Rezension | „House of Hollow“ von Krystal Sutherland

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Autor: Krystal Sutherland / 304 Seiten / Kartoniert / Verlag: PenguinTeen / Sprache: Englisch

 

Der Plot…

Seventeen-year-old Iris Hollow has always been strange. Something happened to her and her two older sisters when they were children, something they can’t quite remember but that left each of them with an identical half-moon scar at the base of their throats.

Iris has spent most of her teenage years trying to avoid the weirdness that sticks to her like tar. But when her eldest sister, Grey, goes missing under suspicious circumstances, Iris learns just how weird her life can get: horned men start shadowing her, a corpse falls out of her sister’s ceiling, and ugly, impossible memories start to twist their way to the forefront of her mind.

As Iris retraces Grey’s last known footsteps and follows the increasingly bizarre trail of breadcrumbs she left behind, it becomes apparent that the only way to save her sister is to decipher the mystery of what happened to them as children.

The closer Iris gets to the truth, the closer she comes to understanding that the answer is dark and dangerous – and that Grey has been keeping a terrible secret from her for years.

 

Mein Resumé…

Googelt man Krystal Sutherland, wird man überrascht. Nicht etwa weil HOUSE OF HOLLOW wohl nicht ihr einziges Jugendbuch ist, sondern weil ihr letztes Werk „Chemical Hearts“ (wurde auch verfilmt) – ein romantischer Jugendroman – war. Romantik sucht man nämlich in ihrem jüngstes Buch vergeblich.

Es gibt so vieles, was mir an diesem eigenartigen Buch gefallen hat. Sutherlands Schreibstil ist üppig. Blumige Beschreibungen weichen fast schon grotesken Ausführungen. Der gar märchenhafte Rhythmus ihrer Prosa macht Protagonistin Iris‘ Geschichte umso verlockender. Die Atmosphäre in diesem Roman ist ebenso exquisit wie unheimlich. Man bekommt als Leser einige äußerst aufwendige Beschreibungen über das Aussehen, die Kleidung und die Umgebung der Charaktere, was die Geschichte für mich umso lebendiger machte. 

Über die Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, aber es wird unheimlich und sehr düster. Alles wirkt etwas verwunschen und auch verloren. Ich fühlte mich bisweilen an eins von Holly Blacks Büchern erinnert. Tatsächlich überraschte mich der üppige Anteil des Surrealen. Was mich gleich zum magischen Aspekt bringt.
Die Magie in HOUSE OF HOLLOW ist ebenso schön wie gefährlich. Sutherland scheut sich nicht in die Abgründe zu gehen, die sich unter einer schönen Fassade verbergen. Sie ließen mich frösteln und die Nackenhaare hochstehen.

Die Beziehung zwischen den Hollow-Schwestern ist absolut fesselnd und eine der größten Stärken des Romans. Iris‘ Stimme war sehr überzeugend und ich fühlte mich sofort zu ihr hingezogen. Vivi und Tyler haben für einige schöne Momente der Leichtigkeit gesorgt und ich habe sie von Anfang an gemocht. Grey ist eine faszinierende, wenn auch sehr finstere Figur. Was mir äußerst gut gefallen hat ist, dass die Autorin die queere Komponente als absolute Selbstverständlichkeit behandelt hat. In Gänze las sich „House of Hollows“ nicht wie ein gängiger Jugendroman. Romantik spielt hier keine große Rolle. Ja, es wird begehrt aber die Dynamik der Schwestern liegt im Fokus der Handlung.

Wer es also wirklich mal ganz außergewöhnlich und düster spannend mag, der muss sich dieses Buch merken. Ob der cbj Verlag auch hier wieder mit der Autorin zusammenarbeitet, weiß ich allerdings leider nicht.

 

Tacheles…

HOUSE OF HOLLOW überraschte mich sehr. Krystal Sutherland schuf ein fesselndes und subversives Märchen, das die Geschichte einer vermissten Person mit sehr gruseligen surrealen Elementen kombiniert. Sutherlands Schreibstil ist atemberaubend schön, ihre Charaktere verführerisch geheimnisvoll und hinreißend.

 

 


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