[Review mal anders] „Tears ’n‘ Kisses – Lebe lieber übersinnlich“ von Kiersten White

Kategorie: Review mal anders, Rezensionen, Up(to)date | 6 Nestgeflüster

 

Tears 'n' Kisses_White

Tears ’n‘ Kisses –
Lebe lieber übersinnlich

Autorin: Kiersten White

Seiten: 416 (Hardcover)

Verlag: Loewe

Übersetzung:
Sandra Knuffinke & Jessika Komina

ISBN: 978-3785572405

 

 

 

Die Autorin…

Kiersten White lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in San Diego ganz nah am Meer. Vor zwei Jahren erschien das Debüt “Flames ‘n’ Roses’ im Loewe Verlag. Im letzten Jahr wurde mit Dreams ‘n’ Whispers (OT: “Supernaturally) die pinke Fortsetzung von der Amerikanerin in Deutschland veröffentlicht. Der finale Teil „Tears ’n‘ Kisses“ (OT: „Endlessly” um Damonenjägerin Evie steht ab Mitte Juni 2013 in den Buchläden.

Weitere Buchprojekte:

Im Februar 2013 ist Kierstens erster YA-Thriller unter dem Titel “Mind Games” (Publ. HarperTeen) in ihrer Heimat erschienen. Der zweite Teil ist voraussichtlich für den Winter 2014 geplant. Aber auch ein Einzelband namens “Flood and Stone” ist für Herbst 2013 vorgesehen. Da dürfen wir natürlich gespannt sein, welcher Verlag sich die deutschen Rechte dieser Werke greift.

Blog der Autorin: http://kierstenwrites.blogspot.de/

 

 

 

Ein hyper toller Plot…

Weihnachten steht vor der Tür. Evie ist mega busy und im Vorbereitungsrausch. Schließlich soll nicht nur ihr erstes Fest mit ihrem knackigen Schnuckel Lend bombastisch werden, sondern auch ein Winterball von ihr organisiert sein. Doch sich auf die existenziellen Dinge in ihrem neuen Leben zu konzentrieren ist ne schwierige Angelegenheit, wenn zum einen Ex-Chefin/Ersatzmutter Raquel ein Gerichtsverfahren an der Backe hat und zum anderen plötzlich die doofe Dunkle Königin aufschlägt und ihren Prinzen in ihr gruseliges Königreich verschleppt. Und um den totalen Bock abzuschießen, lungern bei ihr neuerdings immer mehr Paranormale rum, die unter akutem Heimweh leiden. Evie soll ein Tor öffnen…mal wieder. Problem ist nur, dass sie sich partut nicht erinnert, wie das nochmal ging und eigentlich hat sie auch keine Lust auf sowas. Aufopferungsvolle Hilfe bei der Lösung von Evies Problemen bieten ausgerechnet die zwei beklopptesten, intrigantesten Idioten ever an. Und Evie muss sich wieder mal entscheiden. Piiiiiep!!

 

 

 

Evie, ich und das Ende. Piep…?!

Es ist schon irgendwie eine traurige Angelegenheit, wenn eine Trilogie um Figuren endet die man wirklich ins Herz geschlossen hat. Im Fall der Paranormalcy-Trilogie spiegelt sich das in Wangenkneifer, Schmatzern und Arschtritte voller Imbrunst (für die Hassliebe-Objekte) wider. Egal ob bleicher Vampir, Sylphen, durchsichtiger Traumtyp, glitzernder hinterhältig schöner Feenmann und natürlich der wahr gewordene, blonde (Alb)Traum aller Paranormale. Sie alle haben mich auf ihre eigene Art verzaubert und verärgert….oder beides.

Als ich das Finale der girligsten Jugendbuch-Trilogie, die mein Buchregal hergibt aufschlug, war ich daher tief entspannt und einfach happy mich ein letztes Mal in Evies verrückte, chaotische Welt zu beamen. Bereits das Ende des zweiten Buches war fast ein Versprechen von der Autorin, das es auch im letzten Teil noch mal krachen wird. Der Plot zu „Tears ’n‘ Kisses“ sagt alles, was man wissen sollte. Kiersten White läßt die verrückte Welt ihrer Protagonistin wieder erschüttern. Die rotzfreche Dämonenjägerin muss mal wieder ran. Brisant wird es, als ihr hyper heißer Lend sich von der Dunklen Königin entführen läßt. Fuchsteufelswild wird sie und geht in Kampfstellung. Es wird dramatisch und Evie ist wieder in Hochform.

Natürlich war die freche Blondine nicht umsonst der Mittelpunkt dieser Trilogie. Sie ist lustig, tritt voller Elan in jedes Fettnäpfchen,  ist furchtbar verliebt in ihren durchsichtigen Freund und trägt das Herz auf dem rechten Fleck. Doch hinter der aufmüpfigen Kämpfernatur ist ein Mädchen auf der Suche nach Liebe und einem Zuhause. Diese Suche prägte jedes der drei Bücher und gab den peppigen Plots emotionale Tiefe. In der einen Minute noch voller Gefühl, trat sie im nächsten Moment Dämonen und sonstigen paranormalen Viehzeug mächtig vors Schienbein. Als ‚leeres Wesen‘ habe ich Evie also zu keinem Zeitpunkt sehen können.

Autorin Kiersten White hat mit Evie nicht nur eine phänomenale Figur erschaffen, sie hat sie im laufe der Zeit auch liebevoll geformt und sich weiterentwickeln lassen. Die alte Evie ist dabei omnipräsent und sich SEHR treu geblieben. Neben Evie gibt es so unglaublich, facettenreiche Nebencharaktere. Lend, ihr Herzensmann, ist für mich bis zum Schluss faszinierend geblieben. Er ist süß, witzig, charmant und würde für sein Mädchen alles tun. Kein Wunder, dass Evie rosa sieht bei diesem Schnuckelputzelchen. Die Dynamik und Liebe zwischen den beiden ist ein Traum. Im letzen Teil kommt Lend in eine furchtbar seltsame Situation, die zu einer Probe für beide wird. Doch diese ist bei mir so manches Mal, trotz Verzweiflung bei den Liebenden, in Gelächter ausgeartet.

Es tauchen auch wieder bekannte Figuren auf, für die nicht nur Evie eine Hassliebe entwickelt hat. Dennoch mussten sie dabei sein, weil sie inzwischen einfach fester Bestand von der Paranormalcy-Trilogie geworden sind, und ich wollte auch wissen was das Ende für sie bereithält. Einer von ihnen ist ganz sicher Glitzerfee Reth. Diese gutaussehende, unheimliche, gar psychotische Fee bringt Evie und den Leser nochmal aus der Fassung. Aber nicht nur das…es. wird. spannend.

Das Ende und das was auf halben Weg dazwischen lag, wurde ganz schön hinausgezögert. Für einen Autor ist es sicher nie so recht einfach loszulassen. Im Falle von „Tears ’n‘ Kisses“ kommt es zu wiederholten Dialogen und dem auf der Stelle treten der Protagonistin. Mir wurde nicht unbedingt langweilig, aber bei Kiersten Whites Ideenreichtum überraschten mich diese Wiederholungen schon und wurden zum Störfaktor.

Nichtsdestotrotz bin ich zufrieden mit dem Ausklang der Trilogie. Neben der Spannung, witzigen Frotzeleien, sowie kleinen romantischen Momenten, gab es natürlich dramatische Entscheidungen und Abschiede. Auch das von der Autorin gestaltete Ende hat mich überzeugt. Es schreit nicht nach Überzogenheit, was ich ja fast befürchtet hatte. Ich habe das Gefühl mit allem und jedem im piep-seeligen Einklang zu sein.

Diese Trilogie ist und bleibt meine Empfehlung Nr. 1 für alle YA-Leser, die sich nicht vor außergewöhnlichen, paranormalen, überdrehten Figuren fürchten. Kaufen, lesen, piepen!

 

 

Paranormalcy Trilogie_Collage

 

 

Rezension Band 1

Rezension Band 2

 

 

Loewe Verlag_sw_Logo

 

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    6 Nestgeflüster zu “[Review mal anders] „Tears ’n‘ Kisses – Lebe lieber übersinnlich“ von Kiersten White”

    1. Damaris am 22. Juni 2013 um 18:03 Uhr

      Hi meine Liebe,
      jetzt konnte ich hier ganz in Ruhe schmökern. Diese Rezi ist dir mal wieder sehr gut gelungen! Ich finde sie wird dem Buch völlig gerecht, auch wenn du mir sagtest, dass du nicht so hoch begeistert warst wie ich 😉 jedenfalls macht deine Rezi Lust auf die Bücher allgemein. Vor allem Reth konnte ich wirklich nie einschätzen, mal fand ich ihn nur lästig u. dann fand ich ihn wieder super. Und überraschend! Für mich ist diese Reihe auch eine der absoluten Topempfehlungen in diesem Genre. Einfach genial!
      Ach übrigens, noch ein engl. Buch, bis Ende Juni, dann ist die Challenge für mich bestanden. I did it!! Bisschen stolz bin ich ja schon. 😉
      Grüß dich lieb,
      Damaris

      • Sandy am 24. Juni 2013 um 10:27 Uhr

        Hi Damaris!
        Ja, das stimmt. Ich habe ’nur‘ noch 4 Bewertungspunkte vergeben, aber dachte mir einfach für die Rezension mal das große Ganze zu beleuchten. Und wenn man das geschnürte 3er Päckchen sieht, bin ich doch sehr zufrieden. 🙂
        Bei Reth ging es mir ganz genau wie dir. Auch Jack fand ich zum einen nicht sehr vertrauenswürdig und zum anderen einfach brüllend komisch.

        Ich bin übrigens mächtig ‚proud‘, dass du die Challenge durchgezogen hast. Nächste Woche werde ich mich dann mal mit Euren Beiträgen/Rezis auseinandersetzen. 😉

        Liebe Grüße,
        Sandy

    2. Reni am 14. Juni 2013 um 16:47 Uhr

      Ich freu mich! Eine der wenigen Fortsetzungen, die ich unbedingt lesen möchte. Evie ist schon eine Marke für sich und es macht immer wieder Spaß ihr zu folgen, wenngleich man manchmal wirklich nur den Kopf schütteln kann. Eine wirklich amüsante wie lustmachende Review! Hat wirklich Laune gemacht sie zu lesen. Nächste Woche gehts dann wohl gleich mal ab in die Buchhandlung, damit ich nicht mehr lange auf Evie, Schuckelchen Lend und den tückisch genialen Reth verzichten muss. 🙂

      Liebe Grüße
      Reni

      • Sandy am 15. Juni 2013 um 00:50 Uhr

        Ja, ich hatte auch nochmal richtig Spaß mit der Meute. Sie treibt es schon mal an die Spitze, aber ich find das macht diese Trilogie auch zu dem was sie ist. Schrill und pink halt.
        Freue mich schon auf deine Eindrücke zum Finale. 🙂

        Liebe Grüße,
        Sandy

    3. Jenny am 14. Juni 2013 um 13:26 Uhr

      Na das hört sich doch toll an! ^^
      Ich hab die ersten beiden Teile gelesen und freu mich jetzt schon ungemein auf den letzten Band, vor allem da der zweite mir etwas zu inhaltslos war, es ging einfach nicht voran.
      Ich hoffe ich kann mir das Buch auch demnächst holen =)

      Liebe Grüße,
      Jenny

      • Sandy am 15. Juni 2013 um 00:51 Uhr

        Dann hoffe ich mal, dass dir das Finale noch gefallen wird und wünsche schon jetzt viel Freude mit dem Buch! 😉

        Liebe Grüße,
        Sandy

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