknallt sein, oder wirklich Geister sehen? Sie ist sich nicht wirklich sicher, was ihr lieber ist. Vorallem als Stück für Stück herauskommt, dass die anderen Kids ebenfalls so ihre eigenen Fähigkeiten besitzen. Verständnis fand sie da bei Simon, Derek und Rae. Sie verbündeten sich und bücksten gemeinsam aus dem Lyle House aus. Doch die Flucht verlief alles andere als reibungslos. So wurden Chloe und Rae nicht nur von der Edison Group, welche hinter dem Lyle House steckt, geschnappt sondern mussten auch erfahren, dass Chloes Tante sie betrogen hat. Im Hauptquartier der Edison Group versucht man nun aus den Mädchen auch den Aufenthaltsort von Simon und Derek heraus zu quetschen. Doch Chloe läßt nicht zu, von der Edison Group als Versuchskaninchen benutzt und manipuliert zu werden. Wem kann sie noch trauen? Überraschende Schützendeckung erhält sie von ihrer bisherigen Widersacherin. Gemeinsam schaffen sie den Suchtrupp auszutricksen und fliehen. Sie müssen Simon und Derek finden, welche sich widerum auf die Suche nach ihrem Vater machen wollen. Denn nur er kann ihnen beim Kampf gegen die Edison Group helfen. Doch können sie es schaffen oder werden ihnen sogar ihre Fähigkeiten zum Verhängnis?

Persönliche Meinung:

Der zweite Band aus der „Die dunklen Mächte“ Trilogie knüpft unmittelbar am Ende des ersten Bandes an. Während sich in „Schattenstunde“ die Geschichte in einem alten, unheimlich verwinkelten Haus – dem Lyle House – abspielte, befindet sich Chloe in „Seelennacht“ mit ihren Freunden auf der Flucht quer durch Nordamerika. Der Spuk und die schaurige Gänsehaut liessen da etwas bei mir nach. Jedoch empfand ich deshalb „Seelennacht“ auf keinen Fall schlechter. Kelley Armstrong führt den Leser näher heran an die Wahrheit um die Herkunft von Chloe. So erfährt man, wer hinter der Edison Group steckt und was diese eigentlich mit den Kids vorhat. Chloe muss sich, ohne viel zu wissen, mit ihren Fähigkeiten ‚anfreunden‘. Was mir an Chloe gefällt ist, dass sie selbst der furchtbar egoistischen Tori eine Chance geben will. Sie glaubt trotz der ganzen Erlebnisse, dass es nach wie vor doch auch etwas Gutes in den Menschen geben muss. Sie gesteht sich Fehler ein und mutiert nicht zur Superheldin, wie ich es schon in so manch anderen Büchern gelesen habe. Auch lässt die Autorin uns nicht über die wahre Identität von Tori und ihren Fähigkeiten im dunkeln. Einige Fantasy Showeinlagen sind dem Leser daher garantiert. Mir gefiel auch, dass man mehr über Derek erfährt. Während ich ihn noch im ersten Teil sehr seltsam und undurchsichtig fand, kommt im zweiten Buch mehr Licht ins dunkel. Und somit kam er bei mir nicht mehr ganz so ungehobelt und rau rüber. Kelley hat für die Leser ein paar kleine Überraschungen parat. So wird man von Charakteren unangenehm überrascht und hinterfragt die wahren Interessen. Es gelingt Kelley Armstrong den Leser bei Laune zu halten. Und obwohl die Clique sich überwiegend auf der Flucht befindet d. h. in irgendwelchen abbruchreifen Häusern versteckt und läuft und läuft, empfand ich „Seelennacht“ nicht als langatmig. Immer wieder müssen sich Chloe & Co. davor hüten nicht geschnappt zu werden, denn die Edison Group ist ihnen immer noch auf den Fersen.

Mein gesamter Eindruck von „Die dunklen Mächte: Seelennacht“ ist gut. Sicherlich schon allein von der hervorgerufenen Atmosphäre nicht zu vergleichen mit dem ersten Buch, denn das Lyle House ist in weite Ferne gerückt. Dennoch empfand ich das zweite Buch nicht als schlechter. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, was der Geschichte den nötigen Spannungsbogen verliehen hat. Autorin Kelley Armstrong läßt den Leser zum Ende des Buches ganz schön auflaufen mit noch vielen offenen Fragen. Aber ich bin zuversichtlich, dass mit dem letzten Band „Die dunklen Mächte: Höllenglanz“ noch einmal richtig vollgas gegeben wird. Und dieses Buch liegt bereit um ganz bald von mir gelesen zu werden. 😀

Meine Rezension zu „Die Dunklen Mächte: Schattenstunde“ ist hier nach zu lesen.

 

 

Buchtitel: Die dunklen Mächte: Seelennacht

Seiten: 368 (gebundene Ausgabe)

Verlag: PAN

ISBN: 978-3426283424

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