Rezension zu „Numbers – Den Tod im Griff“ von Rachel Ward

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Numbers – Den Tod im Griff

 

 

Die Autorin:

1964 geboren, wuchs Rachel Ward in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt „Numbers – Den Tod im Blick“ wurde international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England.
Weitere Informationen gibt es unter: www.rachelwardbooks.com

 

 

 

Buchinhalt:

Die Welt schreibt das Jahr 2030. Zwei Jahre ist es her, dass über England der große Zusammenbruch hereinstürzte. Und mittendrin stand Adam, der sich und seine lang geheim gehütete Fähigkeit offenbarte um die Menschen zu warnen. Doch für viele kam jede Warnung zu spät. Die Städte Englands sind der Katastrophe zum Opfer gefallen. Jede Technologie wurde dem Erdboden gleich gemacht. Und jeder kennt nun Adam und zu was er in der Lage ist. Seither kämpfen sich die Menschen durch, ohne ein Dach über den Kopf, ohne jede Wärme. Auch Adam, seine Freundin Sarah, ihre Tochter Mia und die Geschwister Marty und Luke sind seit zwei Jahren unterwegs. Niemals können sie sich an einem Ort länger aufhalten. Adam fürchtet zu sehr die Aufmerksamkeit der Menschen, die in ihrer Notlage den jungen Mann für sich nutzen wollen.
Eines Abends, so scheint es, möchte der mysteriöse Saul der kleinen Familie helfen. Saul handelt im Auftrag der Regierung und möchte Adam helfen mit seinen Fähigkeiten gutes zu bewirken. Doch Adam und Sarah trauen dem Ganzen nicht. Mit Recht. Kurze Zeit später müssen sie entdecken, dass nachdem sie Sauls Angebot ausgeschlagen haben, Sarahs kleines Mädchen Mia entführt wurde.

Nach einer fast tödlichen Verfolgungsjagd erwacht Adam in einem hochgesicherten Bunker wieder. Sarah und Mia sind auch dort, jedoch erleben sie getrennt voneinander den Albtraum ihres Lebens.

Was haben diese Menschen nur mit ihnen vor? Werden sie jemals das Tageslicht wiedersehen?

 

 

Persönliche Meinung:

Natürlich habe ich sowohl Band eins als auch Band zwei der Numbers-Trilogie gelesen. Die Entwicklung in Hinblick auf Rachel Wards Schreibstil ist äußerst präsent. Während im ersten Teil der Trilogie zwischen den Charakteren noch ein karger, ruppiger Jargon auf den Buchseiten herrschte, nahm dies im zweiten Band etwas ab. Im dritten, finalen Teil „Numbers – Den Tod im Griff“ wichen die Kraftausdrücke größtenteils einer sehr angenehmen Jugendsprache. Verbunden mit der durchwegs fesselnden Handlung ist dieses Buch, meiner Ansicht nach, Rachel Wards stärkste Arbeit aus der Trilogie. Zu keinem Zeitpunkt fühlte ich mich gelangweilt.

In „Numbers – Den Tod im Griff“ wird das Schicksal um Adam, Sarah und Mia besiegelt. Wie auch in Band zwei, schreibt die Autorin Rachel Ward wieder aus Sicht der Protagonisten Adam und Sarah in wechselnden Kapiteln. Die Kapitel sind gewohnt kurz gehalten und versprechen ein wirklich nervenaufreibendes, kurzes Lesevergnügen. Es wird kurz auf vorherige Ereignisse, welche die Situation erklärt, eingegangen. Langatmige Erklärungen sind hier glücklicherweise fehl am Platz.

Die Handlung an sich habe ich bereits oben in eigenen Worten wiedergegeben und möchte nicht mehr zu sehr ins Detail gehen. Schließlich handelt es sich hier um das große Finale, wo nicht zu viel preisgegeben werden sollte.

Jedoch möchte ich ein bisschen auf die Charaktere eingehen. Protagonist Adam ist mit seinen gerade mal 18 Jahren durch die Geschehnisse sehr gewachsen. Seine Verantwortung und Liebe gegenüber seiner kleinen Familie ist ihm wichtig. Mia sieht er als sein eigenes Kind und liebt sie abgöttisch. Adam scheut jedoch oft die Anwesenheit von anderen, sobald Menschen zu viel Interesse an seinen Fähigkeiten zeigen. Obwohl die Zeit hart ist, ohne ein Heim und immer auf Reisen, versuchen sich Adam und Sarah nicht unterkriegen zu lassen.

Sarah habe ich oftmals als Adams „Gewissen“ während des Lesens gesehen. Was Sarah sagt, ist Adam sehr wichtig. Durch ihre Mutterrolle ist Sarah noch reifer geworden. Sie möchte nicht mehr umherziehen und sehnt sich danach, mit ihrer Familie einen Wohnsitz zu haben.

Die 2-jährige Mia, Sarahs Tochter, ist ein außergewöhnliches und begabtes Mädchen. Es ist der schiere Wahnsinn, was sie und ihre Eltern während der Zeit im Bunker erleiden müssen. Teilweise waren mir einige Szenen im Bunker fast schon zu brutal. Aber das steht natürlich auch für Rachel Wards Numbers-Bücher. Die erschreckenden Plots reißen den Leser in einen wahren Gefühlsstrudel und ich hätte ein paar Mal gerne, wie bei einem spannenden Thriller im Fernsehen, die Hände vor die Augen geschlagen.

 

Fazit: Mit einem weinenden und lachenden Auge verabschiede ich mich von dieser Trilogie. Weinend, weil mir die Charaktere so ans Herz gewachsen sind. Lachend, weil Rachel Ward mit „Numbers – Den Tod im Griff“ nochmal richtig draufgelegt hat. Ich fühlte mich wieder sehr unterhalten. Man kann nicht oft von dem letzten Buch einer Trilogie/Reihe sagen, dass es das stärkste war. Doch liebe Frau Ward, dieser Abgang ist richtig stark! Ich hoffe, noch sehr viel von dieser Autorin zu lesen.

Meine Rezensionen zu den ersten beiden Büchern gibt es hier und dort (nicht lesen, wenn die Bücher noch nicht bekannt sind!).

 

 

Buchtitel: Numbers – Den Tod im Griff

Seiten: 320 (Taschenbuch)

Sprache: Deutsch

Übersetzer: Uwe-Michael Gutzschhahn

Verlag: Carlsen (Chickenhouse)

ISBN: 978-3551520371

Empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

 

 

 

 

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    2 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Numbers – Den Tod im Griff“ von Rachel Ward”

    1. Lena am 27. April 2012 um 10:33 Uhr

      Wir beide sind tatsächlich in jedem Punkt einer Meinung 🙂
      Schöne Rezi, du sprichst mir wirklich aus dem Herzen!!!
      LG

      • Sandy am 27. April 2012 um 10:39 Uhr

        Ja, das sind wir! 😀
        Danke sehr! Ich hüpfe gleich mal zu dir „rüber“. Gestern Abend war ich nicht mehr online!

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