Rezension zu „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ von B. Miller / J. Orlando

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 3 Nestgeflüster

 

 

Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen

 

 

Die Autoren:

Barnabas Miller hat schon diverse Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geschrieben. Außerdem komponiert und produziert er Musik für Spielfilme und Fernsehsendungen. Er lebt zusammen mit seiner Frau, Katze Ted und dem Hund Zooey in New York.

Jordan Orlando veröffentlichte seinen ersten Roman noch vor seinem einundzwanzigsten Geburtstag. Neben dem Schreiben widmet er sich der Gestaltung von Webseiten und arbeitet als Werbegrafiker und im Bereich “digitales Kino”. Er lebt in New York.

 

 

Buchinhalt:

„Du bist hübsch, beliebt, zugehörig in der coolsten Clique einer New Yorker Elite-High School. Du hast die größten Bewunderer und zugleich Neider. Mary Shayne, du spielst die Rolle der unnahbaren Upper East Side Prinzessin wirklich perfekt…denkst du. Doch deine ach so perfekte Welt, in der für dich nur zählt, wer die chicksten Designerfummel, schnellsten Autos und den süßesten Typ hat, bekommt einen tiefen Rieß. Das versprechen wir dir. Zunächst einmal wachst du an deinem 17. Geburtstaug aus dem Dornröschenschlaf auf. DEIN Tag!! Doch du fühlst dich nicht wohl, stimmts? Es ist nicht dein Bett in dem du liegst, sondern das eines sterilen Einrichtungshauses. Und wo sind deine Klamotten hin? Tse…ebenso futsch wie die Erinnerung von letzter Nacht, wie?! Doch liebe Mary, dies ist erst der Anfang. Denn an deinem Ehrentag wirst du nicht deine Existenz zelebrieren, sondern sie fürchten. Denn dies ist der Tag an dem du erfahren musst, dass dich eigentlich jeder von uns hasst. Mary Mary, weinst du etwa? Bist du verzweifelt?! Das tut uns aber garnicht leid….“

 

 

Persönliche Meinung:

Das Autorengespann Barnabas Miller und Jordan Orlando gewähren in ihrem Roman dem Leser Einlass in die fiktive, oberflächliche Yuppie Welt der Upper East Side Kids. 17-jährige Grünschnäbel, die Dank des Reichtums der Eltern jeden Realitätssinn verloren haben und sich ihre Welt mit teuren Designerklamotten, noch teureren Autos, Alkohol, Drogen und ausschweifenden Parties versüßen. Wie passt da Protagonistin Mary Shayne rein? Abgesehen vom leeren Bankkonto ihrer alleinerziehenden, depressiven Mutter, den oftmals geliehenen Klamotten ihrer reichen Freundinnen und von der kleinen Wohnung im falschen Viertel von NYC, eigentlich ziemlich perfekt. Denn Mary Shayne hält, trotz ihrer Herkunft, bemerkenswerter Weise jeder für das absolute It-Girl, die Schönste. Doch Schönheit allein genügt selbst der versnobten Teenager Society nicht. Und so sieht sich Mary Shayne bald einem riesen Problem gegenüberstehen. Irgend jemand denkt sich auf einmal, dass er sie eigentlich mal schlichtweg umbringen muss. Nur wer? Denn die Freunde scheinen sie alle eigentlich zu hassen.

Mir wurde das Buch von so einigen Seiten empfohlen. Lobeshymnen hagelte es nieder. Zunächst war ich stutzig, aber dann ließ ich mich von der Euphorie doch sehr anstecken. Richtig gefreut habe ich mich auf das Buch. Und dann begann ich zu lesen. Ich las und las…und hatte das Gefühl, dass ich überhaupt nicht voran kam. Es gibt spannend, erzeugte Plots. Keine Frage. Mysteriös, fast gespenstisch und mit einem Schuss Thrill. Für mich gab es aber so einige Ungereimtheiten, Zusammenhänge die ich lange nicht verstand, weil sie wirklich raffiniert über die Geschichte gestreut wurden. Zur Aufklärung einiger offenen Fragen kommt es erst sehr sehr spät. Insgesamt wurde mir persönlich zu viel um den heißen Brei herum geschrieben. Die Kapitel zogen sich für mich endlos hin. Zudem blieben mir die Charaktere relativ fremd und ich war nach ca. 200 (von über 400 Seiten) echt genervt. Was machte ich also? Richtig. Ich gab mir die Schuld. Alle anderen fanden es ja gut. Aber alles gut Zureden half nichts. Und so sitze ich nun hier und bin wirklich enttäuscht von mir, dass mich „Seven Souls“ so enttäuscht hat.

 

Mein Fazit: „Seven Souls“ hat einige gute Ansätze und spannende, düstere fast gespenstische Handlungen. Die Grundidee gefiel mir gut. Dennoch ist es für mich kein herausragendes Buch, da ich unter anderem weder zur Protagonistin noch zu den Nebencharakteren irgendeinen Bezug finden konnte. Ich möchte nicht, dass sich irgend jemand von meinen Worten abgeschreckt fühlt, dieses Buch doch zu lesen. Es gibt, wie gesagt, sehr viele gute Meinungen. Ich wünschte mir wirklich von Herzen, ich hätte es so sehr gemocht wie viele andere. 🙁

 

 

Buchtitel: Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen

Seiten: 416 (gebundene Ausgabe)

Verlag: Arena

ISBN: 978-3401064482

 

 

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    3 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ von B. Miller / J. Orlando”

    1. Lisa am 20. September 2011 um 20:13 Uhr

      Jeder hat seinen eigenen Geschmack und nicht jedes Buch, das „allen“ gefällt, ist dann etwas für dich persönlich.
      Gerade aber diese Ausnahmen der Regel finde ich doch wieder interessant zu lesen, da es unsere Unterschiedlichkeit hervorhebt und jeder mit einem Buch und dessen Geschichte anders umgeht.
      Ich habe das Buch schon länger auf der Wunschliste – aber da sind noch sooo viele andere Bücher, die ich eher haben möchte, deswegen mache ich mir da keinen Stress – es läuft ja nicht weg.
      Dennoch eine schöne Rezension Mäusken 🙂
      LG

    2. Sandy am 20. September 2011 um 19:56 Uhr

      Hi! Nun ja, es ist mein Empfinden vom Buch. Es gibt sehr viele gute Meinungen. Ich denke, man sollte einfach seinem Bauchgefühl folgen. 😉

    3. Sandra am 20. September 2011 um 18:09 Uhr

      Puhhh da bin ich echt froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft habe. Ich glaube nicht, dass es mir besser gefallen hätte. Danke für deine Rezi 🙂

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