Rezension | „So was passiert nur Iditoten. Wie uns.“ von Sabine Schoder

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Autorin: Sabine Schoder / 368 Seiten / Klappenbroschur / Teil 2 von 2/ Verlag: Fischer Kinder- und Jugendbuch / auch erhältlich bei: Bücher.de

 

Der Plot…

Viki und Jay sind das absolute Traumpaar, das auch nach Jahren noch auf Wolke sieben schwebt. Endlich ist alles gut, endlich hat Viki jemanden gefunden, dem sie vertrauen kann, der ohne Wenn und Aber zu ihr steht. Doch dann findet Viki heraus, dass Jay sich nachmittags heimlich duscht. Das tut doch nur jemand, der etwas zu verbergen hat. Oder?
Da ist etwas, das Jay ihr verschweigt. Etwas, das sich eiskalt in Vikis Herz bohrt. Setzt er alles, was sie hatten, einfach so aufs Spiel?

 

Mein Resumé…

Eine große Überraschung war es, als ich vor einigen Monaten zufällig erfuhr, dass Sabine Schoder tatsächlich eine Fortsetzung um die zwei Chaoten Viki und Jay geschrieben hat.
Denn obwohl das Debüt LIEBE IST WAS FÜR IDIOTEN. WIE MICH. ein Ende mit Freiraum ließ, hätte das Buch auch gut als Einzelband funktioniert.

SO WAS PASSIERT NUR IDIOTEN. WIE UNS. schließt ca. zwei Jahre nach dem Beginn der turbulenten Geschichte zwischen Viki und Jay an. In dieser Zeit haben die Zwei sich ihre ganz eigene Welt aufgebaut. Doch bereits die Einleitung vermag nichts Gutes. Stress im Paradies ist angesagt, denn Viki ist fest davon überzeugt, dass Jay Geheimnisse vor ihr hat.

Der Einstieg gestaltete sich für mich nicht unbedingt schwer, allerdings etwas holprig. Der [Zeit]Sprung vom Prolog in das erste Kapitel war groß und ich verlor kurzzeitig die Orientierung. Dicke Luft herrscht schnell zwischen dem Liebespaar und die Auflösung weshalb, wirkte etwas wirr umschrieben. Folgende kursiv gesetzte Flashbacks brachten dann mehr Licht ins Dunkel.
Die Handlung wurde natürlich mit reichlich Drama aufgepeppt. Für mich waren die Perspektiven der Nebenfiguren, wie Vikis beste Freundin Mel und Jays Kumpel Dave, eine schöne Abwechslung. Sie brachten die nötige humorvolle Note in die Handlung und standen, jeder auf seine Art, den beiden Chaoten Jay und Viki bei.

Die Entwicklung der beiden Hauptfiguren ist definitiv gegeben. Beide sind zusammen angekommen, studieren und haben gewisse Vorstellungen wo sie hinmöchten – sowohl gemeinsam, als auch beruflich. Dennoch spürte man auch, dass Viki und Jay immer noch sie selbst sind. Nur haben sich ihre Charakter noch stärker entwickelt und sie sind einander natürlich sehr viel näher. Die Verbundenheit, das Wissen über die Spleens des Anderen, wurde super schön transportiert. Ich spürte als Leser wieder, weshalb die Zwei so perfekt zueinander passen.

Insgesamt betrachtet, konnte mich Sabine Schoder wieder am meisten mit ihrem Schreibstil abholen. Während ich manches Mal mit dem Handlungsverlauf haderte, fühlte ich mich durch den Wortwitz zwischen den Zeilen dennoch gut aufgehoben.
Was mich etwas störte war, dass es eine kleine Durststrecke gab, aber die letzten Kapitel wieder sehr dramatisch waren. Spannend war es ohne jeden Zweifel, aber auch etwas „over-the-top“. Das Ende gefiel mir sehr, weil der Leser einfach nun weiß, woran er mit den beiden Hauptfiguren ist.

 

Tacheles…

Mit ihrem zweiten Buch um die Liebeschaoten Viki und Jay, legte Sabine Schoder im Großen und Ganzen eine gelungene Fortsetzung vor. Eine sehr große Stärke der Autorin ist definitiv ihre Wortgewandtheit und die Situationskomik. Auch die facettenreichen Figuren konnten mich begeistern. Die Handlung hatte für meinen Geschmack zu viele Längen und das Ende war mir zu abrupt. Dennoch bieten beide Bücher von Sabine Schoder sehr lesenswerte Unterhaltung.

 

Meine Rezension zum Erstling LIEBE IST WAS FÜR IDIOTEN. WIE MICH.

 

 

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