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Rezension zu „Urbat – Der verlorene Bruder“ von Bree Despain

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 1 Nestgeflüster

 

Achtung! Für alle die den ersten Teil “Urbat – Die dunkle Gabe” nicht kennen, könnte diese Rezension Spoiler enthalten!!

Urbat_Der verlorene Bruder

 

 


Urbat – Der verlorene Bruder

 

Die Autorin:

Schon von klein auf hatte Bree Despain eine rege Fantasie und erfand die tollsten Geschichte, und schrieb diese nieder. Zunächst zog es Bree, trotz ihrer großen Leidenschaft, auf die Universität wo sie Jura studierte. Doch lange blieb es nicht bei diesem Studiengang. So widmete sich Bree bald darauf lieber Literaturkurse und dem Kreativen Schreiben. Nach der Universität heiratete Bree und wurde Mutter. Somit blieb nicht all zu viel Zeit zum schreiben. Doch dann erlitt Bree einen schlimmen Autounfall. Sie gestand sich ein, dass das Leben zu kurz ist und schon garnicht Träume auf die lange Bank geschoben werden sollten. So entschloss sie sich dazu, sich vollkommen der Schriftstellerei zu widmen. Ihr erstes Buch “Urbat – Die dunkle Gabe” wurde nicht nur in den USA ein riesen Erfolg. Derzeit lebt Bree Despain mit ihrem Mann und den zwei Söhnen in Salt Lake City, und arbeitet am letzten Teil der Urbat-Trilogie.

 

Buchinhalt:

Es sind zehn Monate vergangen seit den Geschehnissen um die zwei ältesten Kinder der Pastorfamilie Divine. Jude Divine ist nur wenige Wochen nach der schicksalhaften Nacht verschwunden. Seither ist seine Schwester Grace in permanenter Sorge um ihren Bruder…und um das ‚Ding‘ in ihr, dass seit dieser Nacht in ihr sitzt. Denn sie hat ihre menschliche Seele in die Klauen des Wolfes gelegt, um ihren Daniel zu retten. Doch seither hat sich nicht nur Grace zwangsläuftig verändert. Ihr Vater geht immer wieder auf längere Reisen um seinen Sohn zu finden. Und Grace‘ Mutter ist längst nicht mehr die alte, seit ihr Sohn gegangen ist. Grace findet Halt in Daniel, der ihr helfen möchte sich mit ihrem neuen Schicksal abzufinden. Denn keiner weiß so gut wie er, was Grace nun durchmacht. In Trainingsstunden bemüht sich Daniel ihr zu helfen, die Kontrolle über sich zu behalten. Doch mit einem geheimnisvollen Anruf von ihrem Bruder wendet sich das Blatt. So teilt Jude ihr mit, in welch großer Gefahr sie und ihre Familie schweben. Zeitgleich geschehen unnatürliche Übergriffe. Grace möchte nicht mehr nur tatenlos zusehen. Doch mit der Heimkehr von Grace‘ Vater und einem alten Bekannten von Daniel, droht der Rettungsplan für Jude zu scheitern. Niemand will eingreifen. Keiner, außer der mysteriöse Talbot der Grace plötzlich zur Hilfe kommt. Je mehr sie sich Talbot nähert, umso weiter entfernt sich Daniel von ihr. Und Grace scheint wie besessen davon endlich Jude zu finden…

„…Ich wollte all meine Geheimnisse verraten, damit er mir endlich von seinen erzählte.“

 

Persönliche Meinung:

Bree Despains zweiter Band der Urbat-Trilogie steigt zehn Monate nach den finalen Vorfällen aus dem ersten Buch „Urbat – Die dunkle Gabe“ wieder ein. Eine schwierige Zeit für Urbat-Protagonistin Grace Divine. Eine Zeit voller Sorge und Angst um ihren Bruder, und um sich selbst. Denn seit der Wolf nun in ihr schlummert, ist nichts mehr wie gehabt.

Die Autorin hat mit „Urbat – Der verlorene Bruder“ eine Fortsetzung geschrieben, die nicht nur mit dem ersten Band mithalten kann sondern diesen, meiner Meinung nach, noch topt. So gewährt Bree Despain den Leser durch die Erzählform (Ich-Perspektive), Einblicke in das Herz und den Kopf von Protagonistin Grace. Und dort geht es ziemlich durcheinander zu. Nachdem ihr Bruder sich Monate nach seinem Verschwinden endlich bei Grace gemeldet hat, kommt in ihr zum ersten Mal die Seite zum Vorschein, die sie versucht hat zu kontrollieren.

In kurzen Kapiteln zieht uns Bree durch gut durchdachte Plots. Ebenfalls darf man auch auf ein paar neue Charakter gespannt sein. Allen voran der mysteriöse und (natürlich) gutaussehende Talbot. Dieser weckt in Grace ganz neue Kräfte, welche ihr Daniel immer wieder predigte nicht voll auszuschöpfen. Talbot, der selbst nicht ganz menschlisch zu sein scheint, jedoch möchte das Grace vorbereitet ist. Ihr Auflehnen wirkt sich jedoch negativ auf die Beziehung zu Daniel aus, der sich immer mehr zurückzieht und kaum noch mit ihr redet. Das macht Grace noch wahnsinniger. Heißt es nicht, schlafende Hunde sollte man nicht wecken? Zu dumm, denn ihren Gemütszustand macht sich der Wolf in Grace zu Nutzen. Immer mehr durchkreuzt das Tier ihre Gedanken und Gefühle. Und wir werden Zeuge, wie stark sich Grace verändert und wie viele Kämpfe sie ausfechtet mit sich. Durch einen weiteren Charakter, der bereits im ersten Band erwähnt wurde, erfahren wir auch wieder ein Stück mehr über den Ursprung der Urbats. Daniels Verhalten gibt der Geschichte einen zusätzlichen Spannungsfaktor, welcher mich teilweise schon etwas unruhig werden lies.

Im großen und Ganzen bin ich hellauf begeistert von dem 2. Teil aus der Urbat-Trilogie. Mini Kritikpünktchen habe ich dennoch zu vergeben. Zum einen hätte ich mir einen tieferen Einblick in die restliche Familie Divine gewünscht. Was genau beschäftigt zum Beispiel den süßen, kleinen James? So richtig wurde darauf leider nicht eingegangen. Es wurden lediglich Vermutungen geäußert. Was mich gefreut hat, war dass hier Grace‘ Freundin April wieder einen Part bekommen hat. Und Dank ihr, habe ich auch so einige Male gekichert. Grace hingegen wollte ich manches Mal einfach nur nehmen und sie durchschütteln. Ein Kontra war für mich, dass ich schon relativ früh eine gewisse Vorhersehbarkeit an einem Charakter entdeckt habe. Unter Umständen könnte dies ein gutes Buch zunichte machen. Bree Despain jedoch hat es durch ihren flüssigen Erzählstil und einigen guten bzw. schockierenden Überraschungen wieder wet gemacht. Und trotz der kleinen Überraschungen, haute mich das letzte Drittel dann so komplett aus den Socken. Ich hätte ja mental vorbereitet sein können. Aber da ploppten mir fast die Augäpfel auf das Buch und der Puls tanzte Boogie. Mit so einer Wendung habe ICH nicht gerechnet. Es sei also schon mal vorweg genommen, dass da ein unbegreifliches Ende auf den Leser zukommen wird.

Der finale Band der Trilogie wird mich vermutlich komplett aus der Fassung bringen, denn es gibt ja noch EINIGES zu klären. Der Originaltitel „The Savage Grace“ wird voraussichtlich im März 2012 erscheinen. Das bedeutet für uns schätzungsweise, noch ein Jahr ausharren bis zum Showdown.

Meine Rezension zu „Urbat – Die dunkle Gabe“ ist hier zu finden.

 

Buchtitel: Urbat – Der verlorene Bruder

Seiten: 447 Seiten (gebundene Ausgabe)

Verlag: Aufbau

ISBN: 978-3351041410

 

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