Rezension zu „Die dunklen Mächte: Schattenstunde“ von K. Armstrong

Kategorie: Rezensionen, Up(to)date | 2 Nestgeflüster

 

Die dunklen Mächte: Schattenstunde

 

Die Autorin:

Die kanadische Fantasy-Autorin Kelley Armstrong wurde 1968 in Sudbury, Ontario geboren. Sie hat noch drei jüngere Geschwister. Kelley studierte Psychologie und Informatik an der University of Western Ontario, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Zunächst wurde sie für ihre magischen Thriller, die sie für Erwachsene schrieb, bekannt. Mit der Erschaffung der Trilogie um die Nekromantin Chloe ist sie nun auch im Jugenbuchgenre angekommen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Ontario, Kanada.

 

Buchinhalt:

Als kleines Kind sah Chloe komische Dinge…fremde Menschen im Keller ihres Elternhauses zum Beispiel. Und nein, dabei handelte es sich nicht um irgendwelche Besucher ihrer Eltern. Es waren Gestalten im Keller, die mit ihr reden wollten und mit niemand anderen. Und niemand anderes konnte diese auch sehen. Deshalb ging Chloe da garnicht gerne runter. Mit der Zeit verschwanden die Gestalten auch. Und somit war es nur ein Hirngespinst…glaubte sie.

Jahre sind vergangen. Chloe ist 15 Jahre alt und noch ziemlich zierlich für ihr Alter. Seit dem frühen Tod ihrer Mutter ist Chloe überwiegend bei ihrer Tante Lauren oder in der Obhut irgendwelcher Haushälterinnen, da ihr Vater sich durch seine Arbeit kaum Zeit für sie nimmt. Zu allem Überfluss muss Chloe sich immer wieder neu in einer anderen Schule einfinden. Ihr Traum wäre es, endlich einmal zur Ruhe zu kommen, tiefe Freundschaften zu schließen und vielleicht sogar einmal ein Date auszumachen. Auf ihrer neuen Schule, eine Kunstzugschule, geht sie erstmals richtig auf. Und Freundschaften zu schließen, das klappt dort auch ganz gut. Fehlt ihr nur noch ein Date. Doch dieser Traum sowie ihr ganz normales Leben zerplatzt je, als sie eines Tages in der Schule ausrastet. Ein verbrannter Mann stürmt in der Schule auf sie zu und folgt ihr. Die Lehrer, die sie beruhigen wollen, greift sie an. Und ehe sie sich versieht, wird sie ruhig gestellt und in ein Krankenhaus verfrachtet. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt wird sie in das Lyle House, eine private Einrichtung für…nun ja…etwas schwierige Kinder gegeben. Zwei Wochen, so wird ihr versprochen, wird sie dort bleiben. Doch auch im Lyle House, unter der Begleitung von Psychologen und Schwestern des Hauses, begegnen Chloe weiterhin die Geister Verstorbener. Was geht mit ihr vor? Und wie kommt es, dass ihr einer der anderen Jugendliche so viel über ihre angeblich wahre „Bestimmung“ sagen kann? Ist sie wirklich ein Nekromant? Ist sie vielleicht nicht die Einzige mit einer besonderen Gabe in dieser Einrichtung? Seltsame Dinge spielen sich ab. Und dann findet sie heraus, dass sie doch länger dort bleiben soll. Chloe weiß nur eins: sie muss da raus.

 

Persönliche Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir Kelley Armstrong bis vor ein paar Monaten noch nicht viel sagte. Der Name kam mir bekannt vor, aber ich konnte sie nicht so richtig zuordnen. Und jetzt nach ein wenig Recherche weiß ich ein bisschen mehr. Wusstet ihr zum Beispiel, dass sie neben Charlaine Harris (bekannt durch ihre Sookie Stackhouse-Bücher) zu den Autorinnen gehörte, die das Urban Fantasy Genre initiiert hat? Ich nicht. Nun weiß ich aber, dass sie nicht nur erst mit ihrer Trilogie um Chloe Saunders einen Namen hat. Sondern das sie lediglich durch diese den Durchbruch im Jugenbuchgenre geschafft hat. Ich hatte zunächst vereinzelt schon die Begeisterung wahrgenommen, die es um den Auftakt dieser Trilogie gibt. Gekauft habe ich mir das Buch allerdings erst vor ein paar Wochen. Ich hatte plötzlich Lust drauf, heraus zu finden, was so dran ist an diesem Buch. Mitte letzter Woche fing ich an mit dem lesen. Der Alltag lies mich nicht so recht. Aber ab Freitagabend packte es mich dann und ich wurde von Chloe Saunders‘ Schicksal in einen unglaublichen Spannungsstrudel gezogen.

Nun komme ich aber auf die Hauptrotagonistin der „Die dunklen Mächte“-Trilogie, Chloe Saunders. Der Prolog verwirrte mich kurz, denn dieser umschreibt wie Chloe (zu dem Zeitpunkt noch 5 Jahre alt) sich vor den Keller fürchtete und was sie dort unten entdeckte. Kelley Armstrong schleicht somit nicht ewig um Erklärungen rum. Sie steigt gleich voll ein. Und das fand ich schon mal ganz gut. Ab dem 1. Kapitel wird der Leser dann durch Chloe Saunders jetzige Welt geführt. Diese Welt wird komplett auf den Kopf gestellt, als die mittlerweile 15-jährige Chloe an einem ganz normalen Schultag plötzlich einem verbrannten Mann in Hausmeisterkluft gegenübersteht. Vollkommen in Angst läuft sie schreiend davon. Doch dieser Hausmeister lässt sich nicht so einfach abschütteln. Und das lässt Chloe komplett ausrasten. Sie wird noch von der Schule in ein Krankenhaus gebracht, wo sie erstmal ruhig gestellt wird. Später bekommt sie zu hören, dass sie in eine betreute Wohngruppe muss. Psychologen wollen die offensichtlich schizophrene Chloe einer Theraphie unterziehen. Als sie dort ankommt, stellt sie zunächst fest, dass die anderen Kids dort ziemlich „normal“ zu sein scheinen. Klar, gibt es ein paar schwarze Schafe. Aber gibt es die nicht überall? Doch dann wird ihr bald klar, dass im Lyle House nichts so normal abgeht.

Kelley Armstrong hat Chloes Geschichte in der Ich-Form geschrieben. Zudem hat sie durch kursiv hervorgebrachten Textpassagen Chloes 2. Stimme (so nannte ich es für mich) bzw. Gedankengänge umschrieben. Mir gefiel es gut, dass in der Geschichte nicht nur Chloe durchleuchtet wurde. Auch die anderen Kids aus der Wohngruppe bekommen einen bestimmten Part. So lernt man diese besser kennen und fängt auch an zu begreifen, wieso die eine oder der andere sich so verhält. Und im Laufe der Handlungen merkt man, wie vielschichtig  jeder Einzelne ist und das sie einen bestimmten Part spielen werden. Kelley Armstrong hat einen packenden Schreibstil zu bieten. Für mich hat sich „Schattenstunde“ zu einem richtigen Pageturner gemausert. Das einzige was mich störte, war dieses ständige „yeah“ hier und „yeah“ da. Ich bin mir sicher die Geschichte hätte sich auch ohne das ganz gut gelesen. Den 2. Band „Seelennacht“ möchte ich auch gerne lesen, denn das Ende im 1. Buch hat einen ganz gemeinen Cliffhanger. „Schattenstunde“ ist definitiv eine Empfehlung wert. Spannung mit ganz viel Gänsehaut. Und das bis zur letzten Seite.

 

 

Buchtitel: Die dunklen Mächte: Schattenstunde

Seiten: 416 (gebundene Ausgabe)

Verlag: PAN

ISBN: 978-3426283417

 

 

 

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    2 Nestgeflüster zu “Rezension zu „Die dunklen Mächte: Schattenstunde“ von K. Armstrong”

    1. Sandy am 22. Februar 2011 um 09:55 Uhr

      Hui, du hast dich hierher „verirrt“. 😀 Ja, das Buch ist toll und soooo spannend. Über den 2. Band habe ich nicht so tolles gehört, aber ich möchte das Buch trotzdem lesen.

    2. Sternchen am 22. Februar 2011 um 09:44 Uhr

      Huhu 🙂
      Ach ich freue mich das Dir das Buch auch so gefallen hat! Am Anfang des Buches war ich mir auch nicht sicher, aber dann hat es mich gefesselt!
      Will auch so bald wie möglich den 2. Band lesen denn das Ende aus Band 1 war wirklich gemein! 😉

      Liebe Grüße
      Steffi

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