[Review mal anders] „My true Love gave to me: Twelve Holiday Stories“ von div. Autoren

Kategorie: Review mal anders, Rezensionen, Up(to)date | 4 Nestgeflüster

My true love gave to me

My true Love gave to me: Twelve Holiday Stories

Autoren: diverse

Seiten: 355 (Hardcover)

Verlag: Macmillan Children’s Books

Sprache: Englisch

ISBN:  978-1447272793

 

 

Die Autoren…

Stephanie Perkins (Editor, Autor), Holly Black (Autor), Ally Carter (Autor), Matt de la Pena (Autor),Gayle Forman (Autor), Jenny Han (Autor), David Levithan (Autor), Kelly Link , Myra McEntire (Autor),Rainbow Rowell (Autor), Laini Taylor (Autor), Kiersten White (Autor)

 

 

Zwölf weihnachtliche Kurzgeschichten…

Diese Sammlung beinhaltet zwölf romantische Geschichten während der Festtage, geschrieben von einigen der talentiertesten Jugendbuch Autoren der Gegenwart. Und die Mehrzahl gehört zu meinen Lieblingsautoren des Genres.
Die Geschichten werden mit der Magie der ersten Liebe und der Feiertage gefüllt.

 

 

 

Jingle all the way…?!

 

„Midnights“ von Rainbow Rowell – 4/5 

Rainbow Rowell macht den Anfang. Die Kurzgeschichte gehört auch im Nachhinein für mich zu eine der stärksten der Festtags-Anthologie. Es wird eine Geschichte erzählt, in welche der Mitternachts Countdown am Silvesterabend über mehrere Jahre in den Fokus gesetzt wird. Natürlich geht es dabei um bestimmte Figuren. Und obwohl man sie nur an diesem einen Abend über mehrere Jahre begleitet, schaffte es Rainbow Rowell binnen kurzer Zeit, einen Draht zu mir und den Figuren herzustellen. Eine süße, kleine einfach gestrickte Liebesgeschichte über die Irrwege der Liebe. Rowell erzählt mit einem Hauch Melancholie und greift dabei wunderbar die Ängste über das Erwachsenwerden und die Veränderung auf. Schön!

 

 

„The Lady and the Fox“ von Kelly Link – 1,5 – 2/5

Von der Autorin habe ich zuvor noch nichts gelesen und das muss sich auch nicht ändern. Die Geschichte beginnt vielversprechend. Zunächst scheint sie dem Contemporary Genre zugeordnet zu sein, wird jedoch plötzlich mehr und mehr übernatürlich. An sich habe ich damit ja keine Probleme, wenn es denn auf mich nicht viel zu konfus gewirkt hätte. Es war ab einem gewissen Punkt gar absurd. Auch die Figuren hinterließen bei mir keinen bleibenden Eindruck. Leider also ein Fehlschuss.

 

 

„Angels in the snow“ von Matt de la Pena – 2,5 – 3/5

Mir gefiel die Idee an sich. Ich mag Geschichten, die aus der männlichen Perspektive erzählt werden. Es geht um einen Jungen, der über die Weihnachtszeit der Haus-Sitter bei seinem Chef ist. Eine Begegnung mit seiner hübschen Nachbarin lässt die Funken sprühen und es entsteht eine interessante Beziehung, die aber auch Probleme mit sich bringt. Die beiden kommen sich näher, während sie einander Dinge aus dem Leben des anderen erzählen. Aber wie viel von dem ist Wahrheit und was erfunden? Die Geschichte ist zwar nett erzählt, aber auch etwas zu oberflächlich.

 

 

„Polaris is Where You’ll Find Me“ von Jenny Han – 2,5 – 3/5

Von der Autorin habe ich bisher ein Buch gelesen und habe mich auf eine lockere, süße Geschichte gefreut. Süß wird es auch, viel zu süß für meinen Geschmack. Die Protagonistin gefiel mir zwar recht gut und ich fühlte mit ihrem „Dilemma“, aber das Ende hat es irgendwie kaputt gemacht. Das kam viel zu plötzlich und es fühlte sich an, als ob es mitten im Satz endete. Etwas schade.

 

 

„It’s a Yuletide Miracle, Charlie Brown“ von Stephanie Perkins – 4/5

Perkins erzählt eine wirklich schöne Kurzgeschichte, die sich nur über ein paar Stunden abspielt. Überraschend schnell baute sie, meinem Empfinden nach, einen Bezug zu den Figuren auf. Dies ist eine liebenswerte Geschichte zum wohlfühlen, aber beschäftigt sich auch mit gewissen Zukunftsängsten und die Erwartungen die andere in einen setzen.

 

 

„Your Temporary Santa“ von David Levithan – 2,5/5

Keine Ahnung, warum mich diese Geschichte nicht so begeistern konnte. Tiefe und Emotionen liefert der Autor nämlich. Bei mir sprang der Funke leider nicht wirklich über, was mich auch etwas ärgert, denn David Levithans Bücher mag ich unheimlich gern. Vielleicht war es auch nicht der richtige Moment…?!

 

 

„Krampuslauf“ von Holly Black – 3/5

Ich mag Holly Blacks Art Geschichten zu erzählen. Die übersinnliche Note war bei mir zu erwarten und die Figuren auf unterhaltende Weise abgefahren. Aber diese Kurzgeschichte passte für mich einfach nicht so zum Rest. Es war fast zu strange und nahm der Anthologie das Hohoho-Feeling.

 

 

„What the Hell Have You Done, Sophie Roth?“ von Gayle Forman – 3,5/5

Wer Gayle Formans Bücher kennt, weiß was man erwarten kann. Stilistisch hat es mir wieder richtig gut gefallen. Eine durchschnittlich süß erzählte Geschichte über zwei „Misfits“ (zumindest fühlen sie sich so), die einander an den Weihnachtstagen auf dem College begegnen. Ich wurde nicht enttäuscht, aber auch nicht weggetragen von überschäumender Begeisterung.

 

 

„Beer Buckets and Baby Jesus“ von Myra McEntire – 3/5

Von Myra McEntire kenne ich noch kein Buch. Mir hat die Kurzgeschichte zu meiner Überraschung mehr gefallen, als erwartet. Die beiden Hauptfiguren leben in zwei verschiedenen Welten. Während Vaughn der Unruhestifter ist, ist Gracie die liebenswerte wohl erzogende Tochter. Ihr Aufeinandertreffen ist entsprechend wirkungsvoll und die Dialoge ganz süß und witzig. Der Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, was auch zur Bewertung geführt hat.

 

 

„Welcome to Christmas, CA“ von Kiersten White – 3,5 – 4/5

An Weihnachten darf gekitscht werden. Das nahm sich Kiersten White zu Herzen und wickelte ihre Figuren in flauschige Wattebällchen. In dieser Kurzgeschichte wird die Besinnlichkeit ganz groß geschrieben. Ich mochte Kiersten Whites Humor schon in ihrer Paranormalcy Trilogie. Es war schön, mal wieder etwas von ihr zu lesen.

 

 

„Star of Bethlehem“ von Ally Carter – 3/5

Hier ging mir das Herz auf. Originell und ungewöhnlich erzählt. Die Figuren gefielen mir, doch von denen hätte ich gerne mehr Hintergrundinformationen bekommen. Auch die Liebesgeschichte wirkte nicht ganz so überzeugend. Nichtsdestotrotz eine schöne Geschichte.

 

 

„The Girl Who Woke the Dreamer“ von Laini Taylor – knapp 3/5

And last but not least… Während Kelly Link mich schon nicht überzeugt hat, habe ich mir natürlich einiges von Laini Taylor erhofft. Ihr Schreibstil ist stimmungsvoll, das Setting gut durchdacht und fantastisch. Aber irgendwie fehlte mir hier was.

 

 

Spieglein Spieglein…

Während mein Urteil zum Inhalt eher verhalten ausgefallen ist, kann ich über das Äußere nur ein besinnliches Lobeslied anstimmen. Und genau deswegen lohnt es doch, dieses wunderschöne Buch im Regal stehen zu haben. In den Farben Babyblau und Pink strahlt die wunderschöne UK-Ausgabe. Der Buchtitel leuchtet in goldfarbenen Buchstaben und es gibt sogar ein Lesebändchen. Wem das zu „feminin“ ist, kann die eher zurückhaltendere US-Ausgabe wählen.
My true love_collage

 

 

Tacheles…

Nimmt man meine Meinungen zusammen, ist MY TRUE LOVE GAVE TO ME ein netter Mix. Aus nett hätte man aber auch leicht wunderschön machen können. Gayle Forman, Rainbow Rowell, Stephanie Perkins und Kiersten White als wirkungsvolles Quartett mit jeweils mehr „Seitenfreiheit“ und Laini Taylor als finales Showdown; das wäre weitaus wirkungsvoller gewesen.

 

Amazon.de | Goodreads

 

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    4 Nestgeflüster zu “[Review mal anders] „My true Love gave to me: Twelve Holiday Stories“ von div. Autoren”

    1. PiMi am 10. Januar 2015 um 13:35 Uhr

      Hallo Sandy,
      für mich war das Buch auch leider nur Mittelmaß. So richtig toll fand ich keine der Geschichten, aber für ein bisschen Weihnachtsstimmung haben sie schon gesorgt. Kann man also lesen, muss man aber nicht. Wie du schon schreibst, hätte auch wunderschön werden können.
      Lieben Gruß und einen tollen Start ins neue Jahr
      Miriam

      • Sandy am 12. Januar 2015 um 09:51 Uhr

        Frohes neues Jahr für dich und deine Familie, frisch gebackene Mami! 😀

    2. Miss Bookiverse am 4. Januar 2015 um 18:25 Uhr

      Ich finde es so schade, dass Kelly Link bei so vielen so schlecht wegkommt. Ich kann das schon verstehen, sie schreibt wirklich etwas verwirrend und absurd, aber genau das mag ich an ihr. An manchen Stellen muss man einfach den Kopf ausschalten können und nicht alles hinterfragen, um Gefallen an ihren Geschichten zu finden.

      Mir hat die Anthologie insgesamt etwas besser gefallen, glaube ich. Ich fand’s einfach schön thematische Geschichten für die Feiertage zu haben und ich war richtig begeistert wieviel Wert auf diversity gelegt wurde.

      • Sandy am 4. Januar 2015 um 20:06 Uhr

        Gegen Vielfalt habe ich überhaupt nichts und ich mag es auch, wenn gewisse Erzählungen kryptisch sind.
        Aber mit Kelly Links Geschichte konnte ich halt echt nichts anfangen. Ich persönlich fand ihren Erzählstil nur so lala und die Hauptfigur blieb mir fremd.

        Die Mehrheit der Autoren sind SEHR bekannt. Da bin ich anspruchsvoller und bewerte auch mal „härter“. 😉

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