Rezension | „Die letzte Drachentöterin“ (Drachen-Trilogie #1) von Jasper Fforde

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Die letzte Drachentöterin


Die letzte Drachentöterin
(Drachen-Trilogie #1) / Autor: Jasper Fforde / Seiten: 252 (Hardcover) / Verlag: ONE (Bastei Lübbe) / Sprache: Deutsch / Mayersche | Bücher.de

 

 

Der Autor…

Jasper Fforde wurde 1961 in Wales geboren. Bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben widmen konnte, war er 19 Jahre in der Filmindustrie tätig und verfasste nebenbei einen Roman nach dem anderen. Als 2001 schließlich sein erster Roman „Der Fall Jane Eyre“ veröffentlicht wurde, war das Buch weltweit sofort ein Riesenerfolg, dem weitere folgten. „Grau“ ist sein achter Roman.

Jasper Fforde lebt mit seiner Frau und seinen sechs Kindern in Wales.

 

Der Plot…

Magie war in der guten alten Zeit unverzichtbar – sie konnte sowohl ein ganzes Königreich retten als auch verstopfte Rohre reparieren.
Doch im heutigen Ununited Kingdom schaut alles anders aus. Ehemals mächtige Zauberer müssen nunmehr ihre Kräfte für Kleinreparaturen hergeben und mit Teppichen Pizzen ausliefern, um sich ihr Überleben zu sichern. Auch in Kazam, einer Jobagentur für Zauberer, laufen die Geschäfte mehr schlecht als recht. Jennifer Strange, gerade mal 15-jährig, hat somit als Leiterin von Kazam alle Hände voll zutun. Und als wäre das nicht genug, wird Jennifer und kurz darauf dem gesamten Ununited Kingdom die Vorhersage unterbreitet, dass in kürze der letzte lebende Drache getötet wird…durch Jennifer persönlich. Fortan steht das Leben von Jennifer Strange komplett auf dem Kopf. Ihr wird unerwartete Aufmerksamkeit und Ruhm zuteil. Doch kann Jennifer sich wirklich ihrem vorhergesagten Schicksal als letzte Drachentöterin beugen?

 

 

Meiner Ansicht nach…

Längst gelten Jasper Ffordes Bücher als Kult. Jedoch hatte ich keines seiner Bücher, sowohl aus der Erwachsenen Sparte als auch der Drachen-Trilogie, bisher gelesen. Dabei veröffentlichte Fforde mit dem Drachen-Auftakt (OT: „The last Dragonslayer“) sein Jugendbuch-Debüt im englischsprachigen Raum, bereits vor über vier Jahren.
Mit geringer Erwartungshaltung begann ich DIE LETZTE DRACHENTÖTERIN zu lesen und wurde angenehm überrascht.

Jasper Fforde schreibt Bücher für Leser, die sich vor exzentrischen Set-ups und Handlungen, sowie seltsamen Figuren, nicht scheuen. Ich bin immer gerne für etwas Neues zu haben und wer den Wunsch ebenfalls hat, sich wirklich mal wieder überraschen zu lassen, dem wird DIE LETZTE DRACHENTÖTERIN ganz sicher gefallen.

Es gibt ähnliche Technologien und eine Regierung, doch Ununited Kingdom ist eine komplett andere Welt. Eine Welt in der Menschen wie wir mit Drachen, Trolle, Magiern und Quarktieren leben. Magie ist alltäglich in Ununited Kingdom. Sie ist dort so normal, dass ihre Kraft zunehmends schwindet und unwichtig wird. Sehr zum Leidwesen von Jennifer Strange. Ein sehr bodenständiges junges Mädchen, welches mit ihren 15 Jahren schon sehr viel Verantwortung, durch die Leitung der Zauberer-Vermittlungsagentur Kazam, tragen muss. Ihr Boss hat sich aus dem Staub gemacht, was bedeutet, dass Jennifer einen streitsüchtigen Haufen der ehemaligen Zauber-Elite, unter Kontrolle halten muss.

Die erste Hälfte des Buches nutzte der Autor als eine Art Einführung in die Welt, in der Jennifer Strange und Co. leben. Ich empfand sowohl den Einstieg als auch die Weiterführung als sehr unterhaltend. Die Geschichte ist gespikt mit witzigen Dialogen, kreativem vielschichtigen Set-up und sehr interessanten Fakten zu diversen Figuren und vergangener Kriege. Der Erzählstil ist klar und dicht, und für die Altersgruppe gut zu verstehen.

Die Figuren, allen voran Jennifer Strange und dem hässlichen Quarktier, wurden liebevoll und mit einer gewissen Tim Burton-ähnlichen Skurrilität, vom Autor erfasst. Vor allem das Quarktier hatte es mir angetan. Tiefsinnige Dialoge bekommt man natürlich anhand des beschränkten Wortschatzes dieses abscheulich – aber irgendwie doch knuddeligen – Monsters nicht zu lesen, aber es war ein amüsanter Zeitgenosse.

In Gänze habe ich Jasper Ffordes Jugendbuch-Debüt sehr genossen. Ich schätze es sehr, wenn ein Autor mit einem ganz eigenen Stil und sehr viel Vorstellungskraft so komplexe Welten für junge Leser kreirt. DIE LETZTE DRACHENTÖTERIN ist ein ganz tolles Buch für junge Leser und Fans des Autors, die große Lust auf frischen Wind verspüren.

 

 

Tacheles…

Wer auf der Suche nach einer schön schrägen und magischen Geschichte mit einem ganz eigenen Touch ist, wird hier fündig. Jasper Ffordes erstes Jugendbuch sprüht vor Witz, Ideenreichtum und wunderbar skurrilen Figuren, in einer sehr phantasievollen Welt. Ich bin ganz „quarkig“ darauf zu erfahren, welche Abenteuer auf Jennifer Strange und ihre Freunde als nächstes warten.

 

 

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    2 Nestgeflüster zu “Rezension | „Die letzte Drachentöterin“ (Drachen-Trilogie #1) von Jasper Fforde”

    1. Fabian am 16. Februar 2015 um 18:09 Uhr

      Ach, das klingt doch genau nach einem Buch für mich xD
      Skurrile Charaktere, Magie und schräg Ideen sind immer gut 😀

      • Sandy am 16. Februar 2015 um 18:28 Uhr

        Der Meinung bin ich auch. Ist super zu lesen und das >worldbuilding< ist kurios, verrückt und süß. 🙂

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