Rezension zu „The Unbecoming of Mara Dyer“ von Michelle Hodkin

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 4 Nestgeflüster

 

The Unbecoming of Mara Dyer_Michelle Hodkin

The Unbecoming of Mara Dyer

Autorin: Michelle Hodkin

Seiten: 464 (gebundene Ausgabe)

Sprache: Englisch

Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers

ISBN: 978-1442421769

 

 

 

Die Autorin…

Michelle Hodkin wuchs im Süden Floridas auf und ging später aufs College nach New York. Für ihr Jura Studium ging Michelle danach auf die Universiät von Michigan.
“The Unbecoming of Mara Dyer” ist Michelle Hodkins Debütroman und erschien im September 2011 bei Simon & Schuster Books. Die Fortsetzung “The Evolution of Mara Dyer” erscheint im Herbst 2012. Michelle lebt heute in Charleston, South Carolina. Mehr Infos gibt es auf ihrer Website www.MichelleHodkin.com und ihrem Blog http://www.michellehodkin.blogspot.de/ .

 

 

 

Buchinhalt…

Als Mara Dyer nach einem Koma im Krankenhaus erwacht, liegt ihr bisheriges Leben in Scherben. Nach einem Unfall hat Mara jegliche Erinnerung an die Geschehnisse des Abends verloren. Nur so viel ist sicher: ihr Freund sowie ihre zwei Freundinnen Claire und Rachel sind nicht so glimpflich davon gekommen. Alle drei sind bei diesem mysteriösen Unfall getötet worden. Jeder fragt sich, wie Mara selbst dabei überleben konnte. Das Trauma und die damit verbundene Trauer überschatten das Leben der Familie. So nehmen ihre Eltern einen Umzug nach Florida als eine neue Chance für die ganze Familie in Angriff. Aber eine neue Stadt, ein neues Haus und die neue Schule ändern nichts an Maras psyschiche Situation. Ganz im Gegenteil. Hier scheinen sie das Mädchen stärker denn je im Griff zu haben. Vermeintliche Halluzinationen und Albträume dominieren. Mara hat Erscheinungen, die nicht da sein können und bekommt bald das Gefühl durchzudrehen. Ist sie wirklich verrückt geworden?

In all diesem Durcheinander trifft sie auf den wahrgewordenen Traum jedes Mädchens an Maras neuer Schule. Noah Shaw heftet sich an die Fersen des Mädchens, mit dem ganz offensichtlichen Ziel sie als nächste abzuschleppen. Mara ist alles andere als begeistert und will einfach nur ihr Leben wieder in den Griff kriegen. Dann stolpert sie immer mehr auf die Wahrheit zu. Aber diese Wahrheit wird Mara Dyer nicht gefallen, denn sie ist so viel grausamer als ihre Albträume…

 

 „…My life was unraveling, my UNIVERSE was unraveling, and I needed to know what happenened to me NOW…“
~ S. 358, The Unbecoming of Mara Dyer

 

 

 

Persönliche Meinung…

Vor Michelle Hodkins Erstlingswerk konnte sich im letzten Herbst kaum ein leidenschaftlicher YA-Leser, in ihrer Heimat Amerika drücken. Ein Buch, welches den Titel „The Unbecoming of Mara Dyer“ trägt, lässt einen unwillkürlich aufhorchen. Doch was ist das besondere an diesem Trilogie-Auftakt? Ich kann nicht sagen, wo der Hype bei anderen Lesern herankommt. Ich wusste kein Stück, in was für eine Richtung dieses Buch geht. Und trotzdem musste ich es besitzen, es lesen.

Monatelang lag das Debüt der amerikanischen Autorin Michelle Hodkin in der Warteschleife. Aus einer Laune heraus und weil das Cover mir regelrecht ins Gesicht schrie, begann ich zu lesen und konnte nicht mehr aufhören.

Was geschah mit Mara Dyer und ihren Freunden? Diese Frage schwebt wie ein Damoklesschwert düster über dem Kopf der Protagonistin und des Lesers. Dyer wacht auf und wünscht sich bereits nach kurzer Zeit wieder zurück ins Koma. Ihre Freunde sind tot. Das Gefühl, dass sie es auch sein müsste, lässt sich nicht abschütteln. Ihr Gedächtnis will sich durch das Trauma der Unfallnacht einfach nicht erholen. Schlimme Albträume, Tagträume und Halluzinationen drängen das junge Mädchen verunsichert und verängstigt in eine Sackgasse. Autorin Michelle Hodkin entscheidet Mara und ihre Familie nach Florida ziehen zu lassen. Doch die neue Umgebung macht Mara auch dort zu schaffen. Immer wieder scheinen sich Tagträume mit der Wirklichkeit zu vermischen. Oder sind diese Dinge wirklich nur reine Fiktion? Ein Aufeinandertreffen mit Herzensbrecher Noah Shaw auf ihrer neuen Schule, stimmt das Mädchen zunächst nicht milder. Denn obwohl Mara eine ungeheure Anziehungskraft zum Sonnyboy Noah verspürt, hat sie absolut keine Lust, sich von ihm das Herz brechen zu lassen. Probleme hat sie ja schon genug. Dennoch entsteht eine Chemie zwischen den beiden. Also wieder ein süßes, bis über beiden Ohren verknalltes, wunderschönes Pärchen? Zum Glück definitiv nicht. Was der Leser serviert bekommt, sind geballte freche Wortgefechte und Neckereien. Mara ist kein naives Dummchen und Noah findet das zunehmend anziehend. Das macht beide Figuren zu wahren Symphatieträgern und bringt kleine unbeschwerte Momente in diesen düsteren Paranormalen Thriller.

Generell ist es nicht zu überlesen, dass Michelle Hodkin diverse Themen/Genre in diesem Buch vereint. So hatte ich manchmal das Gefühl, als ob sie nicht nur ihre Protagonistin Mara Dyer in den Wahnsinn treiben möchte. Die Nerven liegen oftmals blank und der Weg in die Psychiatrie scheint für Mara daher bald gar nicht mehr so abwegig. Aber will Mara schon aufgeben, oder will sie nicht doch auf Wahrheitssuche gehen? Ihr Leben ist ja schon ein Albtraum, glaubt sie.

Die Charaktere in „The Unbecoming of Mara Dyer“ wurden von der Autorin bedächtig umschrieben und sehr gut in die Gesamthandlung einbezogen.

Das Sequel trägt den fabelhaften Titel „The Evolution of Mara Dyer“ und erscheint in den USA im Oktober 2012. Es hat natürlich in meinem Wunsch(t)raum schon Platz genommen.

 

Fazit…

Michelle Hodkin weiß in ihrem Debüt mit ihren Protagonisten und Lesern zu spielen. Der Schreibstil ist sehr facettenreich und wortgewandt. Die Plots werfen viele zu lösende Rätsel auf. Es gibt sowohl unterschwellige als auch zum Nägel herunter kauende Spannung. Untergemischt werden paranormale Einflüsse und machen diesen Trilogie-Auftakt zu einer Ausnahmeerscheinung. Das Finale setzt diesem Buch die Krone auf. Da standen mir die Haare zu Berge.

 

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    4 Nestgeflüster zu “Rezension zu „The Unbecoming of Mara Dyer“ von Michelle Hodkin”

    1. Lea am 25. September 2015 um 12:10 Uhr

      Hallo 🙂
      Ich wollte mal Fragen, ob die reihe auf Englisch schwer zu lesen ist ?
      Liebe Grüße
      Lea von Buchjunkie

      • Sandy am 25. September 2015 um 15:02 Uhr

        Hi,
        das ist nicht leicht zu beantworten, wenn ich nicht weiß, was du unter „schwer“ verstehst.
        Ich lese sehr viel auf Englisch. Für jemanden, der nicht so viel englischsprachige Bücher liest, empfehle ich immer erstmal die Leseprobe zu lesen. Dann bekommst du vielleicht auch ein Gefühl, ob du dir mehr zutraust.

        Viele Grüße

    2. Captain Cow am 9. Mai 2012 um 14:50 Uhr

      Aww, ich kann dir nur zustimmen. Ich war so, so, so begeistert von dem Buch, zumal sich die Liebesgeschichte nur allmählich entwickelt und die Idee echt toll war, mit diesen paranormalen Eigenschaften. Zudem fand ich es interessant, dass Mara nicht der unschuldige Engel ist, der allen das Leben retten muss, sondern ihre „Gabe“ schlechte Eigenschaften besitzt.
      Eine wirklich tolle Rezension, die mir glatt Lust macht, das Buch ein drittes Mal zu lesen (chrm, ja, aus Vorfreude und einem Ich-kann-es-kaum-erwarten-Gefühl auf den zweiten Band habe ich es mehrmals verschlungen).

      • Sandy am 9. Mai 2012 um 20:08 Uhr

        Danke schön! Das ist lieb.
        Mir gefiel auch sehr, dass es sich hier um eine relativ ’schnulzfreie‘ Liebesgeschichte handelt. Und obwohl Noah so ein arroganter Proll ist, muss man ihn irgendwie doch toll finden.
        Die Facetten der beiden zu entdecken, war wirklich interessant.

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