Rezension zu “Soul Screamers 1 – Mit ganzer Seele” von Rachel Vincent

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Soul Screamers 1 – Mit ganzer Seele

 

 

Die Autorin:

Rachel Vincent lebt in San Antonio und hat als Absolventin der University of Central Oklahoma einen BA in Englisch. Sie teilt ihr Heim mit zwei schwarzen Katzen (Kaci und Nyx) und ihrem Nr. 1 Fan. Rachel ist älter als sie aussieht – ernsthaft – und jünger als sie sich fühlt. Mehr Infos über Rachel gibt es auf ihrer Website oder auch auf ihrem Blog, wo sie sehr aktiv schreibt.

 

 

Buchinhalt:

Mit ihrer besten Freundin schleicht Kaylee sich eines Abend durch die Hintertür in einen Club. Eine tolle Nacht soll es für sie werden. Als dann noch Nash, der absolute Mädchenschwarm der Schule, sie anspricht und mit ihr tanzt, scheint alles wie ein Traum. Doch schon bald landet sie unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Plötzlich entdeckt Kaylee in der Menge ein Mädchen, welches umgeben ist von schwarzen Nebel. Kaylee spürt Übelkeit in sich aufsteigen und der Drang laut zu schreien brennt wie Feuer in ihrer Kehle. Öffnet sie den Mund nur ein Stück, so weiß sie wird jeder ihr furchtbares Geschrei hören. Panisch, schweißgebadet und voller Angst flüchtet sie schnell vor Nash und der tanzenden Menge. Die Chance bei Nash scheint verpufft, denkt sie in der einen Minute. Doch in der nächsten Minute sitzt er überraschend neben ihr und beruhigt sie. Kurze Zeit später erfahren beide, dass das im schwarzen Nebel getauchte Mädchen noch in der gleichen Nacht gestorben ist. Und bei diesem einen Todesfall soll es nicht bleiben. Mehr Mädchen sterben ganz plötzlich und Kaylee sieht ihren Tod voraus, immer mit dem Gefühl gleich wieder los schreien zu müssen. Der Tod schläft nicht und Kaylee macht sich Sorgen, wer ihr wohl als nächstes einen Schrei entlocken wird.

 

 

Persönliche Meinung:

Schon vor geraumer Zeit zog Rachel Vincents erstes Buch aus der Soul Screamers-Reihe bei mir und hing dann erstmals in meiner Warteschleife fest. So richtig in Stimmung für die Geschichte, kam ich jedoch erst jetzt.

In Soul Screamers bedient sich die Autorin einer noch recht unberührten, fantastischen Figur. Ein Sagenwesen namens Banshee, welche den Tod eines Menschen besingt bzw. ‘herausschreit’. So nahm sich Rachel Vincent die Banshee als Hauptfigur und schnitt sie sich ihren Vorstellungen entsprechend zurecht. Kaylee ist der Name der Protagonistin. Natürlich weiß das junge Mädchen zu Beginn nicht, was sie eigentlich ist. Sie lebt das Leben eines normalen amerikanischen Mädchens. Geht zur Highschool, verdient sich im örtlichen Kino Geld dazu und ist am liebsten mit ihrer besten Freundin zusammen. Kaylee lebt seit vielen Jahren bei Onkel, Tante und der zickigen Cousine. Die Mutter starb als sie noch ein kleines Mädchen war und der Vater lebt seither im fernen Irland, wo er sich vor seiner Vaterrolle zu drücken scheint. Alles läuft also eigentlich in geregelten Bahn, wäre da nicht manchmal dieses furchtbare Bedürfnis in Kaylee unerträglich laut los zuschreien. Die Familie sah diese Anfälle schon als so besorgniserregend, dass Kaylee in Behandlung musste.

Eines Abends, während eines geheimen Clubbesuchs mit ihrer besten Freundin Emma, nehmen die Dinge ihren Lauf. Zunächst noch tanzte Kaylee mit dem unwiderstehlichen Nash und schon sieht sie Nebel um ein ihr unbekanntes Mädchen aufsteigen. Das Brennen in der Kehle wird unerträglich und der Schrei lässt Kaylee fast verzweifeln. Blanke Panik steigt in ihr auf und lässt sie den Club fluchtartig verlassen. Kaylee glaubt schon, dass sie wieder ihre Pillen nehmen sollte, als plötzlich Nash neben ihr sitzt und sie beruhigt. So vertraut sie ihm an, was ihr gerade geschehen ist und dass das Mädchen sterben wird. Überraschend ruhig reagiert Nash und bleibt tröstend an Kaylees Seite. Das ungute Gefühl in ihr jedoch bleibt…und bewahrheitet sich leider kurze Zeit später. Nachdem sie wieder spürt, dass die Seele eines Mädchens ihr zu entgleiten droht, kommt die Wahrheit ans Licht. Doch Kaylee muss nicht nur mit ihrem neuen Schicksal fertig werden, es kommen harte Tage auf sie und die nächsten Opfer zu.

Mit Protagonistin Kaylee hat Rachel Vincent ein sympathisches, mutiges Mädchen geschaffen, dass sich sehr schnell seinem Schicksal stellt. Vielleicht nimmt sich Kaylee diesem Schicksal so schnell an, weil sie schon seit einiger Zeit das Gefühl hat, dass mit ihr etwas nicht stimmt. In den Folgebänden erhoffe ich mir, dass sich Kaylee (und ihre Kräfte) ganz selbstständig noch mehr entfaltet.

Nash ist zunächst der typische Schwarm. Doch dieser Eindruck wird relativ schnell zerschlagen. Mir persönlich hat diese Wendung an Nash gefallen. Die Idee zu der Figur hat die Autorin erfrischend anders gestaltet. Sowohl Kaylee als auch Nash leben in einem interessanten, mysteriösen Umfeld. Auch begegnet Kaylee und der Leser einer Figur, die Reaper genannt wird. Über diese möchte ich, für alle die das Buch noch nicht gelesen haben, nicht mehr preisgeben. Der Tod ist in dem Serienauftakt allgegenwärtig und hinterlässt stetig eine Gänsehaut. So hat man stets mit Kaylee zu bangen, wann die nächste Person in Nebel gewoben vor ihr steht.

Was die Beziehung zwischen Kaylee und Nash angeht, so wurde ich im ersten Band noch nicht ganz überzeugt. Zu schnell baute sich eine intensive Vertrautheit und Abhängigkeit zwischen den Beiden auf. Wo ich als Leser noch wenig für Nashs plötzliches Interesse – auch nach Aufdecken der Beweggründe – an Kaylee hatte, ließ sie sich zu schnell einlullen von seiner Gutmütigkeit und Sorge. Deshalb bin ich neugierig, wie es in den Folgebüchern zwischen den Beiden weitergeht.

 

Fazit: Der Soul Screamer-Serienauftakt hat mich angenehm überrascht. Autorin Rachel Vincent ließ ihrer Fantasie für die Sagen- und Totenwelt freien Lauf. Die Charaktere sind wunderbar, interessant, mysteriös und alles andere als todlangweilig. Es gibt spannende Plots, die mich ganz schön haben frösteln lassen und es gibt leider auch kleine, etwas flachere Momente im Buch. Überraschende Entwicklungen reißen das ganze aber raus. Der zweite Teil der Serie steht bereits im Regal.

 

Buchtitel: Soul Screamers 1 – Mit ganzer Seele

Seiten: 304 (Taschenbuch)

Sprache: Deutsch

Übersetzer: Alessa Krempel

Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag

ISBN: 978-3899419467

 

 

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