Rezension zu „Flüsterndes Gold“ von Carrie Jones

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 4 Nestgeflüster

 

Flüsterndes Gold

 

 

 

Flüsterndes Gold

 

 

Die Autorin:

Carrie Jones wuchs auf in den amerikanischen Bundesstaaten von New Hampshire und Maine. Nachdem sie erfolglos eine Karriere als Anwältin anstrebte, war Jones Herausgeberin einer Zeitung, bevor sie nochmal zur Uni von Vermont ging und dort ihren Master in Kreativem Schreiben machte. 2007 erschien ihr Debütroman “Tips on Having a Gay (ex) Boyfriend”. “Flüsterndes Gold” ist ihr drittes Buch und stand wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times. Carrie Jones lebt mit ihrem Mann und Tochter in Maine.

 

 

Buchinhalt:

Die junge Zara durchlebte die letzten vier Monate wie durch einen Schleier. Die Welt drehte sich unbekümmert weiter und Zara blieb stehen. Der plötzliche Tod ihres Stiefvaters, dem sie so unendlich nahe stand und den sie liebte, zerriß sie fast. Zara’s Mutter sieht nur noch einen Ausweg. Ihre Tochter muss woanders neu beginnen. Diese Chance bekommt sie bei Großmutter Betty. Vom warmen Charleston geht es also für Zara in das bitterkalte Maine. Ein Ort welcher das junge Mädchen nicht unbedingt wieder in Euphorie versetzt. Zunächst gilt es für Zara sich mit den arktischen Temperaturen anzufreunden. Und obwohl sie zunächst große Zweifel hat, muss sie sich eingestehen, dass ihr die Fürsorge von Betty gut tut. Am ersten Schultag erlebt Zara dann eine schicksalhafte Begegnung nach der nächsten. Zunächst begegnet ihr der charismatische Nick. Sofort fühlt sie sich magisch von ihm angezogen. In der quirligen Issie und dem querschnittsgelähmten Devyn findet sie neue Freunde. Doch plötzlich wird Zara mulmig zumute, als sie mitten in der Schule einen mysteriösen Mann wiedersieht. Diesen hat sie bereits in Charleston, am Bangoer Flughafen und mitten auf einer befahrenden Straße gesehen. Sie hat das ungute Gefühl, verfolgt zu werden. Und als Zara erfährt, dass ein Junge vermisst wird, beginnt sie gemeinsam mit ihren Freunden zu forschen. Bald darauf findet sie eine erste Spur…goldener Staub und eine flüsternde Stimme, welche ihr eine ungute Gänsehaut bereitet. Ein weiterer Junge aus ihrem Ort veschwindet. Erste Nachforschungen bringen Zara und ihre Freunde in eine Welt von Werwesen und Elfen. Und obwohl Nick ihnen bei der Suche hilft, hat sie das unbestimmte Gefühl, dass er ihr etwas verheimlicht….

„Kalt. Eis. Starr. Tod…
Immer gehen alle weg…“

 

Persönliche Meinung:

Mir wurde dieses Buch von vielen Seiten sehr empfohlen. Die Neugierde siegte und ich las „Flüsterndes Gold“ innerhalb eines Tages auch relativ rasch weg. Was mir von Anfang an positiv ins Auge fiel, waren die Kapiteleinleitungen. Denn die Autorin Carrie Jones hatte entschlossen, der Protagonistin eine bzw. mehrere Phobien zu verpassen. Hierbei handelt es sich um verschiedene Angstphobien. Somit wird der Leser zu jedem neuen Kapitel auch mit einer von Protagonistin Zara erfassten Phobie versorgt und erhält somit Einblick in ihre Gefühlswelt.

Die Charaktere, allen voran Zara, gefielen mir ziemlich gut. Zara hat durch den Tod ihres geliebten (Stief)Vaters ein furchtbares Trauma erlebt. Sie war dabei, als er sie und ihre Mutter verließ. Zu Beginn erscheint es auch noch, als ob sie nie wieder aus diesem Loch herausfindet. Doch Zara ist stärker als man glaubt. Sie findet wieder Kraft durch das Laufen, und ihre neuen Freunde Issie und Devyn. Vorallem aber der tolle, charismatische und sportliche Nick haut sie von den Socken bzw. aus ihren Laufschuhen. Doch die kleine Stadt im klirrend kalten Bundesstaat Maine birgt Geheimnisse. So begegnet Zara immer wieder einem mysteriöser Mann, der nichts weiter hinterlässt als eine Spur aus goldenem Staub. Mitschüler werden auf einmal vermisst und Zara und ihre Freunde entdecken während ihrer Nachforschungen, alte Geschichten um Elfen und Werwesen. Doch diese Elfen haben nichts süßes, niedliches a la Tinkerbell. Sie bringen die Dunkelheit über die menschliche Seele.

Mir gefiel, dass die Autorin sich magischen Wesen zuwandte, welche nicht schon zur Genüge in anderen (Jugend)Büchern durchgekaut wurden. Die Idee diesen Gestalten dann noch etwas böses, dunkles zu verleihen finde ich nach wie vor ziemlich genial. Hier jedoch mein Kontra: nach über 200 Seiten legte sich meine anfängliche Begeisterung für die Geschichte etwas. Zunächst konnte ich selbst nicht klar sagen weshalb. Nun bin ich mir ziemlich sicher, dass es 1. daran lag, wie selbstverständlich von den Charakteren unerklärliche Geschehnisse auf Fabeln und Legenden bezogen wurden. Das hat mich sogar gewurmt. So wurde gegoogled und im Internet gesurft und schwups…das Ergebnis war ein unumstößlicher Fakt. Ein weiterer kleiner Dämpfer kam, als Nick’s Geheimnis gelüftet wird. Ich dachte wirklich, „also bitte, das ist jetzt nicht ihr Ernst Frau Jones!?“. Womöglich hat es mich als eine der wenigen gestört. Und andere können es nicht nachvollziehen. Aber als ich das Buch zuschlug, war ich erstmal richtig unschlüssig. Find ich es noch gut, oder ist es eher Mittelmaß für MICH?

Fazit: Gut ja, mit tollen Charakteren und einem fließenden Erzählstil. Aber aus den Puschen hat es mich nicht gehauen. Da mich aber Zara’s Schicksal nicht losläßt, werde ich definitiv „Finsteres Gold“ lesen. Ich bin wirklich gespannt, welchen Weg die Autorin ihre Protagonistin in dieser Fortsetzung gehen lässt.

Das Buchcover ist wundervoll und passt perfekt zum Kern der Geschichte.

 

 

Buchtitel: Flüsterndes Gold

Seiten: ca. 352 (gebundene Ausgabe)

Verlag: cbt

ISBN: 978-3570160602

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    4 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Flüsterndes Gold“ von Carrie Jones”

    1. Jennifer Kristina am 8. Juni 2011 um 19:28 Uhr

      Ui das Buch möchte ich auch noch lesen..
      aber bisher ist der Funken noch nie übergesprungen..

      Schöne Rezi!
      Liebe Grüße!

      Jenny

    2. Sandy am 8. Juni 2011 um 13:13 Uhr

      @Fabella: Freu mich auch schon. Irgendwas „ergibt“ sich sicherlich. 😉

      @Myriel: Danke! Können wir machen. Allerdings habe ich hier noch was anderes liegen. Wir können ja mal bequakeln wann. 🙂

    3. myriel am 8. Juni 2011 um 08:32 Uhr

      Ui schöne Rezi 🙂
      Finsteres Gold subt bei mir ja auch und will bald gelesen werden. Wenn du magst, können wir ja gemeinsam loslegen 😉

    4. Fabella am 8. Juni 2011 um 06:56 Uhr

      Eine tolle Rezi, die mich eigentlich dazu drängt, das Buch zu lesen, was bislang nicht der Fall war. … mal sehen, was sich morgen so ergibt 😉 .. freu mich!

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