Rezension zu „My Life next Door“ von Huntley Fitzpatrick

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 6 Nestgeflüster

 

 

My Life next Door


My Life next Door /
Autorin: Huntley Fitzpatrick / Seiten: 394 (Hardcover) / Verlag: Dial Books / Sprache: Englisch / ISBN:  978-0803736993 /

 

 

 

Die Autorin…

Huntley Fitzpatrick wuchs in einem kleinen Küstenort in Connecticut auf, der die Vorlage für den Ort Stony Bay in ihrem Debüt „My Life next Door“ lieferte. Schon als Kind wollte Huntley Schriftstellerin werden. Nach dem Universitätsabschluss arbeitete sie in verschiedenen Berufen, unter anderem in einem akademischen Fachverlag und als Lektorin bei Harlequin. Heute lebt die sechsfache Mutter in Massachusetts und widmet ihre gesamte Zeit dem Schreiben.

Huntley Fitzpatricks Debüt ist im April 2013 in Deutschland unter dem Titel „Mein Sommer nebenan“ bei cbj (Randomhouse Gruppe) erschienen.

 

 

 

 

Der Plot…

Seit über zehn Jahren lebt die 17-jährige Samantha Reed mit Schwester Tracy und ihrer Mutter, Zaun an Zaun mit der Familie Garrett. Doch kennengelernt hat Sam die zehnköpfige Rasselbande nie. Ihre Mutter meidet den Kontakt zu den Nachbarn und erwartet gleiches von ihren Töchtern. Die Garretts sind entgegen der Reeds nämlich viel zu laut, zu unordentlich, zu anhänglich und an der Überzahl. Und genau aus diesem Grund wünscht sich Sam jeden Tag bei heimlichen Blicken über den Zaun, eine von ihnen zu sein. Einsam ist Samantha, denn ihre Schwester Tracy verbringt den Sommer mit ihrem Freund und ihre Mutter widmet sich übereifrig ihrer Karriere als Politikerin. Doch eines Abends wird Sams Traum wahr, als plötzlich Jase – Drittältester der Garretts – ihr auf dem Dachvorsprung Gesellschaft leistet. In Sams Bauch flattern Schmetterlinge. Es ist nicht nur der Beginn einer tiefen Sommerliebe zwischen den Beiden. Jase nimmt sie mit rüber auf die andere Seite des Zauns und läßt sie Teil an seinem Leben haben. Aber an einem regnerischen Abend kommt es zu einem Zwischenfall, der Samanthas ruhiges, geordnetes Leben vollends aus dem Gleichgewicht bringt. Sam steht vor einer unmöglichen Entscheidung. Verrät sie ein brisantes Geheimnis, könnte sie entweder ihre oder die Familie ihrer großen Liebe verlieren.

 

 

 

 

Meiner Ansicht nach…

Was braucht eine romantische, sommerliche YA-Liebesgeschichte? Natürlich benötigen wir als Hauptzutat den Sommer. Ist ja ganz klar. Und damit der Sommer eine entsprechende Kulisse bekommt in der sich zwei junge Menschen auch verlieben, macht man einen Abstecher in ein beschauliches Örtchen namens Stony Bay/Conneticut. Dort lebt Samantha Reed, die Tochter der Senatorin. Verträumt, wohlhabend und wohlerzogen ist sie, und hat das Herz auf dem rechten Fleck. Aber Sam ist auch furchtbar einsam, denn sie wächst dummerweise in einem Zuhause auf, welches von Regeln und Mamas Staubsauger in Schuss gehalten wird. Und weil Sam der blöden Ordnung überdrüssig ist, verliebt sie sich ausgerechnet in einen der Garrett-Sprösslinge. Nicht nur Sam hat nämlich schon sehr lange das Haus der Garretts beobachtet, auch Jase Garrett fällt das Mädchen von nebenan auf. Mit dieser Liebe beginnt für beide ein Sommer, den sie nie vergessen werden. Sam wird Teil der Garretts und hinterfragt immer mehr ihr bisheriges Leben.

Mit Samantha fühlte ich mich sofort verbunden. Ich verstand ihre Einsamkeit, das komische Verhältnis zu ihrer Mutter und vor allem die Faszination für den Jungen Jase und dessen Chaosbündel einer Familie. Jase ist so ein richtiger Traumtyp, den nicht nur Sam anhimmelte. Dieser Junge ist liebenswert, sexy, repariert Staubsauger und Motorräder, und ist ein liebevoller Bruder. Mein Herz jedoch verlor ich an die Garretts. Allen voran den kleinen Geschwistern, die so unglaublich authentisch und herzig von der Autorin umschrieben werden, dass mir das Herz vor Emotionen und Lachen fast überschwappte. Autorin Huntley Fitzpatrick umschreibt eine Großfamilie die sich nicht nur umeinander kümmern, sondern auch ihre Haustür für Jedermann außerhalb öffnen. Doch wie gut passt Samantha Reed, die wohlbehütete Tochter der Senatorin, in das Bild dieser mittelklassigen Familie? Es ist, als ob es so sein muss. Sam fühlte es jahrelang und ihr Zusammentreffen mit den Garretts zeigt, dass sie wirklich genau dort hingehört. So spielt sie mit den Geschwistern von Jase, hält Ordnung und wird auch von den Eltern ganz normal aufgenommen. Doch da beginnen die Probleme. Denn Sams Mutter ist überhaupt nicht begeistert von der Liason ihrer Tochter. Sie spielen nicht in der ‚richtigen Liga‘ und sollten doch unter dem Niveau der Reeds liegen. Aber da spielt Sam nicht mit und wird zum ersten Mal ‚ungehorsam‘.

Neben der romantischen Note birgt diese Geschichte auch eine gewisse Schwere in sich. Diese Schwere kam zu einem Zeitpunkt im Buch, wo ich mich etwas langweilte, weil mir zuvor alles ZU perfekt schien. Der Stimmungswechsel ist der Autorin ganz hervorragend gelungen. Mit dem langsamen Ende des Sommers, ziehen dunkle Wolken auf. Die Leichtigkeit wird abgelöst von sorgenvollen Momenten, schweren Entscheidungen und Tränen.

Die Frage am Ende ist, muss sich Sam gar gegen ihre eigene Familie auflehnen um eine andere Familie zu retten? „My Life next Door“ beschreibt den Weg eines Mädchens wie sie sich über die Liebe zu einem anderen Menschen selbst findet und erwachsen(er) wird.

 

 

 

Spieglein Spieglein…

Das Cover zum Originaltitel passt für mich perfekt zum Inhalt. Das abgebildete Paar knutscht verliebt hinter einem hohen Zaun, über ihnen die Sommersonne. Wunderbar stimmig. Auch gefällt mir die blau-weiße Streifenoptik des Buchrückens sehr gut. Und wenn man den Umschlag abnimmt, strahlt der feste Einband in einem satten sommerlichen Gelbton.

„My Life next Door“ ist gerade auch in Deutschland unter dem sehr passenden Titel „Mein Sommer nebenan“ bei cbj (RandomHouse Gruppe) erschienen. Weniger passend empfinde ich das Buchcover zur Übersetzung, auch nach erneuter Änderung vom Verlag. Ich kann mich leider mit dem auf-dem-Baum-Rumgeschmuse nicht anfreunden.

 

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Tacheles…

Dies ist eine Geschichte über Liebe, Familie, Freundschaft, das Erwachsen werden mit kleinen und großen Enttäuschungen. In „My Life next Door“ erlebt Protagonistin Samantha einen unerwartet heißen Sommer mit viel Gefühl. Sie verliebt sich nicht nur in den unwiderstehlichen Jase Garrett von nebenan, sondern auch gleich in seine chaotische, liebenswerte Familie. Sie werden zu Samanthas wahrgewordenen Traum. Und ja, die Garretts MUSS man lieben! Doch nach dem Sonnenschein, kommen dunkle Wolken. Ein plötzlicher Schicksalsschlag. Für diesen bin ich leider fast dankbar gewesen, denn zuvor dümpelte mir die Handlung manches Mal zu sehr vor sich hin. So bietet die Geschichte auch den gewissen Tiefgang. Das Debüt der amerikanischen Autorin Huntley Fitzpatrick läßt den Sommer herbeisehnen. „My Life next Door“ ist eine schöne Geschichte für warme Frühlings- und Sommertage, die einem das Herz aufgehen läßt.

 

 

 

 

 

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    6 Nestgeflüster zu “Rezension zu „My Life next Door“ von Huntley Fitzpatrick”

    1. Ric am 24. April 2013 um 15:33 Uhr

      eigentlich hab ich da bis jetzt nen Bogen drum gemacht, weiß gar nicht so recht warum, aber sind ja doch viele begeistert von. es wandert mal auf die to-read-liste 😀

      • Sandy am 25. April 2013 um 08:49 Uhr

        Für einen Sommer-read ist es definitiv einen Versuch wert. Einfach mal nett für zwischendurch. 😉

    2. Lara am 24. April 2013 um 13:56 Uhr

      Oh, ich glaube, nach deiner Rezension muss dieser Titel auch unbedingt auf meine Wunschliste! Irgendwie wusste ich nicht so recht, was ich von der deutschen Beschreibung halten soll, aber in deinen Worten ausgdrückt klingt es nach: MUSS.ICH.LESEN! 🙂
      Liebste Grüße!

      • Sandy am 24. April 2013 um 21:00 Uhr

        Es ist einfach eine nette Sommergeschichte mit Tiefgang. Und diese Familie Garrett ist der Hammer. 🙂

    3. Chrissi am 24. April 2013 um 07:54 Uhr

      Ui, das Buch ist seit Ewigkeiten auf meiner „zu-lesen“ Liste 🙂 Vielleicht greif ich es jetzt doch endlich mal – passend zum endlich kommenden Frühlung bzw. Sommer!

      • Sandy am 24. April 2013 um 09:11 Uhr

        Passen würde es jetzt zum sonnigen Wetter. Es ist nämlich viel schöner dabei lesend in der Sonne zu sitzen. 😉

        LG

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