Rezension zu „Of Triton“ von Anna Banks

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 4 Nestgeflüster

 

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Of Triton (Of Poseidon #2) /
Autorin: Anna Banks / Seiten: 246 (Hardcover) / Verlag: Feiwel & Friends/MacMillan Publishing / Sprache: Englisch

 

Die Autorin…

Anna Banks ist in einer Kleinstadt namens Niceville aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Crestview/Florida. „Of Poseidon“ ist ihr Debutroman und im Jahr 2012 bei Feiwel & Friends/MacMillan Publishing in den USA erschienen. Das Finale um Emma und Galen trägt den Titel “Of Neptune” und erscheint 2014 in Anna Banks Heimat. Die Rechte für die deutsche Übersetzung des Debüts erhielt cbt/Randomhouse Gruppe. Der deutsche Titel heißt “Blue Secrets – Der Kuss des Meeres” und wird im September 2013 erscheinen.

 

 

Der Plot…

Gerade hat Emma erfahren, wer ihre Mutter wirklich ist und kämpft jetzt verständlicherweise mit einer Identitätskrise: Als Half-Breed, fühlt sie sich nicht nur als ein Freak in der menschlichen Welt, sondern wäre auch im Syrena Reich nicht willkommen. Das Syrena Gesetz besagt, dass alle Mischlinge zum Tod verurteilt werden sollten.

Als ob das nicht schon schlimm genug, bringt ihrer Mutters Wiedererscheinen unter den Syrena die beiden Königreiche Poseidons und Tritons gegeneinander auf. Emma muss sich entscheiden: Soll sie Galens Aufforderung nachkommen, und sich nicht im Syrena Reich blicken lassen? Oder sollte sie alles riskieren und sich dem Volk präsentieren um zu beweisen, dass ihre Existenz neue Hoffnung bringen kann?

 

 

Meiner Ansicht nach…

Wenn man sich die Leserstimmen der Amerikaner auf Goodreads so anschaut, könnte man meinen, man hat es mit einer schlechteren bzw. enttäuschenden Fortsetzung um Halb-Syrena Emma und Meeresprinz Galen zutun. Wie diese Meinungen zusammenkommen, kann ich mir persönlich beim besten Willen nicht erklären. Aber das ist wohl Ansichtssache.

Ja, die Grundstimmung unterscheidet sich zum ersten Teil. Erstaunt stellte ich schon nach wenigen Seiten fest, dass Autorin Anna Banks mit humorvollen Plänkeleien etwas spart. Neckeren und Frotzeleien zwischen Emma und Galen weichen tieferen Gefühlen. Dramatische und emotionale Momente überwiegen in „Of Triton“ die unbeschwerte Leichtigkeit des Auftakts. Doch die Situation in der sich Emma und Galen befinden, ist auch nicht gerade witzig. Schließlich ist Emma zunächst (unfreiwillig) mit ihrer Mutter auf der Flucht, nachdem diese von Galen ‚geoutet‘ wurde. Emma ist gewachsen und läßt sich nicht mehr so leicht von Galen führen oder in Entscheidungen beeinflußen. Das gefiel mir äußerst gut.

Man bekommt durch die überraschende Wendung zum Ende von „Of Poseidon“ natürlich einen tieferen Einblick in die Vergangenheit von Emmas Mutter. Diese war mir zunächst in der Fortsetzung eine zeitlang ziemlich unsymphatisch, da sie auf mich doch sehr egoistisch wirkte. Für Emma kommt es knüppeldicke, als ihre Mutter ihr die Wahrheit über sich erzählt. Das führt dazu, dass Emma ihre eigene Existenz in Frage stellt, was ich sehr gut verstehen konnte.

Während im Auftakt die Welt der Syrena eher sporadisch erläutert wurde, werden Emma und der Leser endlich tiefer in diese aufregende Unterwasserwelt tauchen. Die Ausflüge unter Wasser, bei denen man einen sehr guten Einblick über die Gesetze der Syrena bekommt, waren wirklich interessant. Ich war fasziniert wie einfach und doch fantasievoll die Autorin diese Welt erschaffen hatte. Auch die Machtverteilung unter den ‚Königshäusern‘ und der Auftritt einiger eher bösartigen Figuren sorgen für Abwechslung und Spannung. Mit Voranschreiten der Geschichte, die sich auf zarte 246 Seiten verteilt, wird es immer brodelnder und dramatischer. Und auf den letzten Kapiteln schlug mir eine Welle voller Action um die Ohren.

Autorin Anna Banks hat sich meiner Meiner nach wirklich gesteigert. Sie beweist, dass sie nicht nur süß und witzig schreiben kann sondern präsentiert im Sequel sehr viel mehr ihr Können im facettenreichen Schreiben.

 

 

Spieglein Spieglein…

Nachtrag: In Deutschland wird die Fortsetzung übrigens unter dem Titel „Blue Secrets – Das Flüstern der Wellen“ beim Fantasy Imprint Dark Moon vom cbt Verlag im April 2014 erscheinen.

 

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Tacheles…

Im Großen und Ganzen hat mich „Of Triton“ positiv überrascht. Die Fortsetzung wird durch eine andere Grundstimmung geleitet. Protagonistin Emma ist sehr gereift, was auch der Beziehung mit Galen zugute kommt. Die Spannungselemente sind sehr viel ausgeglichener über die Buchlänge verteilt. Ich wurde durch den schönen harmonischen Erzählstil und die wunderbaren Figuren in die Wellen gezogen. Und das Ende ließ mich kaum Luft holen. Auf „Of Neptune“ bin ich daher sehr neugierig und bin gespannt, ob Anna Banks mich wieder positiv überraschen kann.

 

 

 

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Meine Rezension zu „Of Poseidon“

 

 

 

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    4 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Of Triton“ von Anna Banks”

    1. Nina M. am 2. August 2013 um 11:56 Uhr

      Ich glaube ich sollte wirklich mal anfangen englische Bücher zu Lesen. Habe jetzt schon so oft auch auf anderen Blogs Rezis zu englischen Büchern gelesen und fast immer denke ich das sie mir von der Thematik her gefallen würden.
      Und das Cover ist meistens totaaaal hübsch. Wo kaufst du dir denn die englischen Bücher?

      Grüßchen,
      Nina

      • Sandy am 4. August 2013 um 14:22 Uhr

        Hallo Nina,
        englische Bücher kaufe ich oft im Laden, über amazon (kindle), oder bestelle via fishpond.com und ab und zu auch via The Book Depository.
        Viele engl. Bücher werden ja auch inzwischen übersetzt. Bei dem Auftakt zu Anna Banks Trilogie ist das ebenfalls der Fall. 😉

        LG

        • Nina M. am 4. August 2013 um 14:53 Uhr

          Ja klar wird das ein oder andere Buch übersetzt. 😀 Aber wenn ich mir dann die Cover ansehe ist das englische meist hübscher. Und worüber ich mich in letzter Zeit immer mehr ärgere, sind die deutschen Titel, die so gar nichts mehr mit dem englische gemein haben und meistens so gar nicht den Inhalt wiedergeben.

          • Sandy am 4. August 2013 um 15:23 Uhr

            Verständlich. Oft finde ich die deutschen Titel auch unpassend, oder gar lächerlich.
            Bei Cover setzen viele Verlage auch auf ihre eigenen Grafiker, wenn sie der Meinung sind, dass man mit einem individuell gestalteten Cover die deutschen Leser mehr anspricht. Manchen gelingt das ganz gut, bei anderen Verlagen ärgert man sich dann schon mal. Aber darauf haben wir als Leser ja nicht wirklich einen Einfluss (bis auf ein paar Ausnahmen).

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