Review | „Daisy Jones & The Six“ von Taylor Jenkins Reid

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Autorin: Taylor Jenkins Reid / 368 Seiten / Übersetzung: Conny Lösch / Originaltitel: Daisy Jones & The Six / Hardcover mit Schutzumschlag / Verlag: Ullstein / erhältlich bei: geniallokal.deBücher.deThalia.de

 

Der Plot…

Daisy Jones ist jung, schön und wurde ihr bisheriges Leben von den Eltern vernachlässigt. Doch Daisy hat auch eine faszinierende Stimme, großes Songwriter-Potenzial und einen starken Willen: Sie möchte mit ihren eigenen Songs erfolgreich sein. Der erste Plattenvertrag und die Debütplatte bringen das wilde Mädchen ihrem Traum einen Stück näher. Als sie zum ersten Mal gemeinsam mit THE SIX auftritt, ist das Publikum elektrisiert von ihr und Billy, dem Leadsänger der Band. Die gemeinsame Plattenfirma wittert einen Riesenerfolg und bringt die jungen Musiker für eine gemeinsame Albumaufnahme zusammen. Schon bald ist klar: Die beiden zusammen sind nicht nur auf der Bühne explosiv. Sie führen die Band zu ihrem größten Erfolg und auch Backstage sprühen die Funken. Doch wie lange können sie den Versuchungen widerstehen?

 

 

Daisy Jones & The Six = Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll…

Sex, Drogen, Rock & Roll! Ich meine, darum ging es in den siebziger Jahren doch. Richtig?!

Taylor Jenkins Reid hat bewundernswerte Arbeit geleistet, um die Atmosphäre und Denkweise der siebziger Jahre und einer fiktiven Rockband zu schaffen, die sie über ihre ohnehin schon wildesten Träume hinaus zum Erfolg katapultierten.

Von den bescheidenen Anfängen bis hin zum Mega-Ruhm und Abstürze in dunkle Versuchungen, nimmt uns die Autorin Taylor Jenkins Reid mit auf eine Reise zurück in diese Zeit. Eine Ära als die Musik existentiell war, und die Bands ihre Kunst sowie den Rock’n’Roll-Lebensstil auf ein überdimensional exzessives Level hoben.

Als Inspirationsquelle hat sich Taylor Jenkins Reid für ihre fiktive Band an einem sehr realistischen und legendären Band-Beispiel orientiert: Fleetwood Mac.

Während des Lesens bekam ich immer wieder richtig Lust alte Dokumentationen von Bands aus den 70er Jahren zu schauen, oder hörte mir Fleetwood Macs legendäres Album „Rumours“ an um das Gefühl zu verstärken.

Um die Geschichte der fiktiven Band DAISY JONES & THE SIX zu erzählen, verwendet die Autorin ein dokumentarisches Format aus Interviews mit Zeitzeugen und Insidern, was ein interessanter Ansatz ist. Ich gebe zu, dass mich diese Form der Erzählung in der Vergangenheit enttäuscht hat. Der Erzählstil ist nicht jedermanns Sache. In diesem Buch funktioniert es an vielen Stellen, fällt allerdings auch in einigen Teilen recht flach aus. Folglich dümpelte die Handlung, für meinen Geschmack, so manches Mal vor sich hin. Auch die Klischees wirkten nicht selten überzogen dargestellt auf mich.
Was das Buch jedoch wieder spannend macht, sind die Figuren und die Dramen unter ihnen. Obwohl die Charaktere mit ihren Problemen sehr präsent waren, wirkten sie auf mich bis zum Schluss etwas unnahbar. Doch das ist entschuldbar bei richtigen Rockstars.

 

 

Im Großen und Ganzen?!

Diese Geschichte las sich trotz des durchgängigen Interview-Stils, unerwartet leicht. Ich fühlte den Flair der Zeit auf jeder Seite. Insbesondere Daisy Jones‘ Vibes gaben der Handlung genau das ‚Flower Power-Gefühl‘ und Drama, das ich mir erhofft hatte. Die Musik und das Zwischenmenschliche waren für mich das stärkste Element. In der ersten Hälfte fehlte es mir zwar manches Mal an Schwung, was in der zweiten Hälfte aber vor allem durch Daisys Figur wett gemacht wurde. Der Hype um DAISY JONES & THE SIX hat mich zwar nicht so greifen können wie so manch anderen Leser, aber die Story ist definitiv ein Erlebnis für alle, die sich kopfüber in die wilden 70er fallen lassen wollen.

 

Behind-the-Book…

Interessanter Fact: Für „Daisy Jones & The Six“ hat die Autorin sich intensiv von der Geschichte der Band Fleetwod Mac inspirieren lassen.
Außerdem hat sich Hollywood bzw. Reese Witherspoons Produktionsfirma natürlich gleich nach Erscheinen des Originaltitels gierig die Rechte geschnappt. Riley Keough (die Enkelin von Elvis Presley) wurde als Daisy besetzt, während Sam Claflin den THE SIX-Bandleader Billy verkörpern wird. Es sollen sogar die Songtexte aus dem Buch dabei zum Leben erwachen. Die Produktion der Mini-Serie, wurde im Frühjahr aufgrund des Corona-Virus‘ jedoch erstmal auf Eis gelegt.

 

 


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