Rezension zu „The Fault in our Stars“ von John Green

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 10 Nestgeflüster

TFioS

 The Fault in our Stars

Autor: John Green

Seiten: 336 (gebundene Ausgabe)

Sprache: Englisch

Verlag: Dutton Juvenile

ISBN: 978-0525478812

Empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

 

 

 

Der Autor…

John Green ist Autor von New York Times Bestseller wie “Eine wie Alaska” (OT: Looking for Alaska), “Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)” (OT: An Abundance of Katherine’s) und “Margos Spuren” (OT: Paper Towns). Er hat ebenfalls mit seinem Kollegen David Levithan das Buch “Will & Will” (OT: Will Grayson, Will Grayson) geschrieben, welches im April 2012 bei cbt in Deutschland erschienen ist.

Seine Bücher haben unzählige Preise gewonnen und sind in mehr als einem Dutzend Sprachen erschienen.

 

 

Buchinhalt…

Hazel Lancaster ist krank, todkrank. Seit 4 Jahren leidet sie an Lungenkrebs im Stadium IV. Medikamente halten die Krebszellen in Schacht. Doch immer wieder auftretende Nebenwirkungen, der ohnehin schon geschwächte Körper der 16-jährigen sowie ihr treuer Begleiter – ein Sauerstofftank – hindern sie schon lange daran ein normales Leben zu führen. Von ihrer Mutter wird sie aus dem Haus getrieben um vermeintlichen Depressionen gegen zu wirken. So sitzt sie eines Tages in einer Selbsthilfegruppe für Krebskranke. Als ein Junge namens Augustus Waters in der Runde Platz nimmt, wird die abgestumpfte Hazel wachsam. Denn Augustus alias Gus kann den Blick nicht von ihr abwenden. Aus einer zufälligen Begegnung, entstehen weitere Treffen bei denen sie erfährt, dass Augustus den Krebs bekämpfen konnte. Der aufgeweckte, lebensfrohe Junge lockt Hazel aus ihrem Schneckenhaus und macht ihr unmissverständlich klar, dass er ein reges Interesse an ihr hat. Doch mehr als Freundschaft ist Hazel, trotz ihrer Gefühle für Augustus, nicht bereit zu geben. Zum ersten Mal seit langer Zeit beginnt Hazel sich wieder wohler zu fühlen, wird aktiver und lässt Augustus an ihren Gedanken und Träumen teilhaben. Und während diese beiden jungen Menschen gerade eben noch Hazels schmerzfreie Momente genießen konnten, schlägt das Schicksal im nächsten Augenblick erbarmungslos zu.

 

 

Persönliche Meinung…

Selbst nach Wochen ist es schwer für mich, trotz Notizen passende Worte zu finden, die John Greens „The Fault in our Stars“ gerecht werden.

Es gibt alle paar Jahre ein Autor, der mit seinen Geschichten eine Generation bewegt. Zu diesen Autoren kann sich Green eindeutig zählen. Es ist eines, eine wundervolle insgesamt stimmige Geschichte zu erzählen. Doch John Greens Bücher überwiegen diese. Wenn Green das Schicksal seiner Protagonisten umschreibt, haut er dem Leser nicht nur eine Wolke geballter, intelligenter Worte um die Ohren. Man stellt sich besser auf ein Gewitter mit Regen, Hagel und dem schönsten Regenbogen am Himmel ein. „The Fault in our Stars“ wird getragen von Ehrlichkeit, Scharfsinnigkeit, Glück und viel Schmerz. In dieser fiktionalen Geschichte um Hazel Grace Lancaster und Augustus Waters wird die Krankheit Krebs nicht verschönigt. So achtete Green darauf, den Leser auf jeder Seite seines Buches auf das Thema zu stoßen, ohne daraus eine gänzlich tragische Krebsgeschichte zu machen. Der Autor lässt seine Protagonistin Hazel nicht als verletzliche Krebspatientin dastehen. Wenn ein Mensch sich auf einen Kampf um sein Leben einstellen muss, dann ist es wahrhaftig ein Kampf. Denn wer möchte sein eigenes Leben schon so leichtfertig aufgeben?! Hazel muss seit 4 Jahren mit einer sehr aggressiven Krebsart leben, immer wieder Rückschläge einstecken. Da benötigt sie nicht nur eine Menge Überlebenswillen sondern auch Humor. Und Hazel gibt dem Leser rabenschwarzen Humor. Man lacht auf der einen Buchseite herzlich und im nächsten Kapitel, während die Protagonistin über ihren beispiellosen Alltag berichtet, wird heftig geschluckt.

Ich sage es immer wieder: jedes gute Buch braucht starke Protagonisten. John Green gibt uns neben Hazel, Augustus Walters. Eine Naturgewalt mit der das Mädchen nicht mehr gerechnet hat. Kalt erwischt hat er nicht nur Hazel, sondern auch mich. ‚Gus‘ kennt ihre Schmerzen, er versteht ihre Gedanken und lässt es gerade deshalb nicht zu, Hazel in eine Depression gleiten zu lassen. So zeigt er ihr auf sehr ehrliche und gefühlvolle Art, dass sie noch lange nicht tot ist. Das ihr Leben es nicht nur verdient, gelebt zu werden sondern das sie es ihrem Leben schuldig ist.

Mit einer Wende kann die Geschichte natürlich auch dienen. Es ist keine schöne Wende. Sie ist leise und erbarmungslos.

An „The Fault in our Stars“ können sich sowohl Erwachsene als auch Jugendliche heranwagen. Es ist ein Buch, welches alle Altersklassen lesen können. Es ist ein Buch, über das man sehr lange nachdenkt und sicher auch reden sollte. Ich musste darüber reden.

 

Fazit…

„The Fault in our Stars“ ist schön, grausam, clever, ehrlich, witzig und sprüht dank seiner todkranken Protagonisten gar über vor Leben. Mit diesem Buch hat sich John Green vollends in mein Herz geschrieben.

 

 

 

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    10 Nestgeflüster zu “Rezension zu „The Fault in our Stars“ von John Green”

    1. Arika am 17. März 2015 um 22:32 Uhr

      Fazit: „The Fault in our Stars“ ist schön, grausam, clever, ehrlich, witzig und sprüht dank seiner todkranken Protagonisten gar über vor Leben. Mit diesem Buch hat sich John Green vollends in mein Herz geschrieben.

      Was soll ich da noch mehr sagen? Perfekter kann man es nicht ausdrücken.
      Dieses Buch teilt sich mit ‚The Distance between us‘ (Kasie West) & ‚Vor uns das Leben‘ (Amy Harmon) den ersten Platz meiner Lieblingsbücher

      Liebe Grüße
      Arika

      PS: Lesetipp: Vor uns das Leben (Amy Harmon), Kommissar Kluftinger (Volker Klüpfel & Michael Kobr – vor allem Herzblut, Grimmbart und Seegrund)

    2. Maria am 12. Dezember 2013 um 16:29 Uhr

      Ich wollte das Buch auch lesen, aber ich bin erst 14.Ich kann eigentlich recht gut englisch, aber ich hab trotzdem Angst, dass ich es nicht verstehen werde. Glaubst du, dass ich das Buch mit 14 schon lesen könnte?

      • Sandy am 12. Dezember 2013 um 20:48 Uhr

        Hallo Maria,
        es ist etwas schwierig für mich zu beurteilen, wie gut dein Englisch ist. Liest du öfters Bücher in Englisch? Wenn ja, sehe ich da kein Problem. Wenn du noch unsicher bist, dann greife zur Übersetzung (die soll auch sehr gut sein). Wie immer du dich entscheidest, ich wünsche dir tolle Lesestunden mit dem Buch!
        LG

      • Linnea am 11. März 2014 um 09:00 Uhr

        Also ich bin auch 14, und hab das Buch auf English gelesen…
        Es ging gut(: Es ist gut verständlich geschrieben(:
        Viel Spass!

    3. Damaris am 7. Mai 2012 um 21:15 Uhr

      Ohhhh, jetzt musste ich schon fast beim Lesen deiner Rezi das Pipi aus den Augen wischen. Klingt sehr tragisch, aber auch schön!!!
      Weißt du, dass ich seit „Will & Will“ ein absoluter Green Fan bin? Hab mich gleich auf die Suche gemacht u. „Tage wie diese“ bestellt u. „Eine wie Alaska“ aus die WuLi gesetzt. Dabei bin ich auch auf TFioS gestoßen. Und jetzt hast du es rezensiert. So toll!!!! Habe schon fleißig nach einem deutschen Verlag gesucht, der das übersetzt, aber nix gefunden. Weißt du da was???
      LG,
      Damaris

      Ah, super! Du hast jetzt eine Benachrichtigungsfunktion bei Antwortkommis ;-)

      • Sandy am 7. Mai 2012 um 21:39 Uhr

        Hallo du liebe!
        Es ist ein unglaublich tolles Buch. Und ich empfehle dir wirklich, TFIOS als Originaltitel zu lesen. Greens Worte/Sätze sind so ausdrucksstark und einfach fantastisch zu lesen. Du würdest es sicher nicht bereuen. Zu deiner Frage: es gibt derzeit noch kein VÖ für TFIOS auf Deutsch. Ich bin noch nicht mal sicher, ob es einen Verlag gibt. Hätte zumindest nichts dagegen, wenn cbt (Randomhouse) sich die Rechte krallen würde.
        „Will & Will“ steht auch als Originaltitel in meiner Warteschleife. Werde es diesen oder spätestens nächsten Monat lesen. „An Abundance of Kathrines“ ist auch gerade neu eingezogen. „Tage wie diese“ mochte ich SEHR. Bin gespannt, was du darüber denkst.

        Schön noch einen Green-Fan zu wissen. Der Kreis weitet sich immer mehr aus. *hihi* :D

        LG

        • Damaris am 8. Mai 2012 um 12:45 Uhr

          Ahhh, deine E-Mail Benachrichtigung bei Kommentaren ist toll!! Jetzt muss ich nicht mehr gucken, ob du geantwortet hast :-) Das war wirklich das Einzige, was bei deinem Blog „gefehlt“ hat, sonst war er ja schon immer perfekt!!

          „Tage wie diese“ kam gerade an. Ich habs neu vom Tauschticket geschnappt. Ein optisch wahnsinnig schönes Buch! „Will & Will“ war auch so toll, und ich hoffe ja auch, dass sich cbt die Rechte für TFioS krallt (ich liebe diesen Verlag!). Ich kann noch etwas warten, sonst merke ich mir das Buch mal auf Englisch. Yes! Green-Fans sollen zahlreich werden. Es lohnt sich definitiv!!

          Einen schönen Tag für dich!
          LG.
          Damaris

          • Sandy am 9. Mai 2012 um 08:51 Uhr

            „Tage wie diese“ spielt zu der Weihnachtszeit. Hatte es aber auch nicht im Winter gelesen. Ist sehr süß. :) Wünsche dir viel Freude mit dem Buch und freu mich schon auf deine Rezension!

            LG

    4. Captain Cow am 7. Mai 2012 um 20:15 Uhr

      Vorsorglich, weil das Buch in meinem Regal steht und ich ganz frei herangehen möchte, habe ich mir mal nur das Fazit durchgelesen. Aber… wahwahwah! Klingt nach einem typischen, guten John Green. Ich kann es kaum erwarten!

      • Sandy am 7. Mai 2012 um 20:40 Uhr

        Es ist ein so unglaubliches Buch. Du wirst es ganz sicher lieben, Hanna. ;)

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