Rezension zu „The Distance between us“ von Kasie West

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 11 Nestgeflüster

The Distance between us_K. West


The Distance between us /
Autorin: Kasie West / Seiten: 320 / Taschenbuch / Verlag: HarperTeen / Sprache: Englisch

 

 

Die Autorin…

“The Distance between us” ist Kasie West’s zweites Buch und wurde im Sommer 2013 bei HarperTeen veröffentlicht. Die Autorin wurde mit ihrem Debüt „Pivot Point“, erschienen im Februar 2013 bei HarperTeen, bekannt. Im Jahr 2014 werden zwei neue Bücher, die Fortsetzung zu „Pivot Point“ und der Einzelband “On the Fence”, in Amerika veröffentlicht. Die Rechte für die deutsche Übersetzung von „The Distance between us“ hat der Arena Verlag bekommen. Das Buch wird im Januar 2014 unter dem Titel „Blaubeertage“ in Deutschland erscheinen.

Autoren Homepage: www.kasiewest.com/

 

 

Der Plot…

Die 17-jährige Caymen Meyer hat so ihre ganz eigene Meinung über wohlhabende Leute. Nun ja, vielleicht hat sich diese auch durch die Predikten ihrer Mutter noch gefestigt. Diese hat sie dazu erzogen immer daran zu denken, dass die Reichen Leute in ihrem Wohnort mit Vorsicht zu genießen sind. Vor allem vor den Jungs sollte sich Caymen in Acht nehmen, denn diese würden eh nur nach einem netten Abenteuer suchen. Weisheiten über Weisheiten, die es leider nicht schaffen, das Puppengeschäft der Meyers aus den Miesen zu ziehen. Als eines Tages der reiche, gut aussehende Xander Spence dem Geschäft einen Besuch abstattet um seiner Oma eine Freude zu bereiten, scheint sich Caymens Meinung zu festigen. Nicht lang danach steht Xander wieder vor ihr und die Ereignisse wenden sich auf seltsame Weise. Zu ihrer Verwunderung beginnt Caymen die Gesellschaft von ihm immer mehr zu genießen. Ohne ihre Mutter einzuweihen, trifft sie sich immer wieder mit dem Hotelerben. Doch gerade als Caymen einsieht, dass reich sein kein Charakterfehler sein muss, findet sie heraus, dass Geld einen viel größeren Teil ihrer Beziehung einnimmt, als sie jemals geahnt hätte.

 

 

Meiner Ansicht nach…

Seit ich vor kurzem das Debüt „Pivot Point“ gelesen habe, freute ich mich noch mehr auf die Geschichte „The Distance between us“. Zugegebenermaßen war ich auch etwas nervös, ob Autorin Kasie West wohl mit diesem Buch auch so brillieren könnte. Denn zwischen einer Geschichten mit einer übernatürlich begabten Protagonistin und einem einfachen Mädchen, welches im Puppengeschäft der Mutter auf einen reichen Hotelerben trifft, liegen doch Welten.

Was ich sofort zu spüren bekam, war dieser gewisse Humor, den Kasie West bereits in „Pivot Point“ hat einfließen lassen. In „The Distance between us“ ist dieser sicher anders, ja ausgeprägter dosiert, aber man kann es als die gewisse Note der Autorin sehen. Doch Humor allein reicht nicht für eine romantische Geschichte, auch wenn Protagonistin Caymen Meyers ganz sicher ein Jahresabo in sarkastischen Sprüchen bezieht. Caymen ist eine Figur, die sich nichts dummes aufschwätzen läßt. Dazu betreten viel zu viele reiche Dummschwätzer das Familiengeschäft. Zu ihr hatte ich sofort einen Draht. Sie ist vom Typ her eher eigenbrödlerisch, hat nur eine beste Freundin und macht sich leider viel zu viele Sorgen um ihre Mutter, die keine Ahnung von der Führung ihres Ladens hat. Den Laden selbst, und vor allem die Puppen, sieht Caymen eher mit Grauen. Nichtsdestotrotz stellt sie immer ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Caymens Mutter war für mich so ein bisschen schwer zu durchschauen. Sie will aus eigener Erfahrung besseres für ihre Tochter, kann es sich aber nicht leisten, diese aufs College ziehen zu lassen. Noch dazu kommen die Ansichten, die sie Caymen immer wieder eintrichtert, dass reiche Leute kein funken für die wichtigen Dinge im Leben haben. Reiche sind oberflächlich und haben nichts gutes im Sinn. Basta.

Und dann kommt eines Tages Xander Spence ins Puppengeschäft. Zunächst scheint er für Caymen genau das Bild abzugeben, dass ihr stets vor Augen war. Doch das reiche Jungchen überraschte nicht nur Caymen mit der Zeit immer mehr. Er geht auf sie ein, will ihr Mut machen mehr zu sehen, als den Platz hinter der Verkaufstheke des Puppengeschäfts. Xander sieht Caymens Talente und die beiden kommen sich näher.

Was ich an diesem Buch so sehr geliebt habe, waren die frischen und frechen Dialoge zwischen Caymen und ihrer Mutter bzw. den Freunden. Sie hat einen so unglaublich trockenen Humor und trägt ihr Herz auf der Zunge. Sie sagt, was sie fühlt und es ist ihr egal, wie doof sie danach angeschaut wird. Der Moment an dem mich Xander für sich gewinnen konnte, war als er mit nicht weniger sarkastischen Kommentaren Kontra gibt und damit Caymen ein bisschen aus der Bahn wirft.

Mir gefielen ihre morgendlichen Treffen mit Kakao und Blaubeermuffins. Ich mochte wie sie durch ihre „Career Days“ in die Leben des anderen Blicken konnten. Durch diese Momente erfährt Caymen, dass Xander Spence‘ Leben bei weitem nicht so perfekt ist und das Geld nicht für jedes Problem die Lösung bietet. Und es war schön, wie Caymen ohne unrealistisch zu werden, die Augen für mehr Möglichkeiten öffnete.

Kasie West hat ein tolles Händchen für symphatische Protagonisten und Nebencharaktere, und mit diesen wundervolle Situationen zu schaffen. Für alle, die YA Contemporary Romance mögen und sich gerne für kurze Zeit in eine leichte Geschichte fallen lassen wollen, ist „The Distance between us“ ideal.

 

 

Tacheles…

Diese Geschichte ist gespikt mit Gefühl, Romantik, ein bisschen Drama und vielen witzigen, leichten Momenten – Dank dem beispiellosen Humor der Protagonistin. „The Distance between us“ unterscheidet sich vollkommen von West’s Debüt und beweist, wie vielseitig die Autorin ist und wie gut sie sich in verschiedenen Genres entfalten kann. Ich brauche dringendst Nachschlag von der Autorin.

 

 

Amazon.de | The Book Depository

Deutsche Übersetzung: Arena Verlag

 

 

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    11 Nestgeflüster zu “Rezension zu „The Distance between us“ von Kasie West”

    1. Arika am 17. März 2015 um 21:08 Uhr

      ‚The Distance between us‘ liegt bei meinen lieblingsbüchern momentan auf Platz eins. Ich liebe einfach den Humor, den Sarkasmus und einfach das erfrischende an Sprache, Stil und Handlung. Das englische Cover mag ich sehr gerne, das deutsche dafür mag ich nicht so, da ich mir denke, wenn ich es sehe, dass der Zeichner das Buch nie gelesen hat, so wie er es gestaltet hat. Ansonsten bin ich einfach restlos begeistert von dem Buch! Sobald das Buch etwas billiger wird, will ich mir auch ‚on the fence‘ kaufen. ‚pivot Point‘ und ’split second‘ kenne ich auch, und sie gefallen mir sehr gut. Da ich ‚The Distance between us‘ aber zuerst gelesen bzw gehört habe, bleibt das Buch mein favourit. Man liebt die Charaktere einfach und ich freue mich schon auf ‚on the fence‘ da man dort, wenn ich es richtig verstanden hab, einen Charakter aus TDBU wiedertrifft, was ich einfach nur feiern würde!

      Danke, für deine tollen, sachlichen und ausführlichen Rezensionen!
      Grüße,
      Arika =)

    2. Sema IV am 4. Januar 2014 um 17:51 Uhr

      Oh, das klingt ja erstaunlich positiv – ich hatte bis jetzt bei ein paar Leuten mitbekommen, dass sie nach Pivot Point von The Distance between us ein bisschen enttöuscht waren. Aber jetzt kommt es wahrscheinlich doch noch auf meine Wunschliste ;-). Aber zuerst muss ich mal Pivot Point lesen, das liegt auf dem SuB.
      Und der deutsche Titel regt mich hier schon wieder auf. Blaubeertage. Meine Güte xD.

      • Sandy am 4. Januar 2014 um 20:09 Uhr

        Oh, wirklich?! Dabei kann man das eine Buch mit dem anderen gar nicht vergleichen. Kasie West ist mit dem Buch eine wirklich schöne Contemporary Geschichte gelungen. Ist halt nicht mega anspruchsvoll, sondern ein schönes Buch für zwischendurch.
        Und der deutsche Buchtitel „Blaubeertage“ passt auch ein bisschen zum Inhalt. Ist wenigstens besser wie das Cover.

        • Sema IV am 10. Januar 2014 um 17:57 Uhr

          Ja, vielleicht hatten die Leser da auch einfach ein bisschen zu hohe Ansprüche.
          Ah, okay, wenn’s zum Inhalt passt, geht’s – nur als Ersteindruck finde ich Cover plus Titel ein bisschen komisch :-/.

          • Sandy am 10. Januar 2014 um 20:45 Uhr

            Das Cover find ich auch nicht schön. Bin da schon enttäuscht.

    3. Favola am 30. Dezember 2013 um 23:36 Uhr

      Hoi Sandy
      „Blaubeertage“ habe ich gestern schon in meinen Januar-Neuerscheinungen gehabt … und nun nach deiner Rezension ist es schon einen Schritt weiter gekommen 🙂
      lg Favola

      • Sandy am 31. Dezember 2013 um 12:18 Uhr

        Hi du!
        Ja, ich weiß. Habe dort auch gestern kommentiert. Ist absolut eine Geschichte für dich. 😉
        LG

        • Favola am 20. Februar 2014 um 00:52 Uhr

          Hoi Sandy
          So, Blaubeertage habe ich an einem Sonntag weggeschmökert und eben ist die Rezension dazu online gegangen 🙂
          Es wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein …
          Der deutsche Titel gefällt mir übrigens sehr gut, das Cover kann mich jedoch nicht wirklich überzeugen …. wohl etwas zu unscheinbar …
          lg Favola

          • Sandy am 10. März 2014 um 15:46 Uhr

            Der deutsche Titel ist wirklich sehr stimmig. Beim Cover sind wir uns alle einig. Toll, dass es dich so begeistern konnte. Nun hoffe ich mal, dass der Arena Verlag sowohl „Split Second“ als auch Kasie Wests kommende Contemporary Geschichte veröffentlichen wird. 🙂

            LG

    4. Stephie am 30. Dezember 2013 um 23:28 Uhr

      Na dann kann ich mich ja anscheinend auf das Buch freuen 😉

      • Sandy am 31. Dezember 2013 um 12:18 Uhr

        Ja, das kannst du. Ich hoffe, das es dir gefallen wird.

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