Rezension | „Rebel of the Sands“ von Alwyn Hamilton

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 4 Nestgeflüster

Rebel of the Sands_Hamilton

 

Autorin: Alwyn Hamilton / Reihe: 1 von 3 / 358 Seiten / Paperback / US-Verlag: Faber & Faber / deutscher Verlag: cbj / Bewertung: 4* / auch erhältlich bei: bücher.de, mayersche.de

 

Der Plot…

Die 16-jährige Scharfschützin Amani wünscht sich nichts mehr, als Dustwalk, einem Kaff mitten in der Wüste, endlich den Rücken zu kehren. Ihre große Chance sieht sie bei einem Schießwettbewerb, der Amani die Freiheit bringen soll. Dort kreuzt Jin ihren Weg: ein faszinierender Fremder, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird. Jin soll zu den Rebellen gehören, die den abtrünnigen Prinzen Ahmed unterstützen. Amani und Jin werden Reisegefährten wider Willen und kämpfen bald ums Überleben – gegen magische Djinn, gegen die Soldaten des Sultans und eine mysteriöse, tödliche Waffe. Unversehens steckt Amani mitten in einer Rebellion, die das Schicksal ihres Landes entscheiden könnte und ihre Gefühle für Jin offenbart …

 

 

Mein Resumé…

Sie sind seit letztem Jahr sehr gerne gesehen im Jugendbuch; die fernöstlichen Einflüsse. Beste Beispiele dafür sind »Elias & Laia«, »Zorn & Morgenröte«, sowie »Tausend Nächte aus Sand und Feuer«. All diese Bücher lösen den längst eingerosteten Dystopie-Hype ab. 24934065
»Rebel of the Sands«, das Debüt von Alwyn Hamilton, gibt atmosphärisch für mich noch etwas anderes her. Es war erfrischend, eine Fantasy-Geschichte zu lesen, die mit einem etwas anderen Mix aufwartet.
So fegt dem Leser neben dem fernöstlichen Touch – heiße Wüstenlandschaften, Djinnis und mystische Wesen – noch eine Spur Western-Feeling um die Nase. Rauchende Kolts, Messerspiele und eine Protagonistin die beides aus dem Stegreif beherrscht? Die Autorin Alwyn Hamilton schenkt dem Leser das ganze Paket.

Amani ist eine Naturgewalt, wie ich sie eine Weile nicht in einem Jugendbuch erlebt habe. Ja, wir kennen alle die „Kicka** Heldinnen“. Diese sind zäh, widerspenstig, resolut und mutig.
Amani, die Rebellin des Sandes, jedoch verkörpert eine andere Form all dieser Charakterzüge. Tatsächlich hat dieses junge Mädchen einen wilden Geist, gepaart mit Temperament und viel Feuer im Bauch. Sie ist zudem eine Sympathieträgerin, die Mitgefühl zeigt, was es mir sehr leicht machte, den Plot und ihre Reise zu verfolgen. Ihre charakteristische Entwicklung ist ein sehr wichtiger Teil dieses Buches; wie sie reift und die Welt jenseits von Dustwalk auf eigene Faust entdeckt.

Allein geht Amani den Weg natürlich nicht. So schuf die Autorin (natürlich) einen männlichen Gegenpol zu Amani, namens Jin. Selbstverständlich verkörpert Jin all das, was man im Jugendbuch findet. Einen attraktiven, durchtrainierten Kämpfer mit einem Geheimnis. Doch ganz so klischeebehaftet, wie man befürchtet, ist der Verlauf dieser Beziehung nicht. Die beiden halten den Leser mit ihren Tricks, die sie gegeneinander anwenden, bei der Stange. So versucht der eine den anderen immer wieder übers Ohr zu hauen, bis sie begreifen, dass sie von einer Zusammenarbeit profitieren könnten. Mir gefiel besonders, dass aufkeimende Gefühle nicht die Geschichte beherrschten.
Auch die Zeichnungen der Nebenfiguren sprachen mich sehr an. Sie alle blieben zwar etwas blasser, aber hier sehe ich – aufgrund eines Auftakts – noch Entwicklungspotenzial.

Das Durchschreiten der erschaffenen Welt empfand ich als unheimlich gelungen und fantastisch. Mir gefiel, wie die traditionellen, kulturellen Einflüsse aufeinander prallten und mit moderner Technologie verschmolzen. Sogar Volksmärchen/Sagen wurden durch Erzählungen Amanis in den Plot eingewebt. Es machte Spaß, all diese Elemente beim lesen zu entdecken.

Dies ist ein Debüt, was ich als erstaunlich empfinde. Einzig die manchmal etwas zu blasse Charakterzeichnung bei den Nebenfiguren, lässt das Feuer nicht ganz so hoch züngeln. In Gänze bin ich überaus angenehm überrascht von der Schreibe der Autorin und ich möchte das Sequel dieser Trilogie nicht verpassen. Einen Cliffhanger muss man bei diesem Trilogie-Auftakt übrigens nicht fürchten.

 

 

Tacheles…

Die unendliche heiße Wüste, fernöstliche Elemente gepaart mit Western-Atmosphäre und mystischen Wesen. All das und obendrauf eine Protagonistin, die nicht nur jeden Saloon mit ihrer Schusssicherheit aufmischt. Ein kurzweiliges und spannendes Abenteuer ist hier garantiert!

 

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    4 Nestgeflüster zu “Rezension | „Rebel of the Sands“ von Alwyn Hamilton”

    1. Effi am 17. August 2016 um 10:29 Uhr

      Ich bin momentan total im Fantasy-Fieber, von daher passt das richtig gut.:)
      Und der Vergleich mit „Elias & Laia“ macht es mir noch schmackhafter – ich lieeebe dieses Buch. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil!

      Liebe Grüße
      Effi

      • Sandy am 19. August 2016 um 13:13 Uhr

        Auf den zweiten „Elias & Leia“ Band freue ich mich auch sehr. Das Debüt hatte mich sehr überraschen können.

        Sonnige Grüße,
        Sandy

    2. Effi am 13. August 2016 um 21:04 Uhr

      Hallo liebe Sandy!

      Seitdem ich „The Forbidden Wish“ gelesen habe, möchte ich unbedingt noch mehr Bücher mit diesem besonderen Wüstensetting lesen. Ich schleiche schon die ganze Zeit um „Rebel of the Sands“ herum, unsicher, ob ich es nun kaufen soll. Aber durch deine Rezi ist es doch wieder etwas in den Fokus gerückt, da es sich wirklich mal nach einer Abwechslung anhört. Danke!

      • Sandy am 14. August 2016 um 17:12 Uhr

        Hi Effi,
        dein Zögern kann ich sehr verstehen. Ging mir ganz ähnlich. Außerdem hatte ich eeeewig nichts aus dem Fantasy-Bereich gelesen. Aber das Buch beginnt schon wirklich gut.
        Ich denke, es ist vom Typus in die Richtung von „An Ember in the Ashes“, allerdings mit ner großen Portion Western Gefühl dazu.
        Hoffe, es wird dir gefallen. 🙂

        Liebe Grüße,
        Sandy

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