Rezension zu „Wer schön sein will, muss sterben“ von Michele Jaffe

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Wer schön sein will muss sterben

 

 

 

Wer schön sein will, muss sterben

 

Die Autorin:

Michele Jaffe verbrachte ihre Kindheit in Los Angeles, Kalifornien. Sie studierte später an der Harvard University und promovierte in Vergleichende Literaturwissenschaft. Nach ihrem Studium wollte Michele Jaffe ursprünglich FBI-Agentin werden, hat sich letztlich aber für das Schreiben entschieden. Zusammen mit ihrem Mann lebt Jaffe heute in Las Vegas.

 

Buchinhalt:

In einem Moment ist die 16-jährige Jane mit ihren Freundinnen auf einer Party. Spaß will sie haben und eine besondere Nacht mit ihrem Freund David verbringen. Doch die Party verläuft anders als erwartet. Jane wacht im Krankenhaus auf. Ohne jegliche Erinnerung an den ganzen Abend und mit furchtbaren Wunden im Gesicht. Sie kann sich nicht rühren, ist gelähmt. Und während ihre Familie und Freunde sich am Krankenbett versammeln und ihr Zimmer mit Geschenken überhäuft wird, läßt Jane dieses unangenehme Bauchgefühl nicht los. Das Gefühl, dass ihr jemand nach dem Leben trachten will. Dieses bestätigt sich kurze Zeit darauf für sie, als sie seltsame Nachrichten erhält. Doch niemand will ihr Glauben schenken. Polizei und Ärzte führen ihr Verhalten auf ein psyschisches Trauma zurück. Sie ist schließlich die beliebte, schöne Jane. Und so steht sie nicht nur mit dem Gefühl alleine da, dass in dieser Nacht kein furchtbarer Unfall geschehen ist sondern das jemand sie umbringen wollte. Sie weiß nicht mehr, was wirklich passiert und was durch die Medikamente hervorgerufen wird. Doch wenn sie tatsächlich jemand töten wollte, dann läuft der Täter noch frei herum.

„…Ich dachte, dass wäre mein Leben. Wie in einer Make-up-Werbung. Und es war perfekt. Nur fünfeinhalb Stunden später werde ich halbtot in einem Rosenstrauch liegen.“

 

Persönliche Meinung:

Zunächst möchte ich auf die Protagonistin von „Wer schön sein will, muss sterben“ eingehen. Jane ist ihr Name, sie ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Annie in dem „protzigen“ Haus ihres zukünftigen Stiefvaters. Nun möchte man bei so einem Buchtitel und Klappentext meinen, dass Jane einen furchtbaren Charakter haben muss und den Titel Beauty Queen tragen sollte. Auf mich wirkte sie jedoch mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr wie ein Mädchen, welches ihr handeln grundsätzlich auf ihr Gegenüber zurecht schneidet. Sie möchte es ihren Freunden, allen voran Kate und Langley, und ihrem Freund David immer Recht machen. Das dies nicht wirklich funktionieren kann, weiß jeder nur Jane nicht. Sie als Opfer sehen konnte ich sie dennoch nicht. Selbstbezogen und doch sehr oberflächlich ist sie sicher. Aber war sie immer so? Oftmals dachte ich mir, wieso man sich selbst so aufgeben kann um bloß von jedem geliebt zu werden, wie Jane es tut. Hierbei ist wohlgemerkt die Rede von der Liebe und Aufmerksamkeit, die sie sich von ihren Freunden wünscht. Nicht selten konnte ich die Gedankenstränge von Jane zwar nicht nachempfinden, aber sie hassen?! Nein. Nebencharaktere wie Kate und Langley wurden sicherlich nicht ganz ohne Hintergedanken von der Autorin so undurchsichtig dargestellt. Gleiches galt für ihren Freund. Könnte es doch jeder gewesen sein, der/die versucht hat Jane zu töten. Das Verhältnis zur Familie scheint auch nicht gerade prickelnd zu sein. So eine Person wie Janes Mutter, hätte meine Mutter mit Sicherheit gerne mal zur Seite genommen.

Der Aufbau des Buches gefiel mir ganz gut. So hat Autorin Michele Jaffe ihre Protagonistin immer wieder in ‚Flashbacks‘ tauchen lassen. Da Jane nach ihrem „Unfall“ ihr Gedächnis verloren hat, sind alte Erinnerungen ihr einziger Strohhalm. Der Leser erfährt so einiges über Janes Vergangenheit, längst vergessenen Kummer, ihre große Leidenschaft für die Fotografie und wie sie früher einmal war. Man erfährt, wie sie ihre Freunde kennengelernt hat und welche Geheimnisse sie hat. Der Schreibstil ist leicht zu verstehen. Die kurzen Kapitel sehr angenehm. Wieder gewonnene Erinnerungen sind für den Leser zum besseren Verständnis kursiv hinterlegt. Spannende Plots hat „Wer schön sein will, muss sterben“ auch zu bieten. Fingernägel wurden bei mir vor nervenzerrreißender Spannung, aber nicht runter gekaut. Und auch die Auflösung hat mich nicht zu sehr überrascht. Junge Mädels werden aber ganz sicher ihre Freude an diesem Buch haben.

„…Ich muss hier raus, ich muss mich bewegen können, das hier darf nicht mit mir passieren, das hier darf nicht sein!…“

Buchtitel: Wer schön sein will, muss sterben

Seiten: 442 (gebundene Ausgabe)

Verlag: FJB

ISBN: 978-3-841421203

 

 

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