Rezension zu „Masque of the red Death“ von Bethany Griffin

Kategorie: Up(to)date | 2 Nestgeflüster

 


Masque of the red Death

Serie: #1 of Red Death Saga

Autorin: Bethany Griffin

Seiten: ca. 336 (Hardcover)

Verlag: Greenwillow Books

Sprache: Englisch

Preis: ca. 13,80 EUR (D.land)

ISBN: 978-0062107794

 

 

Die Autorin…

Bethany Griffin wurde in Louisville geboren. Sie studierte Englisch, Creative Writing, Literatur und Mythologie. Während ihrer College Zeit traf sie auch auf ihren jetzigen Ehemann. Da sie vom Schreiben erstmal überhaupt nicht leben konnte, entschloss sie sich dazu zu unterrichten, was sie gelernt hatte. Doch obwohl ihr das Unterrichten sehr viel Freude bereitet, verbannte sie den Gedanken daran Schriftstellerin zu werden niemals. “Masque of the red Death” ist Bethanys erstes Buch. Es erschien im April 2012 bei Greenwillow Books. Die Rechte für die deutsche Veröffentlichung im November 2012 sicherte sich der Goldmann Verlag.

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Der Plot…

Alles liegt in Trümmern. Die Stadt ist umhüllt von Hoffnungslosigkeit. Eine verheerende Seuche hat bereits vor Jahren die Bevölkerungszahl drastisch reduziert. Diejenigen, die bisher verschont wurden, leben in täglicher Angst um ihr Leben. Wann trifft es sie? Denn nur die gehobene Klasse kann sich die puppenähnlichen Gesichtsmasken leisten, die deren Träger davor bewahren sich durch die Luft mit der Seuche anzustecken und irgendwann qualvoll zu sterben.

Die junge Frau Araby Worth gehört zu diesen Menschen. Sie trug die allererste Maske, denn ihr Vater – ein Wissenschaftler – hat die Masken entwickelt. Doch Araby Worths Welt ist, trotz ihrer schönen Kleider, dem glitzernden Make-up und unzähligen Masken, düster und für sie kaum zu ertragen. Ihre Verzweiflung und Schuldgefühle führen sie fast täglich in den Debauchery Club. Dort locken wilde Parties und Vergessenheit durch den faszinierenden und anziehenden jungen Mann William, sowie den Clubinhaber und Aristokraten Elliot. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Sowohl Will als auch Elliot bieten ihr Möglichkeiten und geben längst vergessene Hoffnung. Doch beide haben Geheimnisse, genau wie Araby…wie jeder.

In der Finsternis der Stadt werden Lügen und Täuschung zur Wahrheit gemacht. Araby möchte auf einmal kämpfen. Koste es, was es wolle.

 

 

Meiner Ansicht nach…

Zunächst muss sollte hervorgehoben werden, dass ich die Originalvorlage von Edgar Allan Poe nicht gelesen habe und daher auch nicht beurteilen kann, ob sich die Autorin an die Vorlage des Schriftstellers gehalten hat.

Worte die mir während des Lesens von „Masque of the red Death“ und die sehr atmosphärischen Eindrücke eingefallen sind: grau, düster, Tod, Verzweiflung, Melancholie, Selbstzerstörung, Hoffnung, Trauer, Wahnsinn. Eine gewisse Note Steampunk ist auch nicht zu vergessen.

Die atmosphärische Stimmung überraschte mich nicht weniger als Protagonistin Araby Worth selbst. Innerlich zerrissen schreitet sie durch eine von der Seuche zertrümmerte Stadt. Während Menschen – denen wirklich keine Zukunft mehr gegönnt ist – um ihr Stückchen Leben kämpfen, zerfloss Araby in ihrem eigenen Leid. So lässt sie sich, gekleidet in teuren Kleidern und geschützt durch ihre schöne Maske, in einen Drogenrausch nach dem nächsten gleiten um ihre inneren Dämonen und den Selbsthass zu betäuben. Ich benötigte etwas Zeit um mit Araby ‚warm zu werden‘. Es war gar ein holpriger Start. Doch je länger ich mich durch die Seiten blätterte, desto tiefer ging mir nicht nur Arabys Schicksal. Mir gefiel es, dass ich einen Charakter vor mir hatte der einmal nicht sorglos in sein Unglück stürzte sondern den Tod und das Elend schon kennt. Arabys Veränderung ist ein langsamer, glaubwürdiger Prozess.

Nebenfiguren, wie William und seine kleine Familie schloss ich genauso schnell in mein Herz wie die Protagonistin. Und auch Arabys gemischte Gefühle gegenüber Elliot waren für mich absolut nachvollziehbar. Beide Figuren sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Und doch umgibt sie etwas, dass mich unruhig sein ließ. Natürlich könnten andere diese Dreiecksbeziehung mit einem fahlen Beigeschmack sehen. Seltsamerweise störte ich mich daran nicht. Den Grund dafür nenne ich nicht, da ich sonst zu sehr ausschweifen würde.

Bethany Griffins „Masque oft the red Death“ als eine Dystopie zu bezeichnen, wäre meiner Ansicht nach vollkommen verkehrt. Die Geschichte um Araby Worth könnte genauso gut in der jetzigen Zeit spielen, denn eine Jahresangabe ist nicht zu finden. Bethanys Schreibstil ist nicht außergewöhnlich, aber dennoch kettete er mich an die Buchseiten.

Was ich an diesem Buch liebe ist, dass es einige Überraschungen gibt. Und ich habe absolut keine Vorstellung, in welche Richtung Araby und Co. in der Fortsetzung gehen könnten. Alles kann passieren. Es bleibt einiges offen.

 

 

Tacheles…

Die atmosphärische Düsternis wird zum einen erzeugt durch die Seuche und das Leid der Menschen in der zerstörten Stadt. Zum anderen bekommt der Leser ein Bild von ausschweifender Dekadenz, dem Drogenrausch und Machtbesessenheit. Was von beidem beängstigender wirkt, bleibt im Auge des Betrachters. Doch diese Mischung, sowie geheimnissvolle Charaktere und das Steampunk Gefühl lässt „Masque of the red Death“ für mich aus der aktuellen Büchermasse hervorstechen. Ein Buch, vielleicht nicht für jedermann etwas. Mir gefiel es nach einem holprigen Start jedoch äußerst gut.

 

 

   

 

 

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    2 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Masque of the red Death“ von Bethany Griffin”

    1. Kermit am 23. Dezember 2012 um 10:44 Uhr

      Vielen Dank für deine Rezi! Jetzt weiß ich, dass das Buch wohl doch nichts für mich ist. Die Dreiecksgeschichte würde mir schon ein bisschen Lesefreude nehmen und ich glaube auch nicht, dass ich mit Araby und ihren Drogen-Nächten warm werden würde. Dabei ist das Cover so schön ;_; Vielleicht kaufe ich es mir irgendwann einfach als Deko fürs Regal 😉

      • Sandy am 24. Dezember 2012 um 12:34 Uhr

        Also, als eine Dreiecksgeschichte habe ich das nicht gesehen. Es geht ziemlich klar hervor, wen Araby anziehend findet und wer ihr eher Mittel zum Zweck ist. Auch Arabys Drogennaechte schwingen nur Anfangs mit. Sie selbst verändert sich, was mir gut gefallen hat. 😉

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