Rezension zu „Grischa – Eisige Wellen“ von Leigh Bardugo

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 4 Nestgeflüster

 

Uuups! Diese Rezension könnte aufgrund einer Fortsetzung Spoilerspuren enthalten. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, es aber noch tun möchte, kann sich ohne Bedenken das Fazit anschauen.

 

Grischa Eisige Wellen

Grischa – Eisige Wellen

Autorin: Leigh Bardugo

Übersetzung: Henning Ahrens

Seiten: ca. 448 (Hardcover)

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90 EUR (D.land)

ISBN: 978-3-551-58296-6

 

 

Die Autorin…

Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Grischa – Goldene Flammen und Grischa – Eisige Wellen sind ihre ersten Romane, ein weiterer Band der Saga um die Sonnenkriegerin Alina ist in Vorbereitung.

Die Autorin ist ein wahres Multitalent! Sie hat zu ihrer Saga sogar einen Song geschrieben und selbst eingesungen. Wenn sie nicht schreibt oder singt, arbeitet sie in Hollywood als Make-up-Artist.

Quelle Autorenprofil: Carlsen Verlag

 

 

 

Der Plot…

Gejagt über die Wahre See, versuchen sich Alina und Maljen zunächst ohne großen Aufhebens eine Existenz jenseits des Zarenreichs und der Welt der Grischas aufzubauen. Doch Alinas Vergangenheit ist nicht abzuschütteln. Es erreichen sie die Gerüchte, der >Dunkle< habe tatsächlich das grauenhafte Gefecht auf der Schattenflur überlebt. Seine Macht möchte er ins Unermessliche steigern um den Zarenthron zu erklimmen. Und in einem Moment der Sicherheit, wird Alinas schlimmster Albtraum wahr. Sie und Maljen geraten in Gefangenschaft, verdammt dazu dem >Dunklen< zu geben, was er braucht. Als die Situation ausweglos erscheint, kommt Hilfe. Doch wie lange kann sich Alina dem dunklen Fürsten wirklich noch entziehen?

 

 

 

Meiner Ansicht nach…

Mit der Fortsetzung >Eisige Wellen< knüpft Autorin Leigh Bardugo dort an, wo sie mit ihrem Grischa-Auftakt endete. Alina und Maljen, die Grischa und der Fährtensucher, verdammt dazu in einer Welt voller Gefahren und Geheimnisse gegen die übermächtige Wirkung des >Dunklen< zu kämpfen.

Das Sequel beginnt mit einem Knall, ist äußerst atmosphärisch, dunkel und sehr ausdrucksstark. Während der Leser im ersten Buch noch die teilweise karge, kalte Winterlandschaft Rawkas durchquerte, befindet man sich über die erste Hälfte hinweg auf hoher See. Neben Alina und Maljen, die gegen ihren Willen zunächst vom Gegner auf dessen erbeuteten Schiffs gefangen gehalten werden, stoßen wir auf neue Charaktere. Diese haben für mich ohne Zweifel der Geschichte sehr viel mehr Leben und Abwechslung eingehaucht. Das Setting der hohen See gefiel mir zudem unglaublich gut. Alinas Entwicklung hat mir in der Fortsetzung gefallen. Zerrissen zwischen ihrer wahren Bestimmung und der Liebe zu Maljen, durchlebt sie eine Achterbahn der Gefühle.Vergangen sind die Zeiten, in denen sie als graue Maus hinter ihrem Maljen herlief. Großes wird von ihr abverlangt, denn das Land befindet sich nach den Ereignissen auf der Schattenflur, in einem katastrophalen Zustand. Und nebenher wird sie von schrecklichen Visionen heimgesucht, die so real wirken, dass sie glaubt durchzudrehen.

Ihr Freund Maljen wird ihr in dieser Zeit immer fremder. Und auch mich enttäuschte Maljens Wandel zunehmends. Er tritt mehr und mehr in den Schatten, entfernt sich – gegen Alinas Willen – von ihr.

Was mich wieder faszinierte, waren die noch tieferen Einblicke in die Welt der Grischas und des Zarentums, welche Leigh Bardugo sehr schön umschrieb. Die Autorin hielt mich mit atemberaubenden Kämpfen bei Laune. Zumindest für die ersten 250 Seiten. Mit Ortswechsel verlangsamte sich die Handlung etwas, was ich etwas schade fand. Nichtsdestotrotz ist >Eisige Wellen< eine unglaublich gute Fortsetzung.

Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag, fesselt überwiegend und endet wieder sehr spannend. Das läßt mich mit Spannung den dritten Teil erwarten.

 

 

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Auch bei „Eisige Wellen“ legten sich die Grafiker des Carlsen Verlags wieder mächtig ins Zeug. Der fantastische Schutzumschlag mit Aquarell-Touch ist nur der iTupfen. Schon der Einband wird umschlossen von den tobenden Fluten der >Wahren See<. Sehr atmosphärisch und für Buchliebhaber ein Augenschmaus!

 

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Tacheles…

Für Grischa Alina und Fährtensucher Maljen, wird es in der Fortsetzung richtig hart. Der Titel >Eisige Wellen< ist so treffend, wie der kalte Wind und die Schatten ihres größten Feindes, welchen sie auch auf hoher See nicht entkommen können. Alinas Kräfte werden immer stärker und so auch ihre Anziehungskraft. Doch mit der Stärke kommt das Verderben. Diese Fortsetzung ist trotz einem unnötigen Leerlauf zwischendurch, stärker und um einiges düsterer. Auch neue Charaktere verleihen dem Sequel Tempo und Abwechslung. Absolut lesenswert!

 

 

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    4 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Grischa – Eisige Wellen“ von Leigh Bardugo”

    1. Friedelchen am 3. September 2013 um 09:42 Uhr

      Oh nein, dabei haben Alina und Maljen doch endlich zueinander gefunden und jetzt das 🙁
      Danke für die schöne Rezension, das war der nötige Anstoß, den ich noch gebraucht habe, um es endlich zu kaufen; mich hatte schon Teil 1 begeistern können. Und eine düstere Fortsetzung klingt ganz nach meinem Geschmack 🙂
      Liebe Grüße

      • Sandy am 3. September 2013 um 10:08 Uhr

        Liebe Friedelchen,
        zunächst finde ich es schön, dass du mich hier besuchst.
        Und ich würde dem 2. Grischa Buch definitiv eine Chance geben. Es wird sehr düster und dramatisch für Maljen, aber vor allem für Alina. 😉

        Liebe Grüße

    2. Kermit am 27. August 2013 um 09:10 Uhr

      Menno. Das Buch wollte ich doch gar nicht. Ehrlich 😉 Und jetzt überlege ich mir doch wieder, ob ich dem zweiten Teil nicht zeitnah eine Chance gebe. Weniger Maljen (den ich von Anfang an nicht mochte…) klingt nach einem tollen Ansatz *g* Und das Setting von hoher See reizt mich auch…
      Also doch ab auf die WuLi damit 🙂

      • Sandy am 27. August 2013 um 14:44 Uhr

        Uuupsi, da habe ich aber wieder was angestellt. *grins*
        Maljen ist auch nicht gerade meine Lieblingsfigur und ich im zweiten Band hat sich das auch nicht geändert…obwohl er mir manchmal ein bisschen leid tat.

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