Rezension | „Dark Matter – Der Zeitenläufer“ von Blake Crouch

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 2 Nestgeflüster

 

Autor: Blake Crouch / Umfang: 416 Seiten / Format: Paperback, Klappenbroschur / Übersetzer: Klaus Berr / Verlag: Goldmann / erhältlich bei: Bücher.de, mayersche.de

 

Der Plot…

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

 

 

Mein Resumé…

Wie weit würdest du gehen, um die zu beschützen, die du liebst? Wurdest du jemals durch eine getroffene Entscheidung zurückgeworfen? Wolltest du sie später rückgängig machen? Fragen nach dem eigenen Glück, stellen wir uns zwangsläufig im Leben. Und das nicht nur einmal.

Natürlich trifft man nicht immer die richtige Entscheidung. Das Leben ist schließlich kein Weg, der geradeaus führt. Es gibt Abzweigungen, Einbahnstraßen, Hindernisse und starkes Gefälle. In DARK MATTER stößt der Autor Blake Crouch den Leser genau auf diese Punkte. Es ist eine überaus komplexe Handlung, gespikt mit wissenschaftlichen Thesen, SciFi-Elementen und einer sehr spannenden, erschreckenden Verfolgungsjagd durch das Raum-Zeit-Kontinuum.

 

 

Als einen passionierten Leser von SciFi-Romanen würde ich mich nicht gerade bezeichnen. Ich bin in der Vergangenheit manches Mal regelrecht Reiz überflutet worden. Doch Prof. Jason Dessen und seinen genialen Verstand auf seinem surrealen Trip zu begleiten, war eine absolut fesselnde und beängstigende Erfahrung. Crouch gelang es, mich vom ersten bis zum letzten Satz zu packen. Der Schreibstil und das Format sind einfach aufgebaut und zu verstehen und doch komplex, was den Roman zu einem Pageturner macht.

Abgesehen vom Spannungsfaktor appelliert aber die Handlung vor allem an die menschliche Verletzlichkeit, Liebe, Familie, fehlgeschlagene Entscheidungen und Bedauern.

Einziger kleiner Wehrmutstropfen waren für mich ein paar Logikfehler. Auch das Ende fühlte sich ziemlich nach ‚Hollywood-Showdown-Kracher‘ an. Apropos: Angeblich sollen die Filmrechte schon lange vor Beendigung des Buches erworben worden sein. Würde ich mir den Film anschauen? Unbedingt, denn Blake Crouchs Roman bietet richtig guten Filmstoff.

 

 

Tacheles…

DARK MATTER bietet mit seinen SciFi- und Thriller-Elementen, viel Spannung und ein grandioses Verwirrspiel. Blake Crouch setzt sich in diesem Spektakel mit den Themen auseinander, die für uns Menschen das Leben erst lebenswert machen: Liebe, Familie und der Wert des Lebens. Doch was geschieht, wenn wir bereuen und unsere Entscheidungen in Frage stellen? Crouch bringt den Leser mit seinen teils erschreckend realistisch ausgeführten Szenarien unweigerlich zum nachdenken. Obwohl der Roman zum Ende ein paar Logikfehler für mich aufwies, wurde das Lesevergnügen nicht getrübt. Filmreif!

 

Ebenfalls rezensiert von:

Büchermonster

 

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    2 Nestgeflüster zu “Rezension | „Dark Matter – Der Zeitenläufer“ von Blake Crouch”

    1. Janina am 30. Juli 2017 um 21:23 Uhr

      Dark Matter steht schon seit einer Weile auf meiner Liste und bis jetzt habe ich echt nur Gutes gehört! Ich muss mich endlich mal trauen und das Buch auch lesen – bin nämlich auch nicht wirklich Sci-Fi-Leserin. Wusste aber nicht, dass die Filmrechte schon verkauft wurden. (Obwohl mir das ja noch einen zusätzlich Reiz und Motivation geben, um den Schritt zu wagen und Dark Matter eine Chance zu geben.) Happy reading weiterhin! 🙂

      • Sandy am 30. Juli 2017 um 21:37 Uhr

        Hi Janina,
        die Skepsis kann ich gut nachempfinden. Ich nehme auch äußerst selten bis gar nicht SciFi-Romane zur Hand. Aber hier ist Thriller-Anteil auch gut ausbalanciert. Und die Schreibe ist richtig gut!
        Würde mich zumindest sehr freuen, wenn du es doch wagst. Ganz unvoreingenommen loslegen. 😉

        LG,
        Sandy

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