Rezension zu „Weil ich Layken liebe“ von Colleen Hoover

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 10 Nestgeflüster

 

Weil ich Layken liebe

Weil ich Layken liebe

Autorin: Colleen Hoover

Übersetzung: Katarina Ganslandt

Seiten: 352 (Taschenbuch)

Verlag: dtv

Preis: 9,9 EUR (D.land)

ISBN: 978-3-423-71562-1

 

 

 

 

 

Die Autorin…

Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit sofort auf der New York Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu Bestsellern wurden.

 

 

 

Der Plot…

Laykens Leben steht Kopf: Seit dem Tod ihres Vaters ist nichts mehr, wie es einmal war. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel muss sie von Texas ins winterliche Michigan ziehen. Layken kann sich nicht vorstellen, dort jemals glücklich zu werden.

Doch dann trifft sie bereits am ersten Tag in ihrer neuen Heimat auf Will! Er ist 21, gutaussehend, witzig und ihr Nachbar. Zwischen den beiden funkt es sofort, bei einem Poetry Slam kommen sie sich näher und Layken kann sich nicht erinnern, jemals so verliebt gewesen zu sein. Drei Tage lang schwebt sie auf Wolke sieben und beginnt schon zu glauben, dass Michigan vielleicht doch nicht so schlecht ist.

Doch dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…

 

 

 

Meiner Ansicht nach…

Wer hat von Layken und Will in letzter Zeit eigentlich nicht gehört? Eine Welle der Begeisterung, die überschwappt bei allen, die „Weil ich Layken liebe“ schon lesen konnten. Manches Mal wird man mitgerissen von dieser Welle und manches Mal herrscht Ebbe. Bei mir persönlich kam eine monströse Riesenwelle und verschluckte mich fast. Binnen kurzer Zeit flog ich durch die Seiten. Dabei beginnt die Geschichte zunächst sehr schlicht.

Im Mittelpunkt steht Layken, die auch aus ihrer Sicht die Geschehnisse schildert. Ein Neuanfang nach dem Tod ihres Vaters, führt sie, ihre Mutter und ihren Bruder Kel nach Michigan. Keine tolle Nachrichten für das Mädchen, da sie Texas nur ungern hinter sich lässt. Ihre Laune ist entsprechend. Doch noch am gleichen Tag trifft sie das erste Mal auf ihren neuen Nachbarn Will und es keimt Hoffnung bei ihr auf, dass doch alles gar nicht so schlecht ist. Beim Kennenlernen entdeckt sie Will’s Liebe zur gleichen Musik, zum Poetry Slam und was für ein besonderer Mensch dieser Mann ist. Bald folgt der erste Kuss und bei beiden die Erkenntnis, dass es sie mächtig erwischt hat. Drei Tage voller Schmetterlinge im Bauch vergehen wie im Flug. Doch danach folgt die böse Überraschung und für Layken und Will knallt die Realität brutal auf sie ein.

Mir als Leser erging es in diesem Schlüsselmoment keinen Deut besser. Es war vollkommen unvorhersehbar. Abrupt verändert sich die Stimmung. Es folgen viele innere Kämpfen mit dem Herzen und der Vernunft die sowohl Layken, als auch Will mit sich ausfechten müssen.

Autorin Colleen Hover hat einen recht einfachen, aber sehr einnehmenden Erzählstil. Ich spürte sofort die Chemie zwischen Layken und Will. Doch wer glaubt, dass dieses Buch eine reine schnulzige Liebesgeschichte ist, täuscht sich gewaltig. Ihre Geschichten greifen aus dem realen Leben. In „Weil ich Layken liebe“ werden traurige, traumatische Themen aufgenommen. Das Leben der Hauptfigur und ihrem Schwarm ist kein Zuckerschlecken, sondern voller Stolpersteine und vieler schmerzlicher Erfahrungen, und Verluste. So erfährt man bald, dass  nicht nur Layken eine harte Zeit hinter sich hat. Will hat das Leben ganz schlimm mitgespielt und musste seine eigenen Bedürfnisse weit hinter die Vernunft und Verantwortung stellen.

Man spürt den Zwiespalt und den Kummer der beiden und es tut einem in der Seele weh für sie, weil sie doch zusammen sein sollten. Layken ist so unglaublich authentisch mit ihren extremen Hochs und Tiefs. Ich konnte ihre Verwirrung, Liebe, Wut und Trauer so gut nachvollziehen. Aber auch Will hat mein Herz erobert. Ein wirklich charismatischer Nicht-Bad Boy, mit viel Herz und Verstand. Auch Nebencharaktere, wie Layken’s Bruder Kel und Will’s Bruder Caulder haben mich berührt. Einfach ganz goldige Jungs, die sofort eine tiefe Freundschaft verbindet. Freundschaft ist kein unwichtiges Thema in diesem Buch und ich fand es wunderbar, wie Colleen Hoover es eingestreut hat.

Der Originaltitel des Buches heißt „Slammed“ und bezieht sich auf den Poetry Slam. Poetry Slams spielen in der Geschichte eine nicht unwichtige Rolle. Für Will sind sie äußerst wichtig. Er lässt so seine Zuhörer in sein Herz schauen. Doch was hat man darunter zu verstehen? In >Slams< tragen Mensch an einem öffentlichen Ort, wie z.B. einem Club, selbstverfasste Poesie vor. Diese muss sich nicht reimen, aber sie sollte zwingend authentisch sein und vom Herzen kommen. Es war für mich zunächst etwas ungewohnt die Texte zu lesen. Sie wirken wie ein nicht überdachtes Wirrwarr aus dem Kopf. Doch darin stecken wahre Emotionen und die pure, nackte Wahrheit die teilweise herausgeschrien oder geweint wird. Super interessant und sehr schön von der Autorin eingebracht.

Und was habe ich an diesem Buch nicht gemocht? Das es ein Ende gibt, denn ich hätte zu gerne sofort weitergelesen.

 

 

Und so geht’s weiter…

Im Sommer 2014 wird wieder geslammed. Dann geht es aus Will’s Perspektive weiter. Ob ich wirklich so lange warten kann…?

 

Weil ich Will liebe

 

 

 

 

Tacheles…

„Weil ich Layken liebe“ hat mich total erwischt! Die Geschichte greift tief aus dem Leben mit all seinen Hochs und Tiefs. Ich fühlte mit, ich litt mit, ich trauerte mit, ich slammte mit. Ein unglaubliches Debüt. Für mich gehört das Buch mit zu den besten Contemporary Geschichten, die ich in diesem Jahr lesen durfte. Unbedingt weitersagen!

 

 

Mein herzlicher Dank für das Leseexemplar geht an den dtv Verlag!

 

Thalia | amazon | Mayersche

 

 

 

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    10 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Weil ich Layken liebe“ von Colleen Hoover”

    1. Paperdreams am 27. Oktober 2013 um 15:36 Uhr

      Hach, mir ging’s ja wie Favola und jetzt bereue ich es auch. Muss dieses Buch haben! Eine tolle Rezi, die mich noch mehr überzeugt, das Buch unbedingt lesen zu müssen!

      Liebste Grüße und einen schönen Restsonntag ♥
      Marie

      • Sandy am 27. Oktober 2013 um 16:29 Uhr

        Ja, das glaube ich dir. Bin auch so happy gewesen, die Aktion noch rechtzeitig gesehen zu haben.
        Deine Leseprobe geht morgen übrigens in die Post. 😉 Da bekommst du ganz sicher schon einen guten Eindruck.
        Und danke für die lieben Worte! 🙂

    2. PiMi am 27. Oktober 2013 um 11:16 Uhr

      Huhu Sandy,
      mir ging es ganz genauso wie dir! Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit und ich liebäugel schon mit dem englischen 2. Teil, weil ich auch nicht weiß, ob ich es bis zum Sommer aushalte.
      Schönes Wochenende wünsch ich Dir
      Grüße Miri

      • Sandy am 27. Oktober 2013 um 14:16 Uhr

        Hi Miri!
        Oh ja, überrumpelt hat uns das Buch sicher. Ich bin wirklich am liebäugeln, ob ich mir das zweite Buch nicht als ebook runterlade. Auf Deutsch würde ich es mir nächstes Jahr auch nochmal kaufen, weil ich es glaube gerne im Regal hätte. 🙂

        Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch für dich!

    3. Susi am 27. Oktober 2013 um 10:52 Uhr

      Hatte ich dir nichts gesagt das das Buch etwas für dich ist *g*

    4. Favola am 26. Oktober 2013 um 22:22 Uhr

      Huhu Sandy

      ich habe mir ja noch überlegt, ob ich bei der dtv-Aktion mitmachen soll und dachte dann, ich tu meinem SuB etwas Gutes …. und nun? Nun bereue ich es …. alle sind so begeistert ….. *grml*

      lg Favola

      • Sandy am 27. Oktober 2013 um 14:14 Uhr

        In der Regel gibt es TBs wohl auch früher. Ich habs gestern schon im Buchladen gesehen. Und glaub mir, vom Sub wird es ganz schnell verschwinden. 😉

    5. Leselurch am 26. Oktober 2013 um 22:14 Uhr

      Hach, das Buch hab ich mir auf der FBM gekauft… 🙂 Ich freu mich schon drauf!

      • Sandy am 27. Oktober 2013 um 14:13 Uhr

        Oh, das gab es auch schon auf der FBM? Wünsch dir hoffentlich schöne Lesestunden mit Layken und Will! Ist ja schnell gelesen. 🙂

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