Rezension zu „Uprising – Children of the Gods #2“ von Jessica Therrien

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 2 Nestgeflüster

 

Für alle die ”Oppression” nicht kennen, könnte diese Rezension Spoiler enthalten!!

 

 

Uprising_Jessica Therrien

Uprising – Children of the Gods #2

Autorin: Jessica Therrien

Seiten: 384 (Taschenbuch)

Verlag: Zova Books

Sprache: Englisch

Erstveröffentlichung: Mai 2013

ISBN:  978-0984035090

 

 

 

 

Die Autorin…

Jessica Therrien ist Autorin der Bücher “Oppression” sowie „Uprising“ aus ihrer Paranormal Romance-Reihe >Children of the Gods<. Jessica wuchs in dem kleinen Ort Chilcoot/Kalifornien, hoch in den Sierra Nevada Bergen, auf. Da dort nie viel los war, ermutigte Jessicas Mutter (eine Lehrerin) ihre Kreativität auszuleben. So entdeckte Jessica ihre Leidenschaft für Sprachen, Kunst und natürlich auch Bücher. Jessica ist Absolventin der San Diego State University. Sie lebte von 2005 bis 2006 für ein Jahr in Taiwan, wo sie ihr Chinesisch vertiefte. Die frischgebackene Mama lebt mit ihrem Ehemann und Söhnchen in Chula Vista/Südkalifornien. Momentan ist Jessica Vollzeit-Mama und schreibt mit Baby im Arm (buchstäblich) am dritten Teil der >Children of the Gods< Reihe, welcher im Jahr 2014 veröffentlicht werden soll.

 

 

 

Der Plot…

Elyse hat alles in ihrer Macht stehende getan, um ihre Freunde und Lieben aus der Reichweite des Rates in Sicherheit zu bringen. Solange jeder glaubt, sie sei tot, hat sie Zeit zum Ausruhen. Neue Kraft muss sie schöpfen und für den Krieg trainieren. Denn ein Krieg ist unvermeidlich. Als Elyse die Nachricht erhält, dass Anna und Chloe geschnappt wurden, muss sie ihr Versteck frühzeitig aufgeben. Viel wird von ihr erwartet. Doch ist sie schon bereit? Elyse, die gerade erst über ihre Bestimmung erfahren hat und einen Kampf niemals wollte, muss eine Armee um sich scharren. Ihr Feind soll nicht über sie siegen. Zu viele Menschen, die sie liebt, sind in Gefahr. Zu viel steht auch für die normale Menschheit auf dem Spiel. Es ist Zeit für die Freiheit und gegen jede weitere Unterdrückung anzukämpfen.

Doch wie kämpfen, wenn Elyse es nie getan hat? Wie kann sie die Kunst des Krieges weitergeben, wenn sie diese selbst nicht beherrscht? Da sind auch die Worte und Prophezeiungen des Orakels nicht nützlich, um den mächtigsten aller Götter-Nachkommen zu vernichten. Sie und ihre Armee müssen den Rat so weit in die Knie zwingen, dass die Mauer der ewig dauernden Unterdrückung einstürzt. Doch hierfür muss Elyse dem Rat erschreckend nah ans Genick treten und riskiert, dass ihr Feind ihr eigenes bricht.

 

 

 

Meiner Ansicht nach…

Im letzten Jahr gab es eine kleine, überschaubare Anzahl von Autoren die ich für mich entdeckt habe. Jessica Therrien gehörte mit ihrem Children of the Gods-Auftakt „Oppression“ (dt. Übers. „Unterdrückung“) zu diesem Kreis. Griechische Mythologie ist ein faszinierendes Geschichtsthema und ist auch beliebt bei Autoren des Fantasy-Genres. Doch wenn man sich nicht ausreichend mit all der Historie auskennt, kann der Schuß mächtig nach hinten losgehen. Im Falle von Jessica Therrien war ihr Debüt hingegen wie eine kleine frische Brise. Ein kompliziert scheinendes Konstrukt erklärte sie spielend einfach und führte mich sachte durch den Plot von „Oppression“. Mit Ideenreichtum und einem herrlich einfachen, aber sehr schönen Erzählstil konnte mich Jessica Therrien überzeugen. Ihre Protagonistin Elyse und ihr auserwählter göttlicher Freund William bildeten ein tolles Team. Elyse ist durch ihre mächtigen Kräfte – ihr Blut kann heilen und töten – der Schlüssel zur Prophezeiung und somit die Hoffnung aller unterdrückter ‚Children of the Gods‘. Das wichtigste Bindeglied der Blutlinien und somit die größte Gefahr für den skrupellosen Rat.

Die Erfahrung läßt mich in der Regel vorsichtiger an den zweiten Teil einer Reihe/Trilogie herangehen. Auf Jessicas Fortsetzung „Uprising“ war ich furchtbar neugierig und machte mir mal keinen Kopf über den ‚ersehnten Urknall‘.

Über den Inhalt von „Uprising“ möchte ich so wenig wie möglich preisgeben. So viel sei gesagt: die Fortsetzung schreit ‚Krieg‘. Das kündigte sich aber auch schon im ersten Teil an. Kriege erfordern in der Regel eine Strategie, um im richtigen Moment an den schwächsten Punkten effektiv zu verletzen, egal wie blutig oder unblutig es dabei auch ausgehen mag.

Der Beginn des Buches schließt unmittelbar am Ende des ersten Teils an. Es gibt weder für Elyse, William & Mac, noch für den Leser eine Gelegenheit zum Ausruhen. Angst, Druck und Zweifel sitzen Elyse im Nacken. Und sie muss während ihres ersten Kampftrainings Schläge einstecken. Doch für Elyse ist es nicht nur eine körperliche Herausforderung sich auf den Rat vorzubereiten. Es ist auch eine Suche von Ellie nach dem richtigen Weg für alle. Sie ist entgegen ihrer Freunde und Verbündete erst seit kurzem mit ihrer wahren Existenz vertraut. Es werden große Erwartungen in sie gesetzt und Entscheidungen von ihr abverlangt. Dabei fühlt sie sich oftmals verloren und überfordert. Elyse Gefühle wirkten auf mich nachvollziehbar. Auch wie sie damit umgeht wurde authentisch umgesetzt. In gewisser Hinsicht ist sie ängstlich, stur und begeht dabei einige Fehler. Aber ohne jeden Zweifel reift Elyse. Sie verändert sich innerlich und äußerlich, ist und bleibt aber für mich ein Symphatieträger.

Ihr Verhältnis zu William hat mich wieder angenehm für sich eingenommen. Für Kitsch und viel Romantik – wie im ersten Teil – ist in „Uprising“ nicht viel Zeit, doch die Liebe der beiden ist intensiv. Und auch Probleme zollen ihren Tribut auf das junge Glück. Williams Part ist nicht so ausgeprägt wie im ersten Band. Das könnte einigen Lesern vielleicht etwas schwer aufschlagen, aber ich persönlich hatte damit kein Problem. Und ich bin sicher, dass Jessica Therrien dem im dritten Teil wieder Abhilfe schaffen wird.

„Uprising“ glänzt durch kleine und größere Überraschungen. Es kommen Wendungen von jetzt auf gleich aus dem Nichts empor. Unerwartet und teilweise herzzerreißend. Genau so etwas wünsche ich mir in einer spannenden Geschichte. Obwohl die Geschichte nicht die ganze Zeit durch Kämpfe und Action dominiert wird, hatte ich nie das Gefühl von aufkommender Langeweile. Die Gefahr ist allgegenwärtig. Jemand will Elyse fangen, spielt mit ihr Katz und Maus. Den Bösewicht hat Jessica hier vorzüglich getroffen. Man will ihm bei seinen Spielchen genauso gerne eine Abreibung verpassen, wie Elyse. Doch die Gegner sind so ungeheuer stark, dass jeder Versuch aussichtslos scheint. Neben alten Nebencharakteren kommen einige neue, interessante Figuren hinzu. Auch hier ziehe ich meinen Hut. Ich fühlte mich zu keiner Zeit davon überrollt und überfordert. Alle Charaktere und deren jeweilige Fähigkeit/Blutlinie konnte ich problemlos einordnen. Ein Beweis, wie gut Jessica die Thematik der Götter und den Hintergrund der Nachkommen im Auftakt schon erklärt hatte. Wer jedoch glaubt nicht mehr alle Figuren zusammen zu bekommen, kann sich gerne einen Überblick an der Namensliste – geordnet nach Namen, jeweiligen Blutlinien und Fähigkeiten – auf den hinteren Seiten des Buches verschaffen.

Das Einbringen von Rückblicken beherrscht Jessica Therrien übrigens auch hervorragend. Im zweiten Teil wählt sie geschickt die Momente, in denen sie auf Geschehnisse aus dem Auftakt eingeht, die gerade auch zu der Szene im Sequel passen. Dadurch wirkt alles angenehm und harmonisch umschrieben, und nicht fehl am Platz.

Das Ende des Buches beinhaltet für mich – wie auch im ersten Buch – kein Cliffhanger, jedoch ein Lustmacher auf den nächsten Teil. Und das hat bei mir noch einen viel nachhaltigeren Eindruck hinterlassen. Ich freue mich wahnsinnig auf das dritte Buch, an welchem Jessica Therrien momentan schreibt. Wie viele Bücher noch folgen von dieser Serie ist mir momentan unbekannt. Jedoch hoffe ich von Herzen, dass Children of the Gods den Weg lieber früher als später nach Deutschland findet. Jessica ist eine äußerst talentierte Geschichtenerzählerin, die es wirklich verdienen würde Beachtung hierzulande zu bekommen. Und all diejenigen, die sich fragen, ob man einen Versuch  mit den engl. Originaltiteln wagen kann ohne überfordert zu sein. JA, kann man!

 

 

Spieglein Spieglein…

Gelesen hatte ich das von der Autorin zur Verfügung gestellte, unkorrigierte E-ARC-Exemplar. Dennoch habe ich es mir gerade noch als Druckversion gekauft, weil das Buch ein Eyecatcher neben „Oppression“ ist. Der grelle Rotton des Covers hatte mich zunächst erschreckt, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Und es ist schön, dass das weibliche Model auch wieder seinen Weg vor die Linse fand. Ich hoffe sehr, dass sie für den dritten Teil ebenfalls in Erwägung gezogen wird. Sie ist für mich das perfekte Spiegelbild von Protagonistin Elyse.

 

 

 

Tacheles…

Der Auftakt „Oppression“ der Children of the Gods-Reihe erwies sich vor einem Jahr als ein gelungenes Debüt von Jessica Therrien. Mit „Uprising“ hat mich die Autorin mit ihrem bildlichen, atmosphärischen und dabei sehr einfach gehaltenen Schreibstil noch mehr begeistern können. „Uprising“ hebt den Leser in eine Welt empor voller Spannung, Dramatik und vielen Wendungen. Sehr symphatische, facettenreiche Protagonisten und Nebencharaktere sowie richtig schlimme Bösewichte, machen den zweiten Teil dieser Reihe zu einem starken, ebenbürtigen Werk. Bitte LESEN!

 

 

 

Meine Rezension von „Oppression – Children of the Gods #1“ ist hier zu lesen.

Zova Books

Amazon-Button2  S_TBD

 

 

 

 

 

 

 

Schön, dass ihr Nightingale's Blog besucht. Wenn ihr lest, freue ich mich sehr. Wenn ihr Euch mir mitteilt, noch viel mehr. Spam verschwindet jedoch durch meine Hand und wird von diesem Blog verbannt.

    2 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Uprising – Children of the Gods #2“ von Jessica Therrien”

    1. Ric am 13. Mai 2013 um 15:10 Uhr

      Jetzt bin ich wirklich noch ein wenig gespannter darauf. Gerade auch weil du sagst, Will ist nicht ganz so omnipräsent, ich finde das glaub ich gar nicht so schlecht. Im ersten Teil war mir das an ein paar Stellen ein wenig zu übertrieben. Aber nicht störend. Mal sehen, wann ich mir das zulege. Oppression muss bei mir ja auch noch ins Regal. 🙂
      Normalerweise mag ich das ja nicht so, wenn Personen auf dem Cover sind, aber hier finde ich auch dass sie zu meiner Vorstellung passt 🙂

      • Sandy am 13. Mai 2013 um 19:49 Uhr

        Im ersten Buch empfand ich es auch manches Mal zu übertrieben. In „Uprising“ hält es sich aber die Waage. Man merkt, dass es hier um einiges mehr geht. Die richtige Überraschung verrate ich ja nicht. Bin gespannt, was du davon hälst. 😉
        Ich hoffe, du kannst das Buch bald lesen. Brauche doch jemanden mit dem ich drüber quatschen kann. 😛

    Hinterlasse eine Antwort